Wie Oldies wirken

Wie Oldies wirken
Wie Oldies wirkenFoto-Quelle: R. FRANK

Wenn alte Songs zum Leben erweckt werden: Nur frisch Zubereitetes kommt auf die Bühne, Konserven haben keine Chance. So gehört sich das! Wer besucht schon ein Restaurant, in dem nur aufgewärmte Speisen serviert werden? Den faden Geschmack möchte niemand bezahlen. Das wird ganz anders, wenn Oldies wieder neu zum Leben erweckt und gefühlsecht auf die Bühne gebracht werden. Live-Musiker können, anders als konservierte Sounds, jederzeit auf die Stimmung des Publikums eingehen. Mitsingen geht auch; sogar mit Vorsingen und Üben - bis der nächste Break kommt und das Stück zu Ende gespielt wird.

"Live is Life" - der Titel des "Opus"-Hits aus 1985 gilt mehr denn je, besonders wenn George Harrison gesanglich mit "Here Comes The Sun" imitiert wird. Erinnerungen an selige Beatles-Zeiten werden wach. Man ist total vertraut mit dieser Musik. Erstaunlich, wie Songs aus den 60-er Jahren, die meist im Alter unter 20 zum ersten Mal erlebt wurden, ganze Generationen geprägt haben. "Barbara Ann", "The Last Time", "Bad Moon Rising" oder "Twist And Shout" sind unvergessen.

4 Kommentare

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Auch der sogenannten Live Music kann man doch heutzutage überhaupt nicht mehr trauen. Eine Band spielt mit zum Beispiel fünf Musikern wirklich gute, echt gespielte Tanzmusik (wir sind Hobbytänzer). Kann der Veranstalter sich aber die fünf Mann nicht mehr leisten und bucht nur einen Teil der Gruppe als Duo oder Trio, 'spielen' diese die gleiche Musik in der gleichen Qualität. Die fehlenden Mitmusiker werden einfach durch die Elektronik ersetzt.
Für jedes Musikstück kann man Midifiles erwerben, bei denen es für jedes Instrument eine eigene Tonspur gibt. Das Instrument, das man selber spielt, blendet man aus und der Rest kommt aus der Konserve. Auf diese Weise kann ein Alleinunterhalter die Musik einer Bigband liefern. WAS IST NOCH LIVE UND WAS KOMMT AUS DEM TONSPEICHER??
O.K., ich wollte Herrn Frank auch nichts unterstellen, aber das ist mir halt zum Thema LIVE MUSIC gerade so eingefallen.
Was wirklich live gespielt ist, kann am besten erkennen, wer die Musiker "bei der Arbeit" ansieht. Die Instrumente verraten dabei weniger als Gesichtsausdruck, Bewegungen und Körperhaltung. Echte Rockmusik kann nur machen, wer sich auch dazu bewegt. Konzentrierte Nerds vor dem Computer passen nur auf, dass sie die richtigen Tasten erwischen und haben kaum noch Aufmerksamkeit mehr fürs lebendige Publikum.
Das kann ich bestätigen. Wir lieben Rockmusik und auch Jazz, wo wirklich live gespielt (und oft auch improvisiert) wird. Aber wir sind auch Hobbytänzer, lieben klassische und moderne Gesellschaftstänze und da müssen Takt, Tempo, Rhythmus und Phrasierung hundertprozentig stimmen. Da kommt halt auch vermehrt die Technik ins Spiel. Wir kennen Gruppen, bei denen überhaupt nichts echt gespielt wird, aber das tanzende Publikum klatscht wie verrückt, weil es das nicht bemerkt und auch gar nicht daran interessiert ist. Hauptsache, Takt und Rhythmus stimmen und das ist ja bei der heute verfügbaren Technik immer der Fall.
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