Fake-News - Nachhilfe in Skepsis

Fake-News - Nachhilfe in Skepsis
Fake-News - Nachhilfe in SkepsisFoto-Quelle: Pixabay

Auf Zeit online gibt es einen sehr lesenswerten Artikel.
Zeit online - Fake-News : Nachhilfe in Skepsis

Es geht zwar in erster Linie darum, dass und wie Schüler und junge Lehrer lernen Fakten von Fakes zu unterscheiden, aber ich denke, auch wir Ältere können das noch lernen, sollten das noch lernen.
Denn wie oft werden auch hier in wize.life Fake-News verbreitet, auch oft in Unkenntnis, weil die Quelle nicht geprüft wurde und man es einfach glaubt.

Wir brauchen die Fähigkeit, wie man sich kompetent informiert und im Internet Wahrheit und Lüge unterscheidet. Wir sollten wissen, dass eine neue Nachricht mindestens 2 unabhängige Quellen braucht und jede Meinung eine Gegenmeinung. Auch sollten wir wissen, dass eine Behauptung nicht zur Tatsache wird, nur weil sie aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis kommt.
Wir sollten die Fallen und die Verführungen des Internets erkennen können und unterscheiden können, ist etwas eine echte Nachricht oder eine als Nachricht getarnte Werbung?
In Zeiten beliebig manipulierbarer Fakten, Fotos, Audio und Videos ist die Unterscheidung von Wahrem und Unwahrem ganz besonders wichtig.
(Ich erinnere nur an das Foto aus Rumänien, was hier und anderswo als Foto aus Dortmund verbreitet wurde und noch wird).

Das ist auch wichtig für unsere Demokratie!


DIE 10 GEBOTE FÜR KLUGE NUTZER

Im Internetzeitalter ist der User nicht mehr nur Empfänger von Nachrichten, sondern auch ihr Produzent; nicht nur Leser, sondern auch Journalist. Denn jedes Teilen einer Botschaft ist selbst eine Nachricht, jedes Liken einer politischen Stellungnahme selbst eine politische Stellungnahme. Und jeder Kommentar im Netz beeinflusst die öffentliche Meinung. Jedem verleiht das ein wenig Macht und damit auch publizistische Verantwortung. Die folgenden 10 Faustregeln sollen helfen, damit umzugehen:

1. Du bist das Internet.
Alles, was du im Netz liest, schreibst und postest, fällt in deine Verantwortung.

2. Verlasse deine Filterblase.
Je umfassender du dich informierst, desto größer wird deine Autorität mitzureden.

3. Höre immer die andere Seite.
Nicht nur vor Gericht gilt: Zu jeder Meinung gibt es eine Gegenmeinung.

4. Prüfe die Quellen.
Eine seriöse Nachricht hat eine seriöse Herkunft. Und es ist deine Aufgabe, einzuschätzen, wie glaubwürdig der Absender ist, bevor du einer Nachricht Glauben schenkst.

5. Kontrolliere die Fakten.
Seriöse Nachrichten liefern konkrete und korrekte Daten, Zitate oder Statistiken. Prüfe zumindest stichpunktartig, ob diese stimmen.

6. Leite nichts ungelesen weiter.
Teile keine Nachricht, von der du nicht sicher weißt, dass ihre Quelle seriös ist und die Fakten stimmen. Dasselbe gilt für jedes Like, das du setzt.

7. Korrigiere deine Fake-News.
Stellt sich heraus, dass du eine Falschnachricht verbreitet hast, solltest du jeden Empfänger darüber informieren.

8. Bleibe cool.
Vermeide auch im Netz Übertreibungen, Unterstellungen und persönliche Angriffe. Je sachlicher du argumentierst, desto größer ist deine Glaubwürdigkeit.

9. Zeige dich.
Anonymität ist in den meisten Fällen Schwäche – wer eine Meinung äußert, sollte sie mit seinem echten Namen bezeugen.

10. Nimm dir Zeit.
Lies jeden Post, jeden Tweet, jeden Kommentar noch einmal durch, bevor du ihn abschickst, und prüfe, ob du die oben genannten Grundsätze eingehalten hast.


Fazit: Wir brauchen Nachhilfe in Skepsis!

Woher stammt die Information?
Wer hat ein Interesse daran, sie zu verbreiten?
Gibt es für die Behauptung Belege?

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Hier noch ein hilfreiches Tutorial "Fake-News erkennen" von Faktenfinder
http://faktenfinder.tagesschau.de/tu...22a702.html

44 Kommentare

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Die Aktualität des Artikels besteht nach wie vor.
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danke Dir für diese Notiz Edelgard - ich hoffe sie findet hier viele Leser
Ja, das hoffe ich auch
und nicht nur lesen, sondern auch danach handeln
Edei, ik knuuutsch SIAAAa bisde schielst!!! Merci!
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Super Bericht...
Danke dir Max
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Edelgard DANK!
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Sehr gut, Danke wize.life-Nutzer!
In der Hoffnung, dass das möglichst viele User lesen,
herzliche Grüße
Danke schön
So kenne ich Dich... und nicht erst seit wize-life!
Das freut mich, denn so will ich sein!
Danke dir
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Ich glaube schon lange nicht mehr alles, was ich im Internet lese, besonders wann es zweifelhafter Quelle ist. Schon deshalb meide ich Facebook und Twitter. Bin bisher damit gut gefahren.
Genau die richtige Skepsis
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guten Morgen ☀️ Elke
Guten Morgen liebe Conny
Sehr jung schon habe ich gelernt was guter Journalismus ist und was ihn ausmacht.
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Unterschreibe ich alles.

Außer Punkt 9. Das sollte nun mittlerweile wirklich kein Thema mehr sein. Wer sich informiert hat, was teilweise im Netz passiert, wird klug genug sein, sich eben gerade NICHT mit seinem richtigen Namen anmelden.

Wer sagt mir denn, dass du wirklich wize.life-Nutzer heißt?
Mir ist ein Nickname eines ehrlichen und anständigen Nutzers lieber als ein vermeintlicher Echtname, der nur erfunden ist.
Ja, Punkt 9 ist wirklich kritisch zu sehen
Das muss jeder selbst entscheiden.

Ich denke aber auch, dass auch eher damit gemeint ist, dass man verlässlich erkennbar ist, dass man halt nicht ein anonymes Profil ist
Verlässlich erkennbar sind wir beide auf jeden Fall, auch wenn/falls unsere Namen nur Nicknamen wären
Ja, das stimmt.

Aber... GANZ großes Aber:
Ich habe den besten Freund, den ich jemals hatte, hier kennengelernt und der hat WEDER einen "richtigen" Namen hier angegeben, NOCH ein Profilfoto.

Vertrauenswürdigkeit, Authentizität und Aufrichtigkeit kann man daran nicht festmachen, finde ich. Es gibt sowohl ganz tolle Menschen, die nicht "verlässlich erkennbar" sind, als auch ganz unterirische User mit Namen und Foto. Ich kenne Exemplare beider Art persönlich und weiß, wovon ich rede.

Menschen beurteile ich danach, wie und was sie schreiben und ob sie zumindest aufrichtig erscheinen. Diese Imagepfleger, die am Brett lieb und nett tun und per PN hetzen und ihr Gift versprühen, sind mir zutiefst zuwider. Da kann der Name noch so echt sein und die Fotowand voll sein mit echten Fotos...
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Bin grade sehr erstaunt 😮 , dass sich scheinbar sooo viele an diesen Regeln orientieren, dass sie so garnichts dazu schreiben
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