Entlastung für pflegende Angehörige: Anspruch auf zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel

Versorgungsstelle Pflegehilfsmittel GmbH

Vielen pflegenden Angehörigen ist nicht bekannt, dass die Pflegekassen sich an den Kosten für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch mit bis zu 40.- Euro monatlich beteiligen. Spezielle Lieferdienste machen es den Anspruchsberechtigeten seit einiger zeit deutlich einfacher, die zuzahlungsfreien Produkte zu beziehen.

Wer zu Hause Angehörige pflegt, hat es nicht leicht, Hygiene und Komfort wie in einem professionellen Pflegeheim sicherzustellen. Viele Pflegende kaufen sich die notwendige Ausstattung auf private Rechnung oder verzichten aus Kostengründen ganz darauf. Dabei zahlt die Pflegeversicherung seit dem 01.01.2015 bis zu 40.- Euro monatlich (vorher 31.- Euro) für Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und weitere zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.

Neue Anbieter erleichtern die Nutzung
Verbrauchs-Pflegehilfsmittel erhält man zum Beispiel im Sanitätshaus oder in der Apotheke. Jedoch muss man die Quittungen bei der Kasse einreichen und die Kostenübernahme zuvor beantragen. Einfacher geht es über spezielle Lieferdienste: Anbieter wie die Versorgungsstelle Pflegehilfsmittel mit ihrem Service „Einfacher pflegen“ (www.einfacher-pflegen.de) schicken monatlich ein kostenloses Paket mit den benötigten Produkten direkt nund versandkostenfrei nach Hause. Außerdem übernehmen sie die Beantragung und die Abrechnung mit der Kasse. „Wir sorgen dafür, dass pflegende Angehörige verlässlich und ohne Aufwand mit den Hilfsmitteln versorgt werden, die sie in ihrer konkreten Pflegesituation dringend brauchen“, erläutert Dr. Dominik Austermann, Geschäftsführer der Versorgungsstelle Pflegehilfsmittel.

Kaum jemand kennt seinen Anspruch
Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass nur rund 20-30 Prozent der Berechtigten die monatlichen 40 Euro in Anspruch nehmen – viele Berechtigte scheinen gar nichts von ihrem Anspruch zu wissen. Voraussetzung ist eine Pflegestufe oder eine so genannte Eingeschränkte Alltagskompetenz (pflegestufe 0). Darüber hinaus muss eine private Person an der Pflege beteiligt sein – zum Beispiel ein Angehöriger oder eine 24h-Pflegekraft. Dies ist in der Regel dann gegeben, wenn Pflegegeld bezogen wird.

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