Stadt im Garten – Singapur - Teil 3

Insel Sentosa (Singapur)
Insel Sentosa (Singapur)Foto-Quelle: Rixa Do

Unendliche viele Facetten von Dschungel, Parks aller Arten, grundverschiedenen Inseln um die Insel herum bis hin zur futuristisch wirkenden Neueröffnung eines Parks der anderen Art, Singapur ist ein Eldorado für Naturliebhaber. Freilaufende Wildtiere sind nicht zu befürchten, Forscher können sich hier an Vogelreichtum erfreuen, der rekordverdächtig zu sein scheint, darunter einige Spezies, die anderswo schon längst ausgestorben sind.

Als Sir Stamford Raffles 1819 die Insel, an strategisch wichtiger Stelle, entdeckte, östlich von Sumatra gelegen, fand er außer eine paar kleinen Fischerdörfern nur wuchernden Dschungel vor, malariaverseuchte Sümpfe, nicht mehr als 150 Einwohner malaiischen Ursprungs. Eine beispielloser Aufstieg, die Erfolgsgeschichte mündet in die Neuzeit, wo 5.4 Millionen Menschen sich den Platz auf der dicht besiedelten Insel teilen müssen, die längst zu den wohlhabendsten Staaten auf der Erde gehört. Von Problemen bleibt auch sie nicht verschont, mit durchaus ungewisser Zukunft…

Wer sich nur kurz zur – sehr jungen – Marina Bay begibt, spektakuläre Bauwerke bewundert, dem entgehen die großartigen Naturerlebnisse Singapurs komplett. Und nur von ihnen soll heute – in einiger Ausführlichkeit die Rede sein.

Im Herzen der Insel befindet sich bis zum heutigen Tag ein riesiges Stück Primärregenwald, Bukit Timah und McRitchie Nature Reservoir, mit reicher Artenvielfalt. Man erreicht die diversen Zugänge zwar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, danach verschwindet die Zivilisation umgehend fast komplett im grünen Urwaldgewucher. Ihn allein zu durchqueren dürfte kaum möglich sein. Aber wie stets im Inselstaat, finden sich Mengen von Infos im Netz, vom Visitor Center aus werden immer wieder geführte Wanderungen angeboten, man kann sich, mit ausreichend Vorbereitungen, auch selbst auf den Weg machen. Holzstege oder auch Baumwipfelpfade sollen an vielen Stellen die fragile Natur schützen. Affen sind in Rudeln beheimatet, leider wird einem die „Affenhitze“ häufig einen Strich durch die Rechnung machen. Man wird fast nie sein gewünschtes Ziel auf Anhieb erreichen, selbst mit lebensnotwenigen Wasservorräten und passender Ausrüstung im Gepäck.
Wem das Glück hold ist, erwischt eine Tour mit Robert Heigermoser. Mit Sicherheit einer der profundesten Kenner von Flora und Fauna im Stadtstaat, der seit zwei Jahrzehnten vor Ort lebt und regelmäßig auch für den „German Club“ hochinteressante Exkursionen zu vielerlei Zielen anbietet.

http://www.ulusingapore.com/deich.htm

Fort Canning Park gehört zu den ältesten Gärten der Insel, 1822 als Botanischer Garten angelegt, hier befand sich die erste Residenz Sir Raffles, hoch über der Stadt. Absolut zentral gelegen, es handelt sich hier um einen Hügel mit Vorsatz. Auf Wegen, von allen Himmelsrichtungen aus , erreicht man ihn fast atemlos, unter uralten, seltenen Bäumen wandelnd. Die klimatischen Sonderbedingungen fordern noch heute Tribut. An historischen Mauerresten läßt sich ablesen, wer im frühen 19. Jahrhundert, nicht selten in jungen Jahren, Opfer von Malaria und anderem Tropenunbill wurde. Auf dem weitläufigen Gelände finden heute in Abständen Open Air Konzerte statt. Hier sei gleich einmal die fantastische Parkverwaltung Singapurs gewürdigt, auf deren Website alles zu finden ist, was nur im Entferntesten mit Park, Grünflächen, Pflanzen und vielem mehr in Zusammenhang steht. Besondere Bäume und anderes sind speziell katalogisiert und genau verortet.

https://www.nparks.gov.sg/gardens-parks-and-nature

Eine der ältesten Parkoasen der Insel, Lieblingsplatz auch aller Expats, ist der bereits 1859 gegründet Botanische Garten der Stadt. Eine weitläufige Oase der Ruhe mit unzähligen Besonderheiten. Auf 74 ha finden sich gezähmte Wildnis ebenso wie der vielbestaunte Orchideen Garten, Gewässer und nicht zuletzt, auf palmengesäumten, ausgedehntem Grün, eine offene Bühne, die an vielen Wochenenden des Jahres gratis Konzerte anbietet. Man lagert auf gepflegtem Rasen, Kind, Hund, Picknick, alles dabei! Der Botanische ist von 6 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet. Romantisch beleuchtet, wird er speziell zur Abendzeit zum ganz besonderen Erlebnis. Niemand muß um seine Sicherheit fürchten. Singapur ist auch in dieser Hinsicht Weltspitze, die Kriminalitätsrate ist verschwindend gering, wer das schiere Gegenteil in anderen asiatischen Städten hautnah miterlebt hat, weiß diese Besonderheit umso mehr zu schätzen. Sicherheitsvorkehrungen aller Art lassen einen auf der Insel nicht selten schmunzeln.

Wer sich völlig – auf Zeit - von der Zivilisation verabschieden möchte, ist im absolut naturbelassenen,


140 h umfassenden Nationalpark Sungei Buloh bestens aufgehoben. In der Mündung von drei Flüssen, abgelegen im äußersten Nordwesten der Insel, fisch- und vogelreiches Delta. Ziel von Zugvogelschwärmen, sie legen hier zu bestimmten Zeiten Zwischenstopp ein. Drei Wanderwege unterschiedlicher Länge laden ein zur Entdeckungen. Am Wochenende bietet die Parkverwaltung ebenfalls, in Abständen, geführte Touren mit einheimischen Rangern an. Noch weltabgewandter kann man nicht unterwegs sein.

Reichlich schwierig, hier Reihenfolgen zu finden… Zeitreise der anderen Art, mit Bahn und Bus zum nordöstlichen Ende der Hauptinsel, weit weg von der überaus geschäftigen Innenstadt, in Nachbarschaft zum hochfrequentierten Airport, Ziel: Changi Village. Dort warten auf den Entdeckungswilligen reichlich angejahrte Bumboats, die erst losfahren, wenn der Kahn gefüllt ist. Kurze Reise zu einer, scheinbar aus der Zeit gefallenen Insel:


Palau Ubin, in der Meerenge zwischen Singapur und Malaysia gelegen, eine andere Welt, Singapur, wie es vor Urzeiten einmal gewesen ist. Hier leben mittlerweile nur noch ca. 100 Menschen in kleinen Hütten und Häuschen. Nicht mehr als eine Handvoll Kombiwagen für die Einheimischen, zwei winzige Krämerläden und einige Fahrradverleiher am winzigen Hafen. Sonst nichts! Natur, nichts weiter als Natur. Gut gekennzeichnete Wege führen nach allerlei Richtungen. Der gelegentliche Blick nach oben stellt sich als sinnvoll heraus, himmelhohe Palmen tragen schwer an reifen Kokosnüssen, selbst Helme dürften gegen ihre Trefferwucht wenig hilfreich sein. Auch hier wieder Vogelvielfalt ohne Ende. Nashornvögel, Kakadus und unendlich viele andere Spezies lassen sich gelegentlich blicken. Makaken gibt es selbst in Singapur selbst noch in reicher Zahl. Auch auf Ubin werden gelegentlich Führungen für jene angeboten, die sich mutig den unbequemen, tropischen Klimabedingungen stellen. Mücken über Mücken, die wohnen hier ebenfalls…

Zu Singapur gehören noch einige weitere Inseln, ca. 60 an der Zahl, von denen manche, aus unterschiedlichen Gründen, nicht zu betreten sind. Palau Semakau gehört zum Unikum schlechthin, die Müllinsel, für Fachleute aus aller Welt bezüglich dieser Thematik ein begehrtes Reiseziel. Da sie jahrzehntelang für die Allgemeinheit nicht betretbar gewesen ist, konnte sich die Natur ungestört fortentwickeln. Wer das Glück hat, zu einer der seltenen Besichtigungstouren eingeladen zu werden, erlebt Mangroven in reicher Vielfalt, Flora und Fauna vom Feinsten. Mir ist es noch nicht gelungen, wäre einer der absolut seltenen Glücksfälle. Andere kleine Inseln sind mit Fähren erreichbar, die vom abgelegenen Hafen aus nur selten verkehren. Sämtlichst unbewohnt, stehen einige von ihnen, auf Anfrage, auch Campern kurzzeitig zur Verfügung. Alles Lebensnotwendige ist selbst mitzubringen…

In den letzten Jahrzehnten, bis zum heutigen Tag, sind inselweit Uferparks entstanden, oft auch zusätzlich durch Holzstege am Ufer entlang zu begehen. Nicht selten unter Hinzuziehung vor allem deutscher Landschaftsarchitekten, die Ursprüngliches begehbar machten, an Fluß- und Kanalufer Freizeitoasen schufen. (Das Thema Wasserprojekt spielt hier mit hinein). Die Liste der Möglichkeiten ist ellenlang, man wird auch nach einem Dutzend intensiver Aufenthalte auf der Insel nicht behaupten können, alles Sehenswerte in dieser Hinsicht besucht zu haben. Neues entsteht auch hier in Folge. Längst sind viele, der höchst unterschiedlichen Parks durch „Connectoren“ inselweit miteinander verbunden, z.T. durch Treetopwalks in schwindelerregender Höhe, über tropische Baumwipfel hinweg. Von einem Naturreservat ins andere gleitend. Für alles und jedes existieren Infos in beachtlicher Ausführlichkeit. Zumeist relativ menschenleer ist man dort unterwegs, einheimische „Insulaner“ sind nur selten anzutreffen.

Mount Faber gehört ebenfalls zu den historischen Plätzen in Singapur. Im Süden gelegen, auf über 100 m Höhe, genießt man von dort aus wunderbare Blicke auf die benachbarte Insel Sentosa bis hin zu entfernten indonesischen Inseln im Dunst, im Vordergrund die flinken Fähren, unterwegs zu den nahen Inseln Batam und Bintan, die durch ein engmaschiges Liniennetz mit dem Stadtstaat verbunden sind. Wer hier oben der Sonne bei Untergehen zuschauen möchte, kommt voll auf seine Kosten. Eine Seilbahn bringt den Mutigen über eine Meerenge nach Sentosa, wo von Einsamkeit nur noch „in kleinen Dosen“ die Rede sein kann. Davon später.

Singapurs Zoo wird noch immer gern auch von Experten aus aller Welt aufgesucht, gilt er doch als herausragende Besonderheit. Am Rande des natürlichen Dschungels, Rainforest, dezentral gelegen, leicht umständliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kommt der Erstbesucher nicht aus dem Staunen heraus, sollte viel Zeit im Gepäck haben. Am Eingang überreicht man ihm umfangreiches Infomaterial, somit wird der Tag im Nu strukturiert. Dieser überaus weitläufige Tierpark ist weit mehr als dieses. Die vielen unterschiedlichen Fütterungszeiten werden gleichzeitig zur speziellen Informationsvermittlung genutzt. Nicht wenige Tiere leben hier ohne Gitter. Bei der Fütterung der Affen z.B kommen die auf Zuruf von den himmelhoch aufragenden Bäumen herab und holen sich ihre Mahlzeit ab. Manchen Tierarten wird die, dadurch nicht vorhandene Langeweile mit Aufführungen versüßt. Man kann im Zoo persönliche Feiern ausrichten,


mit den Orang Utans frühstücken und vieles andere mehr. Für Speis und Trank wird an jeder Ecke gesorgt, eine Kleinbahn bringt Klimageschädigte ohne Anstrengung vorwärts. Dank seiner Weitläufigkeit tritt man sich hier nirgendwo auf die Füße. In seiner Nachbarschaft befindet sich „Night Safari“, vor allem eine touristische Angelegenheit, die ich nicht kenne. River Safari nennt sich die jüngste Neueröffnung, mit einigen Anlaufschwierigkeiten behaftet, die sich möglicherweise inzwischen gelegt haben, ein zweiter Besuch meinerseits wird es demnächst aufzeigen.

Scheinbar immer noch einzigartig: Jurong Bird Park. Der Weg dorthin führt an „sauberem“ Industriegelände vorbei, der Park selbst liegt innerhalb natürlich gewachsenem, tropischem Grüns und bietet umfangreiche Artenvielfalt. Im „Dschungeldom“ kommen die gefiederten Exoten zutraulich angeflogen, die zum Kauf angebotene Nährlösung ist für sie stets verlockend. Auch hier kann man intelligenten, gefiederten Schönheiten bei allerlei Vorführungen zusehen. Riesenaras mit beachtlichem Flügeldurchmesser im freien Flug zu beobachten, gehört u.a. zu den besonderen Erlebnissen.

Unweit davon entfernt liegt Jurong Lake, den man kinderleicht halbumrunden kann. Station der Hochbahn: Chinese Garden. Ein Kleinod chinesischer Gartenkunst. nie werde ich verstehen, hierher verirrt sich kaum jemand. Dabei bekommt man so viel Schönheit anderswo in Asien selten zu Gesicht. Von einem Taiwanesen geplant, verfügt er über eine große Anzahl traditioneller chinesischer Elemente, der angeschlossene Bonsai Garten mit beachtlichen Gewächsen samt wunderschönen Tempelbauten und Gärten komplettiert das Ganze. Auch hier kann man sich vom frühen Morgen bis Mitternacht aufhalten. Der danebenliegende Japanese Garden ist mir noch immer unbekannt.

Den Eastcoast Park hatte ich bereits in „Folge eins“ erwähnt. Südöstlich der Innenstadt gelegen, auf über 20 Uferkilometern, weitgehend touristenfrei. Er bietet alles, was Freizeit versüßen könnte. Herrlicher alter Baumbestand, schattenreiche Wege, Wiesen, hin und wieder Strand, immer mit Blick auf die Armada der auf Reede liegenden Frachter aus aller Welt, die all das nach Singapur bringen, was dort nicht vorkommt, nicht gefertigt wird, also quasi alles! Der Park ist perfekt nummeriert, mehr als zwei Dutzend Grillstationen, die man reservieren kann, sich zum fröhlichen Brutzeln und Schmausen verabreden. Kleine Zelte können kurzfristig aufgestellt werden. Für allerlei Sportarten sind Betätigungsfelder vorhanden. Überall Fahrradverleihstationen mit Vehikeln aller Größe und Art. Dort am Wochenende spazieren zu gehen macht besonderen Spaß, man sieht den Einheimischen beim fröhlichen Familienleben unter freiem Himmel zu, wird nicht selten zum Mitessen eingeladen und kann wunderbare Sonnenuntergänge beobachten. In der Ferne schweben lautlos „Silbervögel“ aus allen Teilen der Welt ein, flinke Kleinfähren ziehen vorüber. Ein friedliches Bild. Natürlich dürfen Speis und Trank in Singapur nirgendwo fehlen. Von volkstümlichen, preiswerten Foodcourts bis hin zu Spitzenrestaurants mit atemberaubendem Angebot von Schalentieren aus aller Welt, sich eher an gut gefüllte Brieftaschen wendend, ist alles vorhanden. Bestens ausgeleuchtet, ist auch diese Gegend wunderbar geeignet für nächtliche Spaziergänge.

Sentosa. Insel mit einiger Vergangenheit, in meinen ersten Jahren vor Ort noch halbvergessen (dachte ich), nettes „Naherholungsgebiet“ für die Einheimischen, wenige, feine Hotels, ein paar koloniale Gebäude, viel wuchernde Natur drumherum. Rentabel war das nicht. Sie haben´s allen gezeigt, wie man daraus im Eiltempo quasi eine Gelddruckmaschine machen kann. Plan ausgeführt, gelungen! Viele Asiaten kommen nur wegen Sentosa in den Stadtstaat. Ein Spaßzentrum ohnegleichen. In Rekordzeit wurde die bis dahin überschaubare Insel umgekrempelt. Tolle Leistung. Sympathie dafür großteils eher nicht. Aus dem Nichts heraus entstanden architektonisch fragwürdige Hotelkomplexe in reicher Anzahl, einige wenige, wirklich empfehlenswerte am Inselrand sind geblieben, nicht in den Rummel mit eingebunden. Das versteckte Spielcasino wirft sprudelnde Gewinne ab. Aus USA stammende „Universal Studios“ locken Heerscharen von Begeisterten an. Die Mall im Hochpreissegment findet spielend Kundschaft. Ein neues Theater hat sich ebenfalls dazugesellt.
An Attraktionen ist Sentosa nicht arm. Das brandneue, riesige Aquarium gehört zu den lohnenden Sehenswürdigkeiten

hier können Mutige selbst in die Unterwasserwelt eintauchen

Auch die allabendlich veranstaltete Lightshow: Lake of Dreams am Südstrand sollte man sich unbedingt einmal ansehen. Jahr für Jahr wartet Sentosa mit Neuerungen auf, ob man jetzt in der Halle fliegen möchte, Übungsstunden am Trapez nehmen, auf künstlicher Welle Wasserski erlernen und und und. Ach ja, es gab vorab jede Menge Querschläge, jetzt ist er längst eröffnet, der spektakuläre Waterpark, den man von der Seilbahn aus wunderbar besichtigen kann. Zur Hauptinsel zurück führt seit kurzem ein überaus gelungener Boardwalk, von wuchernden Pflanzen eingerahmt. Und – einsame Fleckchen im verbliebenen, dschungelartigen Gelände gibt es noch immer. Freilebende Äffchen auch. Schöne Strandabschnitte, von Palmen gesäumt sind ebenso vorhanden, wie witzige Lokale und Bars, die besonders am Abend mit ihren fantasievollen Beleuchtungsinszenierungen mehr als einen Blick wert sind. Selbstverständlich ist auch Mr. Mc vertreten. Als Hauptzubringer fungiert - bis Mitternacht - eine Monorail vom größten Einkaufszentrum Singapurs ausgehend: Vivo City, auch dies eine der Besonderheiten der Stadt.

Zum Schluß sei noch das neueste Highlight der Insel vorgestellt: „Gardens by the Bay“. Auf Neuland gelegen, 54 ha umfassend, 2012 eröffnet und seitdem zu einer der ganz besonderen Attraktionen des Stadtstaates gehörend. Zu erreichen u.a. über einen ungewöhnlichen Fußweg, in einiger Höhe, direkt durch bzw. hoch über der Lobby des nicht weniger spektakulären Hotels Marina Bay Sands. Umgehend eröffnen sich Ansichten der anderen Art, die den Betrachter bei der Errichtung des Parks reichlich verwirrten. Mittlerweile haben die charakteristischen Stahlbäume, pflanzenumrankt, Weltruhm erlangt, zumindest bei Fachleuten, die auch um die technischen Hintergründe Bescheid wissen. Keiner sollte versäumen sich zur abendlichen Lightshow einzufinden. Bei musikalischer Untermalung erstrahlen die „Bäume“ in wechselnder Farbenpracht, man lagert am Boden, romantische Stimmung pur und das bei freiem Eintritt!

In staunenswerter Schnelligkeit sind sämtliche Bäume, Blühbüsche und andere Pflanzen des ausgedehnten Geländes zu beachtlicher Größe und Schönheit angewachsen, Erstbesucher kämen nie auf die Idee, es könnte sich um einen soeben entstandenen Parklandschaft handeln, die reich an Besonderheiten aller Art ist, stets erweitert wird. In Singapur ist so vieles stets im Fluß, im Entstehen, im Erneuern, ein hochspannender Abenteuerspielplatz für Interessierte. Highlight des Ganzen dürften auch die größten Gewächshäuser der Welt sein, deren Entstehungsgeschichte genauso spannend ist, wie die der gesamten Anlage. Hier werden vor allem Pflanzen und Bäume aus gemäßigten Klimazonen aller Erdteile präsentiert, vieles was uns tagtäglich geläufig ist. Für Tropenbewohner, in staunender Begeisterung, oft die erste Begegnung.

Schon klar, wer sich des Themas Grünflächen annimmt, kommt um moderne Architektur in Singapur nicht herum, ein weiteres, sehr spezielles Thema, die vertikalen Gärten, Dachgärten, wie der Palmengarten auf dem Dach des Marina Bay Sands in luftiger Höhe im 52. Stockwerk usw. Hier werden spektakuläre Ideen von Spezialisten aus aller Welt in Rekordzeiten umgesetzt. Besucher aus der „alten Welt“ sehen es noch immer mit ungläubigem Staunen und einer großen Portion Bewunderung….

8 Kommentare

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Hallo Rixa,
Wie schon Deine vorangegangene Berichte reich an Informationen und in einer mitreisenden Bildsprache geschrieben. Macht Lust, das alles einmal selbst zu erleben,
Danke Dir, eigentlich mit zu wenig Zeit schnell verfasst. Bin momentan in den Bergen beim Wandern.
Grüssli
Na dann kraxel mal schön über die Berge. Wünsche Dir viel Spaß dabei.

GlG Roland
Spaß gehabt, jetzt wieder daheim, danke, Roland
Keine Blasen und kein Muskelkater
wir wollen doch nixxx übertreiben, man kann auch "katerfrei" wandern...
Wenn Du viel und häufig wanderst, kannst Du den Kater zu Hause lassen. Wie ist das mit den Blasen an den Versen und Ballen
nixxxx übertreiben, wir sind genußwandermäßig unterwegs, mit ohne kaputte Füß´
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