Das Moor hat seine Schuldigkeit getan

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Moorbahn
MoorbahnFoto-Quelle: eigenes

Mehr als die Hälfte der deutschen Moore liegen in Niedersachsen und dort vorwiegend im Norden. Seit der letzten Eiszeit sind in 11.000 Jahren Feuchtgebiete entstanden, in denen das Wasser so sauer ist, dass nur spezielle Pflanzen dort wachsen können. Was tot ist, wird konserviert, pro Jahr entsteht eine Schicht von 1 mm Dicke.

Die Menschen nennen es Torf. In mühsamer Handarbeit haben sie Torf gestochen, hauptsächlich als Heizmaterial. Heute wird Torf mit Maschinen gewonnen und für den Gartenbau verwendet. Und die letzten Torfgebiete werden renaturiert: Das Moor soll die menschlichen Eingriffe überleben.

Östlich von Vechta liegt das Goldenstedter Moor. Seit 1984 sorgen Schutzmaßnahmen dafür, dass Gebiete wieder vernässt werden und sich die typische Pflanzenwelt wieder einstellt. Mit Buchweizenpfannkuchen gestärkt kann man sich auf Bohlenwegen und entlang der Moorbahn auf den Weg machen.

Auf den Schmalspurschienen wird immer noch Torf abtransportiert, aber es gibt auch Wägelchen für die Touristen, denen in eineinhalb Stunden von einem ortskundigen Führer Wissenswertes über dieses Moor erzählt wird.

O schaurig ist's, übers Moor zu gehn...
Diese Ballade von Annette von Droste-Hülshoff traf am 02.05.2015 um die Mittagszeit in der vollen Sonne absolut nicht zu. Es gab zwar ein paar Mückenschwärme, aber zu unserer Erleichterung waren diese Geflügelten nicht am Beißen und Stechen interessiert.

Mit CopyLeft by Kistenkater

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