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Fit durch die Wechseljahre

Kathy, Anfang 50, ist eine reife Frau, sehr attraktiv und irgendwie
jung geblieben. Eben liest sie ihrem Enkelkind noch dessen
Lieblingsgeschichte vor und geniesst die Atmosphäre mit
dem Kleinen.
Plötzlich wieder diese Wallungen und der Schweiss, der aus
allen Poren drängt, dazu die Hitze im ganzen Körper………,
dass man sich die Kleider vom Leibe reissen möchte!

Kennen Sie das?

Millionen von Frauen geht das so. Wenn Sie Glück haben,
findet Ihr Arzt ein paar tröstende Worte mit dem Verweis
auf die Wechseljahre.

Menopause oder Klimakterium- so werden die Wechseljahre
schlechthin genannt. Eine Phase hormoneller Veränderungen
im Leben einer Frau.

Das Ganze ist aber weit mehr als nur eine höchst unangenehme
Befindlichkeitsstörung.

Im Einzelnen: Wodurch kommt es zu Schüttelfrost und Schweiss-
ausbruch? Steckt da nicht noch mehr dahinter? Ganz gewiss!
Wir beobachten Knochenbrüche und vor allem Herzbeschwerden.
Darf man den Statistikern in aller Welt glauben, so ist der
Herzinfarkt die Todesursache Nummer 1 bei Frauen in den
Wechseljahren.
Und damit bekommt dieses Phänomen eine wirtschaftliche
Dimension, und zwar in allen zivilisierten Ländern- ohne
Ausnahme.

Was aber geschieht nun im Körper unserer reiferen Frauen?
Konsultiert man namhafte Endokrinologen zu diesem Thema,
werden diese sofort pikiert und einsilbig. Der übereinstimmende
Tenor ist die Säure. Die Säure ist das grösste Problem.

Beim Eintritt in die Menopause, was meistens mit dem Ausbleiben
der Menstruation einhergeht, sammelt sich überschüssige Säure
im Körper der betroffenen Frauen, die nun nicht mehr mit der
monatlichen Regelblutung ausgeleitet werden kann. Dieser
Säureüberschuss ist es, der die Probleme bereitet. Und zwar auf
sehr ernst zu nehmende Weise.

Als erstes werden die Gefässe in Mitleidenschaft gezogen.
Durch die ständige Übersäuerung versucht das körpereigene
Regulationssystem, den Organismus von der Säure zu befreien,
indem es eine Art Schüttelfrost auslöst, um sich der Säure
über die Oberfläche der Haut zu entledigen. Deshalb die Schweiss-
ausbrüche. Nun befindet sich die Säure aber auch im Blut und
in allen Gefässen. Die Gefässe ihrerseits enthalten aber auch
jede Menge Kalzium, die deren Elastizität gewährleisten sollen.

Der Säurekampf im Organismus hingegen wendet das Kalzium
als Base in den Gefässen dafür auf, die Säure zu neutralisieren.
Ergebnis: Die Gefässe verlieren ihren lebensnotwendigen Kalk
und verspröden, mit fatalen Folgen. Die spröden, unelastischen
Gefässe, insbesondere im Bereich des Herzens, können
Druckschwankungen des Blutes nicht mehr kompensieren und
es kommt zu so genannten Gefäss-Spasmen, Gefäss-
verkrampfungen. Das Verkrampfen der Gefässe führt zu deren
Verschluss und damit zu dramatischen Folgen für die Betroffenen.

Ein ähnliches Szenario spielt sich in den Knochen ab. Der
Körper versucht, den Kalk in den Knochen für das Binden der
überschüssigen Säure aufzuwenden, wobei diese regelrecht
entkalkt werden.

Ergebnis: Die Knochen verspröden ebenfalls und werden brüchig.
Die Balance von Osteoklasten und Osteoblasten (Knochenfresser-
Zellen und Knochenaufbau-Zellen) geht verloren. Es kann nicht mehr
genug Zellschlacke aus den Knochen entfernt werden und anderer-
seits werden ungenügend neue Nährstoffe zu den Knochen geleitet.

Der Beweis: Die zahlreichen Frakturen, die reifere Frauen erleiden
müssen (Arme, Sprunggelenke, Hüftgelenke). Auf Wirbelsäulen
verkrümmungen und deren Folgen möchte ich an dieser Stelle
gar nicht eingehen. Auch nicht auf die damit zusammenhängende
latente Blutarmut (Ein Teil des Blutes wird bekanntlich in den
Knochen gebildet. Bei Übersäuerung des Blutes ist dessen Neu-
produktion aber besonders wichtig).

Sie werden sich auch vorstellen können, dass der Säureüberschuss
den Zellen der Bauchspeicheldrüse zu schaffen macht, deren
Aufgabe in der Produktion von Insulin und Glukagon besteht.
Oft genug kapituliert dieses wichtige Organ……

Einen weiteren Schwachpunkt stellen die Nieren dar. Durch den
Kalzium-Mangel versuchen sie, allen Kalk im Körper irgendwie
zur Säurebindung zu mobilisieren und generieren dabei Nierensteine.
Denn Nierensteine sind keineswegs das Ergebnis von Kalzium-
überschuss, sondern genau das Gegenteil.

Hinzu kommt wie erwähnt das Übergewicht, das sowohl den
Knochen als auch dem Kreislauf zu schaffen macht.
Es könnten noch eine Fülle weiterer dramatischer Kausalitäten
aufgeführt werden, wie beispielsweise die sozialen Folgen
in einer Partnerschaft, aber lassen wir es dabei bewenden und
richten wir unseren Blick auf die Abhilfe- Massnahmen, die uns sehr
wohl zur Verfügung stehen.

Denn Frauen in der Menopause sind dem Phänomen der Wechsel-
jahresbeschwerden keineswegs alternativlos ausgeliefert!
(wird fortgesetzt)

Lorna Lutfiu
http://www.blog.gojibay.com

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