Bildung mit Herz, Hand und Verstand - der DEF-Stand auf dem Kirchentag

Team am Stand
Team am StandFoto-Quelle: DEF
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Der Wahlspruch unseres Verbandes ist "Verantwortung übernehmen für sich und andere". Seit über hundert Jahren schon arbeiten Frauen im Evangelischen Frauenbund in dieser Weise an einem guten Zusammenleben und Miteinander, angefangen im eigenen Lebenskreis und der Familie, dem Ortsverband oder DEF-Anschlussverein, dann weiter hinein in die Gesellschaft und sogar international, je nachdem, wie weit die Kontakte reichen und tragen.

Bildung ist der Schlüssel von allem


Zur Erfüllung all dieser Aufgaben ist die Bildung von größter Wichtigkeit, denn sie ermöglicht es den Frauen wie allen Menschen, ihre Verhältnisse zu verstehen und zu überdenken, wo es geht zu verbessern. Nicht nur hier, sondern weltweit. Bildung ist, so ist es oft zu hören, der Schlüssel von allem.

In diesem Jahr 2015, in dem die Weltnachhaltigkeitsziele ausgehandelt werden, ist dabei vor allem an die Bildung von Frauen und Mädchen zu denken, die sie befähigt, mit einer guten Ausbildung aus der Armut zu kommen und wirtschaftlich unabhängig zu werden. Auch dies gilt wiederum weltweit.

Bildung wird auch in unserem Verband groß geschrieben, da sie ja so besonders wichtig für die Selbstständigkeit und Handlungsbefähigung ist. Bildung bedeutet zum Beispiel, nicht hinten gelassen zu werden, sondern aktiv Anteil nehmen zu können. Das gilt für die Gremien- oder auch Sozialarbeit, die viele bei uns Tätige in vielfältigen Zusammenhängen leisten. Die Analyse: Was wird denn gebraucht, ist notwendig? Oder: Wo werde ich gebraucht?, führt dann zum aktiven Handeln.
Das gilt auch für die Frau als Mediennutzerin - Beherrschung der Technik, der Neuen Medien, ein Dabeisein oder auch kritisches Begleiten von Programmen oder Erscheinungen der Digitalisierung -, das umreißt dieses Arbeitsfeld. Verbraucherschutz und Gesellschaftspolitik sind weitere große Themenfelder. Frauen und ihr Leben sowie gesellschaftlich relevante Fragen werden in einer Vielzahl von Vorträgen und Seminaren aufgegriffen, die der DEF oder seine Töchter AEH und EAM anbieten, oft auch in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden.

Ist Bildung bei uns zu verkopft?


Aber wird Bildung nicht häufig zu verkopft gedacht und betrieben? Stimmt da die Balance, auch in unserem Verband? Gehört nicht auch ein deutliches praktisches Element dazu, das Tätigwerden?
Und was ist eigentlich mit der altmodisch klingenden, aber bitter nötigen Herzensbildung?

Diesen Dreiklang hat der DEF thematisiert und ins Zentrum seines Infostandes auf dem Kirchentag in Stuttgart gestellt. Gleichzeitig wurde dadurch das Kirchentagsmotto "Damit wir klug werden" aufgegriffen und konstruktiv anverwandelt. Benachbart anderen kirchlichen Frauenverbänden und Gott sei Dank gleich in der Nähe des Eingangs von Zelt 5 auf dem Markt der Möglichkeiten, haben die DEF-Kolleginnen der großen Wärme standgehalten und mit mehreren hundert Besucherinnen und Besuchern das Gespräch über das Zentralthema Bildung geführt.

Aber so ganz einfach ist es ja nicht, auf das Thema Bildung zu sprechen zu kommen. Anderes, sehr Vieles, scheint zunächst wichtiger. Bildung ist mehr im Hintergrund, eine Basis, Gedanken dazu brauchen ein bisschen Zeit. Wie kommt frau hier ins Gespräch?

Bildung mit Herz ist Trumpf


Am DEF-Stand wurde dies mit bunten Bällen bewerkstelligt, die als Stimmen bei einer Umfrage zählten. Die Frage ans interessierte Publikum: Was ist für Sie an der Bildung am wichtigsten: Herz oder Hand, oder doch der Verstand? Klingt ganz einfach, ist es aber nicht. Die ebenso höflichen wie kompetenten Betreuerinnen unseres Standes haben in Teams an den drei sehr heißen Tagen im Zelt auf dem Markt der Möglichkeiten eine Vielzahl von Gesprächen geführt, mit Menschen aller Altersgruppen. Auch Jugendliche haben nicht nur einfach so ihr buntes Kügelchen in den dafür vorgesehenen Zylinder geworfen, alle haben sich etwas dabei gedacht. Und das Endergebnis nach den drei Tagen lautet: Der klare Sieger ist Bildung mit Herz, das fanden 712 Personen das Wichtigste überhaupt. Am Zweitwichtigsten ist die Praxisorientierung und das Zupacken im Engagement mit 586 Stimmen. Aber auch die Ratio, der Verstand darf nicht fehlen, bleibt aber mit 508 Stimmen auf den dritten Rang verwiesen. Der DEF hat also auf dem Kirchentag dem hohen Stellenwert der Bildungsarbeit im Verband Rechnung getragen und auf seinem Transparent und im verteilten Infomaterial seinen Leitsatz um den zweiten Satz ergänzt: "Bildung mit Herz, Hand und Verstand".

Bilder und Zahlen finden Sie auch auf dem Kirchentagesbericht des DEF Bundesverbandes unter
http://www.def-bundesverband.de/inde...0&tx_ttnews[backPid]=55&tx_ttnews[tt_news]=436&cHash=bfccaf3e9908c10e7deb6398a722c9ae

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