Körperschmuck in Deutschland und fremden Kulturen

Körperschmuck in Deutschland und fremden Kulturen
Körperschmuck in Deutschland und fremden Kulturen

Piercings und anderer Körperschmuck sind in Deutschland erst seit wenigen Jahrzehnten verbreitet. Vormals waren sie das Erkennungszeichen der Punkszene oder anderen Gruppen die sich von der Gesellschaft angrenzen wollten. Mittlerweile ist der Körperschmuck etwas salonfähiger geworden. Dennoch, gepiercte Menschen sind in Deutschland heute noch mit Vorurteilen behaftet. Insbesondere im Berufsleben haben sie mit vermehrten Problemen zu kämpfen. In konservativen Branchen kann es einem die gesamte Karriere verbauen. Selbst wenn man seinen Schmuck während der Arbeitszeit herausnimmt, da man z. B. bei Tunnels das gedehnte Ohrloch trotzdem erkennt. Eine Alternative bieten fake Piercings, die beispielsweise mittels Magneten befestigt werden. Menschen älteren Semesters müssen sich für ihre Entscheidung pro Piercing zudem sehr oft rechtfertigen.

Andere Länder andere Sitten

Am bekanntesten ist der Körperschmuck in den afrikanischen Ländern. Andere Naturvölker schmücken sich jedoch ebenso bereits seit vielen Jahrhunderten. Der Körperschmuck wird insbesondere von den Stammesfrauen genutzt, um sich für das andere Geschlecht attraktiv zu machen. Bei vielen Urvölkern sind die traditionellen Verschönerungen sogar so wichtig, dass Frauen ohne Sie kaum eine Chance auf dem Heiratsmarkt haben. Die Plugs haben beispielsweise eine zentrale Bedeutung bei vielen afrikanischen Stämmen. Hier gilt das Motto je größer, desto schöner. Der in Deutschland recht bekannte Stamm der Massai ist unter anderem für seinen umfangreichen Ohrschmuck berühmt. Bei den Mursi sind nicht nur Tunnel beliebt, sondern auch Lippenteller für Frauen.

Der Körperschmuck zeigt den Status

Alle Kulturen haben eins gemein. Das dehnen und piercen von einzelnen Körperteilen oder Regionen zeigt, zumindest immer ein Stück weit, welchen Status der Träger hat. In Afrika zeigt bestimmter Körperschmuck z. B. zu welchem Volksstamm man gehört, die gesellschaftliche Stellung sowie bestimmte Punkte in der Entwicklung. Der Eintritt ins heiratsfähige Alter wird so oft durch Körperschmuckrituale zelebriert. In Deutschland erkennt man, zumindest ab einem gewissen Ausmaß an Körperverschönerungen, das der Träger zu bestimmten Subkulturen gehört. Der Unterschied ist jedoch während man in Deutschland mit vielen gepiercten Körperstellen eher seltsam angeschaut wird, fällt man bei einigen Naturvölkern ohne negativ auf.

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