Liebevolle Betreuung für Pflegebedürftige

Liebevolle Betreuung für Pflegebedürftige
Liebevolle Betreuung für PflegebedürftigeFoto-Quelle: © Robert Kneschke - www.Fotolia.com
Sozialverband VdK Bayern e.V.

Dass die 13 auch eine Glückszahl sein kann, beweist der VdK-Kreisverband Kelheim: Denn so viele VdK-Pflegebegleiter bereichern nun die Region im Nordwesten von Niederbayern.Und Glückspilze dürfen sich diejenigen nennen, die vom Angebot der frisch geschulten, engagierten Ehrenamtlichen profitieren: pflegebedürftige Menschen, die liebevoll von den VdK-Pflegebegleitern umsorgt werden.

Der VdK-Kreisverband Kelheim hat als einer der ersten in Niederbayern eine Offensive zur Ausbildung von VdK-Pflegebegleitern im Landkreis gestartet. Initiator des Lehrgangs war der Abensberger Ortsvorsitzende Kurt Weingartner. In der Geschäftsstelle des VdK-Kreisverbands Kelheim überreichte Yvonne Knobloch, Ressortleiterin „Leben im Alter“ beim VdK Bayern, die Urkunden an die ersten Pflegebegleiter, die vom VdK Kelheim ausgebildet wurden. Bei der Urkundenübergabe waren auch Vertreter anderer Hilfsorganisationen gekommen. Yvonne Knobloch teilte mit, dass das Projekt des VdK Bayern, das es seit 2009 gibt, ein absolutes Erfolgsmodell ist und bayernweit derzeit bereits rund 200 ausgebildete Pflegebegleiter im Einsatz sind. Und der Bedarf wächst.

Willkommene Abwechslung

Dass die Pflegebegleiter keine pflegerischen Aufgaben übernehmen, betonte Knobloch besonders. Die Ehrenamtlichen besuchen die Pflegebedürftigen regelmäßig stundenweise zu Hause und bieten den Betroffenen eine willkommene Abwechslung. Es werden beispielsweise Spaziergänge unternommen oder Einkäufe erledigt. Auch geeignete Freizeitbeschäftigungen finden sich schnell, wie etwa Bücher oder Zeitungen vorlesen, Karten spielen, gemeinsam über Sudoku-Aufgaben grübeln oder Kreuzworträtsel lösen.

Aber welchen Antrieb braucht man für dieses Ehrenamt? Anneliese Weitzer, eine der ausgebildeten Pflegebegleiterinnen, erzählte: „Ich bin zu Hause nicht mehr so ausgelastet wie früher. Ich möchte mit meiner Zeit gerne sinnvoll umgehen. Für andere Menschen da sein, scheint mir eine ideale und schöne Aufgabe zu sein.“ Auch Siegfried Sigl, ein weiterer frisch gebackener VdK-Pflegebegleiter, empfand die Schulung als sehr lehrreich und freute sich auf seine künftigen ehrenamtlichen Einsätze.

Das Ehrenamt des VdK-Pflegebegleiters bereichert gleich drei Seiten: Es entlastet pflegende Angehörige, während die Pflegebegleiter den Pflegebedürftigen ihre Aufmerksamkeit schenken. Und die Ehrenamtlichen selbst erleben erfüllende Momente, weil sie durch ihr Engagement anderen Menschen helfen. Die zweitägige Ausbildung zum VdK-Pflegebegleiter umfasst einen Überblick über Alterserkrankungen, gibt den Teilnehmern Kniffe an die Hand, etwa wie man einen Rollstuhl bedient, und informiert über Hilfsangebote, die dem Pflegebedürftigen zur Verfügung stehen. Weitere Pflegebegleiter-Kurse wird der Kreisverband Kelheim bei Bedarf gerne anbieten. (Elisabeth Antritter)

Über das Ehrenamt "Pflegebegleiter" des VdK Bayern informiert auch ein Film auf VdK-TV:

Weitere Informationen zum Ehrenamt "Pflegebegleiter" finden Sie hier: VdK-Pflegebegleiter

3 Kommentare

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Ich bin im Ehrenamt auch tätig in Potsdam.Was jedoch das Ehrenamt ausmacht, sind die menschlichen Beziehungen und der Halt den der "Pat." sucht. Aber leider hat dies auch eine negative Seite. Diese Betreuungen werden auch durch die Pflegedienste abgerechnet. Das neue Pflegestärkungsgesetz lässt es zu. Die Ehreamtlichen werden aber auch in Einrichtungen "zweckentfremdet" genutzt. Das sind meine 5 jährigen Erfahrungen. Ich mache es weiterhin gern, aber nur Samariter--geht auch nicht.
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Na - das ist typisch Verein: der Vorstand beweihräuchert sich, für sein tolles Erfolgsmodell - und die Ehrenamtlichen, die wirklich die höchste Anerkennung verdienen, werden so grad mal am Rande erwähnt - so, als ob man ihnen noch einen Gefallen täte!
Und das Eingangsfoto ist wieder mal so richtig schön gestellt - so eine Szene wird man schwerlich in einem Pflegeheim finden. Fotografiert doch mal, wie die Alten stumpf am Tisch sitzen vor einer kalt gewordenen Suppe oder dumpf im Rollstuhl in einem Flur vor sich hindämmern, vor einem Fernsehapparat mit einem Programm, das keiner mehr von ihnen versteht.
Wären da nicht eben jene Ehrenamtlichen, sähe es noch viel trostloser aus.
Die Politker machen es ja vor und die Presse und Fernsehen freuen sich über Beiträge dieser Art. Aber die Zuwendung ,auch finanz. , bekommt man nur so.
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