Patenschaft für ein kleines Dorf

Patenschaft für ein kleines Dorf
Patenschaft für ein kleines Dorf

Anfang 2000 habe ich eine Kinderpatenschaft in Indien übernommen. Neben der finanziellen Unterstützung entwickelte sich ein intensiver Briefkontakt. Es entstand der Wunsch, Anita einmal persönlich kennen zu lernen. 2010 war es dann soweit. Eine Tagesreise von ihrem Heimatdorf entfernt konnte ich mein Patenkind und ihre Familie endlich treffen.

Die persönliche Einladung des Dorfältesten von Gudanggorjang ermöglichte meinem Ehemann und mir dann 2013 auch die Einreise in das Stammesgebiet der Saoras im Süden von Odisha. Die Bewohner sind sämtlich Adivasi, also Ureinwohner von Indien. Bisher hatte
sich noch kein Fremder in das kleine abgelegene Dorf im steinigen Hügelland der East Ghats verirrt. Wir waren die ersten Besucher in dem schwer zugänglichen Gebiet.

Über einen Verbindungsmann in Berhampur haben wir erfahren, dass die Frauen des Dorfes täglich ihr Wasser von einem weit entfernten Wasserfall holen. Nach Rücksprache mit den Bewohnern haben wir uns entschlossen einen Brunnen in Gudanggorjang zu finanzieren, den die Männer des Dorfes gebaut haben. Als Gastgeschenk haben wir bei unserem ersten Besuch eine elektrische Wasserpumpe mitgebracht, die von Freunden und Bekannten von uns finanziert wurde.

Wir haben gesehen, dass die Bewohner ihre Notdurft im Wald oder im Feld verrichten. Deshalb haben wir uns sofort entschlossen, dass jede Familie ein eigenes Toilettenhäuschen bekommen soll. Bei der Finanzierung hat uns BILD hilft „ein Herz für Kinder“ großzügig unterstützt.

Die Bewohner haben eine lange Treppe in den steilen Hang gebaut und einen Dorfplatz angelegt.

Nach dem schweren Monsun 2013 konnten schnell und unbürokratisch die Schäden behoben und neue Bäume gepflanzt werden.

Alle Kinder des Dorfes besuchen eine von christlichen Organisationen geführte private Schule, weil sie als Adivasi in staatlichen Schulen nicht erwünscht sind. Die Finanzierung wird von uns organisiert.

Jedes Kind besitzt zwischenzeitlich einen eigenen Essteller und einen Trinkbecher und alle Haushalte eine Solarlampe. Der Müll in Gudanggorjang wird sorgfältig getrennt und Metall, Glas und Plastik einmal im Jahr verkauft. So brauchen sich die Kinder kein Zubrot auf einer Müllhalde verdienen.

Anfang des Jahres haben wir nun den Grundstein für einen Kindergarten gesetzt. Vor dem nächsten Monsun sollen die 25 Kleinkinder ein sicheres Dach über dem Kopf haben.

Für die Zukunft ist geplant, dass jede Familie eine eigene rauchfreie Küche mit Kamin bekommt, damit die stark verbreiteten Lungenkrankheiten zurückgehen.

Gudanggorjang ist mein Baby. Für die Bewohner von Gudanggorjang kann ich mit den Spenden meiner Freunde und Bekannten auch in Zukunft Hilfe leisten.


Der Grund meines Beitritts in dieses Netzwerk ist:

Die Nachbardörfer von Gudanggorjang hätten auch gerne einen eigenen Brunnen und vielleicht Toiletten. Das kann ich aber nicht finanzieren. Deshalb suche ich auf diesem
Weg Familien, Schulen, Vereine oder Firmen, die eventuell genau wie ich die Betreuung und Unterstützung eines Dorfes selbständig übernehmen.

Bei ernst gemeintem Interesse setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Unter: Gudanggorjang können Sie sich informieren, wo mein Dorf genau liegt, dort gibt es auch Fotos.

Ich habe keinen Verein gegründet, weil es schon so viele Vereine gibt. Ich mache alles
ausschließlich privat. Das ist kostengünstiger und unbürokratisch.

Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, den Beitrag bis zum Schluss zu lesen.

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