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Rollstuhl und Partnerschaft

Gibt es heute noch den Partner, der bereit ist seinen Partner/Partnerin auch im Rollstuhl auszuhalten ? Zu verstehen ? Zu helfen ? Wissen, wie der andere sich gerade fühlen mag. Auch die einsamen Stunden, da wo das Gedankenkarussel einsetzt, zu teilen ? Sind Männer dazu bereit, dies auszuhalten und eine Partnerschaft einzugehen. Gilt natürlich auch umgekehrt. Ich selbst gehöre zu dem Part, das ich im Aussenbereich einen Rollstuhl benötige, kann zwar noch einige Schritte gehen, doch dann muss ich auf diesen Rolli zurückgreifen. Habe festgestellt, sobald das Thema Rollstuhl kommt oder Handycap, wird sich zurückgezogen und das erste ist es, was gefragt wird, wie meinst du das denn mit einem Handycap. Ich bin so offen und frei und verheimliche es nicht, doch ein Partner findet sich damit nicht bislang. Ich werfe diese Frage mal einfach so in den Raum und es würden mich die Erfahrungen interessieren, die vielleicht auch andere gemacht haben in diesem Themenbereich.

2 Kommentare

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Liebe Kim, darf ich Dir auch meine Gedanken mitteilen, ohne diesbezügliche Erfahrungen gemacht zu haben?

Das ist ein ganz schwierige(s) Frage bzw. sensibles Thema. Ich wage mich mal daran, mal sehen, welche ungeschminkten Gedanken hochkommen. Ich decke es auch nicht ungefiltert mit dem Wort LIEBE zu.

1. Meines Erachtens kommt es darauf an, wie man sich kennenlernt. Treffen in diesem Fall zwei Herzen bzw. Seelen aufeinander, spielt das nur bedingt eine Rolle. Was ich damit sagen will ist, wenn Du bei einer Begegnung, Mensch auf Mensch triffst, wie z.B. im Verein, Beruf, Urlaub oder wie auch immer, wo das [k]Kennenlernen für eine Partnerschaft[/k] keine Rolle spielt, kann die Liebe unbemerkt einkehren, die Behinderung spielt dann eine untergeordnete Rolle.

2. Es gibt einige Menschen, die einen Partner mit Behinderung gefunden haben, denen es absolut nichts ausmacht. Sie sehen den Menschen so, wie sie sich auch [f]ohne[/f] Behinderung in ihn verliebt hätten, weil es menschlich und das Aussehen ihr Typ ist. Natürlich spielt hier auch die Art der Begegnung eine Rolle.

3. Das ist die schwierigste Beschreibung...
Wenn Fall 1 + 2 nicht infrage kommen, bleibt das übrig, was Dir eigentlich am Herzen liegt, und was Du meinst.

Ein Mann, der eine Frau (auch umgekehrt) in einem Rollstuhl wählt, muss natürlich auch an sein Lebenskonzept denken, welche Träume er hat, was er erreichen möchte. Auch das ist legitim, an sein eingeschränktes Leben zu denken.

Und wenn Dich jemand nicht real kennt, wird er natürlich sich von Anfang an zurückziehen, damit er evtl. sein Herz nicht verliert und all das nicht wahrnehmen will, was ich vorstehend geschrieben habe.

Das sind meine Gedanken dazu, es gibt natürlich noch Zig andere Varianten bzw. Gründe.
Ich wünsche Dir einen Seelenpartner, Kim, mit dem Du glücklich wirst. Vielleicht ist im Moment noch nicht die Zeit für Dich oder für ihn. Aber es gibt ihn bestimmt und irgendwann wird er auf Dich zukommen.

Ich glaube daran, dass Menschen zusammengeführt werden, die füreinander bestimmt sind. Das kann für eine lange sowie für eine kurze Zeit sein.

Aber dieses Suchen nach einem Partner haben auch die, die nicht behindert sind.
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