Lehrstoffvermittlung im Eifler Platt

Lehrstoffvermittlung im Eifler Platt
Lehrstoffvermittlung im Eifler PlattFoto-Quelle: eigenes

Meine Lehrzeit so wars


1969 war es dann so weit.Ungefähr 2 Monate vor meinem Hauptschulabgang
wurde in der Familie beschlossen „Lehrstellensuche ist angesagt“
Nach vorherigen Diskussionen hatten man sich darauf geeinigt „Manni du wirst Installateur“.Meine Eltern waren darauf bedacht das wir Kinder 6 an der Anzahl einen Beruf erlernten.Hier gab es kein „Wenn und Aber“.Eine organisierte Lehrstellenvermittlung durch das Arbeitsamt gab es zu dieser Zeit in unserer Gegend nicht.So stiefelte ich dann mit meiner Mutter los um eine Lehrstelle zu suchen.Nach relativ kurzer Zeit wurden wir auch fündig.Es handelte sich um einen kleinen Installationsbetrieb.Meine Mutter und der junge Meister wurden sich handelseinig und so unterschrieb ich meinen Lehrvertrag.Ich war der erste Auszubildende des Betriebes.Im August 1969 trat ich dann meinen ersten Arbeitstag als „Stift“ an.Der Meister und ich harmonierten vom ersten Tag an gut mit einander so legte er in der 3½jährigen Lehrzeit den Grundstein für mein weiteres Berufsleben.
Ein Erlebnis ist mir immer in Erinnerung geblieben.Er hatte den Auftrag bekommen in einem Altbau ein Bad einzurichten.Im beisein der jungen Bauherrin wurde dann festgelegt wo Badewanne Waschbecken und WC die gebräuchlisten Einrichtungsgegenstände ihren späteren Standort hatten.Sowas ging nicht ohne Diskussionen von statten.Die Bauherrin äusserte dann noch den Wunsch ein Bidet zu installieren.Ich ahnungsloser und wissbegieriger Lehrling kannte das
Ding nicht,also wurde gefragt.Chef was ist „DAS“ denn?.An den Reaktionen von Meister und Bauherrin konnte ich sehen,das diese Frage nicht so einfach zu beantworten war.Meister „rote Ohren“ Bauherrin „rotes Gesicht“.Mein Meister gab mir dann die leise Antwort:“Manner das ist eine Müschenspritze“,geh ans Auto und hole mir meinen Notizblock.So entging er weiterem Nachfragen meinerseits.Erst auf dem Heimweg zur Werkstatt im Auto hat er mir dann erklärt was ein Bidet genau ist.Erst jetzt wurde mir so langsam klar das meine Frage in Anwesenheit der jungen
Bauherrin für Ihn eine heikle Angelegenheit war.Wir haben später oft darüber gelacht.Eins möchte ich noch erwähnen.Die Lehrzeit war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben.

PS.hier die Beschreibung in Wikipedia
Ein Bidet (französisch, [biːdeː]) ist ein niedrig angebrachtes Sitzwaschbecken. Es dient zur Reinigung der Genitalien, des Anusund der Füße. Anders als das Dusch-WC wird ein Bidet zusätzlich zur Toilette in ein Badezimmer eingebaut.

Eifler Platt
Spatz und ⇨ Sperling)= Müsch
Müsch=Vagina«

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