Vom traurigen Silberfisch

Sich selbst nicht gerade hold war,
in Mayschoss an der Ahr,
ein Silberfisch,
der wollt,
er wär` komplett aus Gold.

Dass er dann ein Goldfisch wär`,
der völlig anders lebte,
machte ihm das Wünschen schwer,
sein Herzelein, das bebte.
Ach wär`ich doch wer anders,
lautete sein Klagen
an so manchen
trüben Tagen.
Letztlich blieb`s beim Wunsch,
dem frommen,
nun gut,
es sei ihm unbenommen.

`s Fischlein tröstet sich allein
so gut wie alle Tage,
je mit einer ganzen Kiste Wein,
wenn ich´s Euch doch sage!

Der Aldi-Wein aus Frankreich war,
ließ tief und tiefer es sinken,
besser doch, als der von der Ahr,
den kann man echt nicht trinken!

Die Dauerdröhnung Billigwein
brachte besondere Effekte,
seine Großhirnrinde wurde klein,
es dauerte, bis er´s entdeckte.

Der Suff wurd` jäh beendet,
das Blatt sich hurtig wendet,
als ein Therapeut
aus Bayreuth
es wagte,
und ins Gesicht ihm sagte:
„Neulich fand mich per Annonce
ein Fisch, der war komplett aus Bronze!
Ganz ohne Glück und Lebensmut,
dagegen geht es Dir sehr gut!
So ist´s an der Zeit für reinen Tisch:
gegen den bist Du ein kleiner Fisch!“

www.maxplanckton.de

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