GDL Streik

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Hallo zusammen,

Ich habe mich gefragt was es so mit dem Streik der GDL auf sich hat, geht es da um die Sache oder will sich da jemand nur profilieren?
Meiner Meinung nach sollte man sich mit einem Schlichter zusammen setzen und versuchen einen Einigung zwischen den Gewerkschaften und der Bahn zu erreichen, wenn das nicht klappt kann man immer noch Streiken. Ich glaube sonst verspielt man immer mehr das Vertrauen der Menschen.

Mit freundlichen grüßen

Markus Gaßner

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17 Kommentare

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Wozu denn streiken? Wozu brauchen wir ein Streikrecht?
Jeder weis, dass die Politiker geschworen haben, nur zum Wohle des Volkes zu handeln. Wenn die Lockführer also etwas angemesseneren Lohn und eine, die Sicherheit der Fahrgäste gewährleistende Arbeitszeit wollen, dann müssen sie sich nur ruhig zurücklehnen und die Politiker machen lassen.
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Ich finde, hier wird der eigentlich sinnvolle Gedanke von Verhandlungen auf Augenhöhe ad absurdum geführt und Unbeteiligte müssen es ausbaden.
Na dann sag doch mal wie man es besser machen kann?
Sachlich mit dem Arbeitgeber über faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung reden statt Grabenkämpfe zur Sicherung der eigenen Existenzberechtigung und Profilierung gegenüber einer anderen Gewerkschaft um Vertretungsrechte auf Kosten der Allgemeinheit zu veranstalten.
Ja ok aber wenn jetzt der Arbeitgeberverband an Sachlichkeit nicht interessiert ist.Das wissen wir ja nicht.Gibt nur Schuldzuweisungen.Aber was heisst hier Profilierungssucht.)90% der Lokführer wollen sich bestimmt nicht profilieren
Wie ich gehört haben gehts doch mehr darum, neben Lokführern auch andere vertreten zu dürfen und die Ausnutzung von sensiblen Positionen ist für mich nahezu Erpressung.
Ok, man könnte sich an der Stelle fragen, ob die Privatisierung von volkswirtschaftlich so wichtigen Bereichen richtig war und das denke ich nicht.
Ja ich weiss worum es AUCH geht.Aber bei der Urabstimmung zum Streik haben über 90% mit JA gestimmt.Wllst du denen alle eine Ausnutzung der sensiblen Position vorwerfen?Das JA zum Streik hätte es nicht gegeben wenn es nur um eine Profilneurose gegangen wäre
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Ich habe die Befürchtung, daß der Gewerkschafter Herr G. doch unter einer Profilneurose leidet und so lange streiken wird, bis die Bahn ein `Übernahmekandidat ´ wird und vielleicht von Russen, Chinesen oder Amerikanern übernommen wird, Somit wären alle Forderungen sowieso Makulatur. Von Ihnen erinnert sich keiner an das England der 70iger bis 80iger Jahre, als durch die vielen Gewerkschaften und Streiks die Wirtschaft am Boden lag und es England sehr schlecht ging, das Elend und die Not waren sehr groß. Bis Mrs.Thatcher an die Regierung kam, die Gewerkschaften bis auf ein Minimum stutzte und den Kapitalismus pur einführte. In England ging es dann ziemlich schnell mit der Wirtschaft wieder aufwärts und natürlich auf Kosten der Armen bzw. ärmsten Bevölkerung. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das hier jemand möchte.
Guten Abend Waltraud, ich bin mit Ihnen einer Meinung, daß Bahn und Gewerkschaft endlich eine Einigung erzielen müßten. Nur wird der Arbeitgeber so lange warten, bis das neue Gewerkschaftsgesetz durch das Parlament verabschiedet wird. - In England war es damals tatsächlich so, dass in fast jedem Betrieb 2 - 4 verschiedene Gewerkschaften tätig waren und eine streikte immer. Das Produktionsniveau war kaum mehr vorhanden, viele Firmen mußten schließen weil sie nichts mehr verkauften und die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Mrs. Thatcher ist tatsächlich rücksichtslos vorgegangen um die die Wirtschaft wieder anzukurbeln und ich kann mich noch gut an die Elendsfotos von damals erinnern. Aber so etwas wünschen wir uns nicht. Bislang ist Deutschland mit seinen Gewerkschaften sehr gut gefahren.
Ganz kann ich Ihnen nicht zustimmen, denn als wir 1989 nach einigen Auslandsjahren in die Bundesrepublik zurückkamen, gab es hier 6 Mio. ( Millionen) Arbeitslose und die Stimmung war sehr schlecht. Hunderttausende gut ausgebildeter junger Leute mit exzellenten Examina gingen ins Ausland, weil es hier bei uns keine Arbeit gab. Erst nach der Wende setzte ein Boom ein, da waren dann aber schon die benötigten Fachkräfte nicht mehr vorhanden.
Mehrere Gewerkschaften in einem Betrieb sind sehr wohl ein Desaster, denn eine streikt immer und wenn dadurch nichts mehr produziert wird geht die Fabrik oder Firma in Konkurs und es gibt Arbeitslose. Auch keine Lösung. Kapitalismus haben wir schon lange, aber den amerikanischen und der ist schlimm genug, in jeder Beziehung.
Sie haben in vielem recht. Leider wissen wir immer nur einen Teil des Ganzen, da in den Medien nicht alles berichtet wird.
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Schlichter vorm Streik?Dann braucht nicht mehr gestreikt werden und er kann per Gesetz verboten werden.Zum Streik gibt es ne Urabstimmung.Da nützt die Profilneurose eines einzelnen wenig
Ich fürchte, dass die meisten Berichte und Meinungen nur an der Oberfläche kratzen. Möglicherweise geht es nicht um Profilneurose, sondern um Existenzangst der GDL!
Es gibt Leute, die der GDL an den Kragen wollen: Bahn AG, die DGB-Gewerkschaft EVG, Frau Nahles, Medien usw.
Wenn sich die Bahn nur noch mit der "mitgliederstärksten Gewerkschaft" beschäftigen muss und Tarifverträge abschließen muss, wenn das geplante Gesetz kommen sollte, dann wird es sehr bequem für EVG und Bahn AG! Aber für die GDL geht es an die Existenz: Die Bahn AG kann ihren Gesamt-Betrieb so aufteilen, wie sie will und damit die GDL überall zur Minderheit machen. Dann kann die GDL keinen Tarifvertrag mehr abschließen und dann wären Streiks auch verboten! --- Deswegen bleibt für Herrn Weselsky neben der Verfassungsklage gegen das vermutlich verfassungswidrige Gesetz nur noch der Versuch, selbst mit den anderen Beschäftigtengruppen die größte Gewerkschaft zu werden! --- Wer diesen Endlosstreik beenden will, muss dieses Damoklesschwert über ansonsten ganz friedliche Leute wegnehmen! --- Ich bin weder Lokführer noch Eisenbahner, aber das ist mein Kenntnisstand!
Meiner Meinung nach hilft bei einem festgefahren Gespräch manchmal die Hilfe eines Außenstehenden, aber erst wenn beide zustimmen.
Ich kenne weder die Lohngruppen bei den Lockführern noch die tatsächlichen Differenzen bei den Verhandlungen.
Wenn es aber in einem Betrieb unterschiedliche Gewerkschaften gibt, die nur ihr "Gruppenwohl" und nicht das Wohl aller Arbeitnehmer im Blickfeld haben, dann wäre dieses nicht in Ordnung. Daher halte ich es für richtig, wenn im Fall der Bahn Vertreter beider Gewerkschaften und des Arbeitgebers Bahn gleichzeitig miteinander verhandeln.

Was geschieht wenn der Arbeitgeber Bahn von seinem Recht der Aussperrung gebrauch macht?
Na ja dann haut er sich selber die Beine weg
Natürlich ist das gemeinsame Auftreten von konkurrierenden Gewerkschaften der wünschswerte Weg. Aber manchmal klappt das eben nicht so wie inzwischen beim Krankenhauspersonal. Und manchmal verärgert eine große Gewerkschaft auch die Beschäftigten. So soll ein für die Beschäftigen eher ungünstiger Tarifabschluss erfolgt sein und ein Gewerkschafter namens Hansen anschließend (1 Jahr später) Bahnvorstand geworden sein. Das soll viele Eisenbahner zur GDL getrieben haben! Nun erwarten diese Leute, dass diese Gewerkschaft nicht von der Bahn und der EVG (und Frau Nahles) nicht kaputt gemacht wird. Dann muss die Bahn nicht einmal mehr mit der GDL reden, außer da wo sie mehr Mitglieder hat als die EVG!! Und deshalb zwingt die Bahn und Frau Nahles die GDL zum Streik! Und dann denkt die Öffentlichkeit negativ und will das Gesetz! Also ist für mich nicht die GDL Schuld am Streik, sondern Frau Nahles und die Bahn!
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