Warum muss ich leiden?

Benno Blues
Benno Blues

Wie mit uns umgegangen wird, ob uns weh getan werden kann oder nicht, das liegt zu einem sehr großen Prozentsatz in unseren eigenen Händen. Es hat ganz viel mit dem eigenen Selbstwert zu tun. Wie gehen wir selbst mit uns um, liebevoll oder streng, überfordernd oder rücksichtsvoll? Sind wir es uns wert, respektvoll behandelt zu werden, haben wir selbst Respekt vor uns mit allen Facetten unserer Persönlichkeit? Sind wir stolz auf uns? Lieben wir uns? Achten wir unsere Grenzen und sind wir auch bereit, diese nach außen hin sichtbar und erfahrbar zu machen, auch auf die Gefahr hin, dass jemand Anstoß daran nimmt? Für wie leidensfähig halten wir uns selbst? Und schöpfen wir daraus vielleicht sogar noch so eine Art Selbstbestätigung, frei nach dem Motto, was für ein guter Mensch ich doch bin? Leid müsste oftmals nicht von so langer Dauer oder Intensität sein, würden wir uns unserer eigenen Beteiligung und Verantwortung am Gesamtgeschehen bewusst werden. Leid ist leider ganz oft auch hausgemacht....


Hier weiter lesen: Wer hat Schuld, wenn ich leide?

3 Kommentare

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[ Wie mit uns umgegangen wird, ob uns weh getan werden kann oder nicht, das liegt zu einem sehr großen Prozentsatz in unseren eigenen Händen. ] <------ Dieser Satz kann erst richtig sein, wenn dazu viele Kriterien erfüllt wurden. Denn es ist ein sehr langer Prozeß bevor man Selbst erst wieder in der Lage ist, es auch zu erfüllen.
Selbst eine Therapie kann diesen Ansatz kaum gerecht werden.
Solange der Mensch nicht in Akzeptanz zu sich selbst treten kann.
Nach außen herum funktioniert es hervorragend, aber nach innen wird genau das Gegenteil stattfinden. Das liegt am angeborenen Selbstschutz- Mechanismus des Menschen. Wer läßt es zu, das ein anderer es durchbrechen kann? Zumal er stark depressiv ist und sehr lange unerkannt blieb? Er hat doch damit einen Sicherheits.- Schutzraum für sich selbst aufgebaut. Denn wird er niemals so einfach verlassen.
Diesen Schutzraum aufzubauen und zu halten, kostet auch eine Menge Kraft, finde ich und trennt mich von der Welt und dem Leben. Ich werde weniger verletzt, wenn ich mich zeige. Das ist meine Erfahrung. Mein Leid ist umso stärker, je höher die Schutzmauer war, die durchbrochen wurde...
Was ein Drama sowie Teufelskreis zugleich darstellt.
Die dunkle Welt will aufrechterhalten bleiben, daher wird verteidigt. Es wird als Sicherheit und Gewohntheit wahrgenommen. Je länger diese Gewohnheit sich verselbstständigt, desto mehr wird sich automatisch die Sicherheit festigen und alles andere abwehren. Der Mensch weiß nichts von seiner Krankheit, er ist seinem Verhalten gegenüber wehrlos und wird davon überrannt.
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