Himmelfahrt - als Feiertag abschaffen?

Himmelfahrt - als Feiertag abschaffen?
Himmelfahrt - als Feiertag abschaffen?

Himmelfahrt – ob das als Feiertag noch sinnvoll ist?

Hat unsere Gesellschaft nicht längst den Vatertag draus gemacht, bzw. den Herrentag, wie er in manchen Bundesländern auch genannt wird. Himmelfahrt, das ist ein willkommener Tag für jene, die einmal guten Gewissens als Männertruppe „ordentlich“ über den Durst trinken wollen. Einmal die Sau rauslassen, ohne erst an den Ballermann zu reisen. Aber auch jene, die mit einem einzigen Urlaubstag gleich vier Tage am Stück frei haben möchten, auch sie begrüßen solche Feiertage. Also sind viele keinesfalls für die Abschaffung.

So widersprüchlich das Verhalten und Denken der Menschen ist...

...so sehr sind doch die meisten dafür, diese Inkonsequenz stehen zu lassen. Sei es aus Scheu vor Veränderungen, Verlust einer Vergünstigung o.a. Kaum einer glaubt an die wahre Himmelfahrt Jesu, so wenig wie viele so genannte Wunder akzeptieren. Oder haben die verfilmten Science Fiction-Filme hier Glaubensunterstützung geleistet? Soll man sich Himmelfahrt vorstellen als würde ein Mr. Jesus weggebeamt oder eine Wolke ein Fahrstuhl sein? Weder das eine noch das andere erwähnt die Bibel, sondern dass eine Wolke Jesus umhüllte und er danach nicht mehr von seinen Freunden, die dabei standen, gesehen wurde, auch nicht als die Wolke verschwand. Wer den biblischen Bericht genau liest, stellt fest, dass manche Vorstellungen den Kern märchenhaft erweitert haben und das eigentliche Geschehen vielleicht viel realer ist als viele annehmen. War Jesus ein Aufsteiger oder ein Aussteiger?

Es bleibt für uns Menschen natürlich immer ein Problem...

...zu glauben, was wir nicht erklären können – wie jedes Wunder. Es bleibt auch ein Problem für unseren Verstand zu akzeptieren, dass es eine Welt gibt, die mit unseren jetzigen Sinneswahrnehmungen nicht erfasst wird. So wenig wie es den unzweideutigen Gottesbeweis gibt – aber Hinweise –, so wenig auch den Beweis für das Phänomen der Himmelfahrt Jesu. Es steht allerdings im Zusammenhang und ist ein Wegbereiter mit und für Pfingsten und damit für die christliche Kirche und ihre Existenz. Und die können wir keineswegs leugnen. Und damit ist ja nicht das Gebäude gemeint.

Das Phänomen christlicher Glaube ist nicht zu leugnen...

...auch nicht, dass Menschen eine religiöse Neigung haben und eine Sehnsucht nach einem Gegenüber, das sie versteht, das sie liebt und regelt, was wir Menschen nicht schaffen.
Vielleicht wird man äußerlich einen Feiertag abschaffen können wie die Mauern einer Kirche. Vielleicht wird der alles überdeckende Kommerz zu Weihnachten und Ostern seinen Teil dazu beitragen, an dem Anlass christlicher Feste zu zweifeln. Aber wenn christlich begründete Feiertage wenigstens zum Nachdenken über den Anlass und das Warum genutzt würden, wäre etwas vom ursprünglichen Sinn möglicherweise gerettet.
Aber wer mag sich schon Zeit zur Besinnung nehmen, wenn er schon lange die vier freien Tage für einen Kurztripp fest eingeplant hat. Nur muss man sich dann den Vorwurf gefallen lassen, etwas in Anspruch zu nehmen, wozu wir dann eigentlich keine Berechtigung mehr hätten.
Ob Himmelfahrt als Feiertag wirklich abgeschafft werden sollte?

Zum weiteren Nachdenken über Himmelfahrt:
Jesus – Aussteiger oder Aufsteiger?
Heimspiel für Jesus
Jesus steht auf Vatertag

18 Kommentare

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Wenn die Überlegung , Christi Himmelfahrt abzuschaffen bloß weil ein Großteil der Männer durch ihr Verhalten diesen " Feiertag " entehren würde bedeuten, Weihnachten und Ostern als umsatzstärkste Verkaufstage des deutschen Einzelhandels als erstes auf den Prüfstand zu bringen. Denn was um alles in der Welt haben die höchsten kirchlichen Feiertage mit den Umsatzrekorden der Geschäftswelt zu tun? Im übrigen sollte jedem Bewusst sein das der intelligente Mensch durch sein gruppendynamisches Verhalten sich seine " Feiertage " selber generiert.....
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Sich über diese Frage Gedanken zu machen, ist müßig! Dann müsste man jeden kirchlichen Feiertag in Frage stellen.

Wenn man über eine Änderung der Feiertagsregelung nachdenken möchte, dann sollte man erst mal damit beginnen, eine bundeseinheitliche Regelung zu finden.
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Mir persönlich könnts eigentlich egal sein, denn ich bestimme eh selbst, wann ich arbeite und wann ich feiern will.
Dieser spezielle Feiertag bedeutet für mich die Pflege einer schönen Tradition, den wandernd in der Natur zu verbringen mit lieben Menschen. Deshalb wär ich für Beibehaltung des Feiertags, damit möglichst viele da Zeit haben.
Es geht auch im kleinen Kreis und ganz speziell ist aus diesem Anlass ein Ausflug Vater+Sohn, was ich auch schon praktizierte ...
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Ich nutze die Tage für eine sehr geile Konferenz meiner Gemeinde, hier ein kurzer Trailer: https://video.xx.fbcdn.net/hvideo-xf...oe=55533AD2
Gibt noch Karten: http://www.icf15.com/2015/de/
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"Hat unsere Gesellschaft nicht längst den Vatertag draus gemacht, bzw. den Herrentag, wie er in manchen Bundesländern auch genannt wird."

Das ist doch nicht weiter schlimm. Hier ist es schön beschrieben das Himmelfahrt schon immer ein Tag spezieller Volksbräuche war.

http://ekd.de/glauben/feste/himmelfa...aeuche.html
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So gesehen, könntest du alle kirchlichen Feiertage abschaffen.
Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann, Weihnachten wird auch längst als Konsumrausch missbraucht.

Oder sollten wir den Muttertag abschaffen?
Die moderne Frau macht Karriere, ggf. als Quotenfrau.
Sie hat einen modernen Mann, der sich wegen der Gleichberechtigung um Kinder und Haushalt kümmert.
Wofür war noch mal der Muttertag?
für Kommerz?? wie Nikolaus, Valentinstag, Ostern, Weihnachten, Vatertag.....
Missbrauch kann enorm viel verdecken und den heutigen Wert hinterfragen. Aber er kann nicht den ursprünglichen guten Sinn einer Sache verändern.
wo kommen eigentlich all die Missionare her?? Jeder logisch denkende Mensch weiss Kommerz gut einzuschätzen, ob ursprünglich oder neumodisch verbleibt mir einzuschätzen. Ich muss nicht allen Dummfug mitmachen
Ostern, Kreuzigung etc. ursprünglich Kommerz?
Korrekt, Benno.
Das eine ist der gesellschaftliche Anlass, der vordergründig ist. Die andere Seite ist die Frage, was die Bedeutung des Todes sein kann?
Das eine ist eine Verordnung eines Feiertags, gesetzlich und politisch verankert. Die andere Seite ist die Frage, welchen Sinn es macht.
Da aber Jesus nicht irgendwer war, hat seine Tod eine andere Bedeutung als der von anderen Menschen. Das darf man nicht übersehen.
Aber das wäre jetzt hier eine laaaaange Geschichte.
Wenn ein Gott Jesus geschickt hätte, müsste er spätestens heute einsehen, dass seine Taktik nicht aufgegangen ist. Die Menschen sind nicht durch Jesus humaner geworden, sondern durch die Auklärung. Die Nachfolger von Jesus hatten Hexen und Andersgläubige gefoltert und gekillt. Das würden die auch heute noch tun, wenn nicht Gesetze Einhalt gebieten würden.

Wäre Gott wirklich existent, allmächtig und allwissend, so wäre es eine Frechheit von uns, ihm die Jesus-Geschichte als bewusst geplante Strategie anzudichten!

Er "opferte" seinen Sohn? Wieso, der ist doch unsterblich!
Er vergab uns die Erbsünde durch Jesus Tod? Wieso hat er es nicht einfach so getan, hätte er doch gekonnt!

Ist es nicht herrlich, wenn man einfach mal mit Logik an diese Story herangeht und erkennt, auf welchem Quatsch Weltreligionen beruhen und welcher Unsinn sogar Universitäten beschäftigen kann?

Ist das Leben nicht einfach schön, trotz oder gerade wegen der Dummheit der Menschen?
Es ist schon erstaunlich, dass da mal eben der eine oder andere SB-Kommentator den ganzen "Quatsch", mit dem sich ganze Fakultäten befassen, ad aburdum führt.
Warum hat man diese "schlauen" Menschen nicht eigentlich längst zum Dekan oder besser noch zum Kultus- oder Wissenschaftsminister gemacht?

Aber es scheint ja einigen "Schlauen" nicht mal möglich, zwischen Untaten, die fälschlicherweise im Namen des Christentums, bzw. von einigen schwarzen Schafen geschahen, von dem, was alles an Gutem herausgekommen ist und nie ohne christliche Grundwerte gäbe, zu unterscheiden.
Stattdessen werden die vielen schwarzen Schafe, die ohne christliche Werte leben und handeln, humanistisch oder auch nicht, und ein Verbrechen nach dem anderen durch Egoismus u.a. destruktive Einstellungen verurschen, einfach verschwiegen.

Eine solche Art, schwarz-weiß zu malen ist alles andere als eine Basis für einen fairen und sinnvollen Austausch.
Was wären denn "christliche" Grundwerte, die es ohne den Glauben nicht gegeben hätte?
(Verbrechen aus Glaubensgründen kann ich viele aufzählen)
Du meinst also, weil so viele dran glauben muss was dran sein. Und weil viele so denken wie Du, wird diese Geschichte auch nicht so schnell überwunden!

Aber wir sind auf einem guten Weg, ich kenne kaum noch Leute, die wirklich an den Quatsch glauben. Das macht Euch natürlich zu etwas Besonderem, wenn Ihr das trotzdem tut. Ob Ihr damit aber der Wahrheit auf der Spur seid, das wage ich halt zu bezweifeln!
Vielleicht sollte man sich mal Gedanken darüber machen, ob diese sogenannten "christlichen Grundwerte" tatsächlich für sich in Anspruch nehmen können, solche zu sein.

Ein Blick über den Tellerrand lässt erkennen, dass es gleiche oder sogar noch darüber hinausgehende Wertvorstellungen auch in anderen Religionen und in atheistischen Weltanschauungen gibt.
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