Alles wird gut...Teil 2

Zwischen meinen Haaren hindurch sah ich wie sie grinsend auf mich zu schlenderten , erschöpft vom Laufen und vor Schiss raste mein Herz. Mein Atem ging kurz und schnell, panisch suchte ich nach einer Lösung, ich sprang wie ein Torwart auf der Linie hin und her um vielleicht ein Schlupfloch zu finden ........zu spät . Der Erste war da und drosch auf mich ein, dann der Zweite. Der Dritte stand schmiere. An Hilfe dachte ich nicht mehr, bis auf einmal die Schläge nachließen, der Typ der schmiere stand rief zu jemandem der am Eingang der Sackgasse lässig an der Wand lehnte was zu ......und die Antwort der Person von der ich jetzt die Umrisse sah kam mir auf einmal so vertraut vor . HEY IHR DREI HAMPELMÄNNER! WAS LÄUFT DENN HIER FÜR NE KISTE?

Die Zwei die mich in die Mangel genommen hatten wendeten sich von mir ab und gingen in Richtung Ausgang auf den Kerl zu der sie Hampelmänner genannt hatte. Der kräftigste Hampelmann stand wenige Augenblicke später vor .......jetzt erkannte ich ihn, er stand vor DV. Das Einzige was ich aus meiner liegenden Position erspähen konnte, war das DV in Bereitschaft ging. Ein Wortgefecht das zunehmend lauter wurde weckte in mir die Hoffnung das DV nicht zu den Stunk-Jungs gehörte und ich im günstigsten Fall meinen Hendrix-Sticker anstatt mein ( so dachte ich damals ) Leben verlor. Da machte es auch schon – BATSCH – und DV stand über meinem kürzlichen Peiniger, die anderen beiden hielten sich zurück und hoben abwehrend die Hände. DV sprach jetzt zu ihnen und ich verstand nur...........nicht mehr hier blicken!

Wie geprügelte Hunde schlichen sie davon und DV kam lachend auf mich zu, jetzt knüppelt ER mich weiter, ging es mir durch den Kopf. DV ging neben mir in die Hocke und fragte mich, macht dir das Spaß? Ich antwortete unter Schmerzen, was? Er schmunzelte und meinte, kloppe zu bekommen. Ich hatte mal eben Langeweile, gab ich zurück. Okay du Furz, dann mal hoch mit dir und lass uns hier verschwinden.

DV half mir auf die Beine, noch ziemlich weich in den Knien verließ ich mit ihm den Ort meines Martyriums.

Ich schleppte mich hinter DV in den nahe gelegenen Park, wie ließen uns auf den Rasen fallen und lagen eine Ewigkeit nur auf dem Rücken und starrten in den Himmel.
Wo warst du? Fragte ich dann, während ich mich nach rechts drehte, auf meinen Ellenbogen stützte und meinen Kopf in die offene Hand legte.
DV drehte den Kopf zu mir, bei meinem Onkel, ……warum? Bohrte ich weiter.

Boah.....ich habe dir gerade einen Krankenhausaufenthalt erspart und du quälst mich hier mit deinen Fragen! Ich hatte einfach kein Bock mehr, jeder und alles ging mir auf den Geist und außerdem...........wusste ich nicht wie ich dir sagen sollte das ich schon jemanden für den Abschlussball habe, dabei schmunzelte er mich an, dann ließen wir uns laut lachend nach hinten fallen.

Nachdem ich DV gelöchert hatte gingen wir zum kleinen Kiosk ein paar Straßen weiter, kauften uns ne Cola und quatschten beim gehen über Musik. DV hatte genau wie ich AFN auf seinem Radio eingestellt, so stritten wir schon bald, wer denn wohl der bessere Gitarrist wäre. Ich favorisierte unter anderem Jimmy Page aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Studiogitarrist ( Jimmy Page war in der Zeit von 1963 – 1966 an bis zu 90% aller in England veröffentlichten Platten beteiligt ) . Das Debütalbum # LED ZEPPELIN # erschien am 21 Januar 1969 in Amerika. DV dagegen Ritchie Blackmore und führte als Argumente seinen klassischen Gitarrenunterricht und Spielwitz an. Wir kamen zum Schluss, dass beide nicht miteinander zu vergleichen sind. Bei Jimmi Hendrix waren wir uns einig, er rockte am geilsten.


Zu DV und mir stießen mit der Zeit noch 2 Typen hinzu ( die zuerst den Musiktest bestehen mussten ) und es gäbe noch jede Menge zu erzählen. Kurioses , wie wir nach einem Discobesuch per Anhalter fuhren und von 2 gesuchten Kriminellen mitgenommen wurden. Heftiges, wie DV sich den rechten Fuß brach und mir damit wirklich das Leben rettete. Zum Wegschreien komisches, wie einer aus unserer Clique bei der Flucht ( nicht aus dem Gefängnis ) über einen Eisenzaun mit seinen Genitalien fest hing ( er rutschte ab und die Spitzen stachen durch die Hose in sein Gemächt ) und wir alle um den armen Teufel herumstanden und das Innenleben seines Hoden bestaunten. Schicksalhaftes, wie ich mich anstatt mit der Truppe zu treffen meinen Lieblingsplatz aufsuchte und dort auf ein schüchternes Mädchen traf, mit dem ich dann später über die Hälfte meines Lebens teilte . ......und.. und ...und .

Nachtrag : Lehrerin R. verhalf mir im Alleingang und gegen alle Widerstände zum Abschluss und die unvergleichliche Anne blieb unerreichbar.


© Uwe T. Huppert

2 Kommentare

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... das schreiben hat dir bestimmt ´ne menge spaß gemacht!
Ehrlich? Ich habe geweint...man kann sich nicht vorstellen wie wehmütig man wird, gräbt man alte Erinnerungen aus
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