Über Philosophen und Philosophie - Sokrates als ESOTERIKER

Solange Menschen auf dieser Erde lebten, so lange haben sie versucht, sich ein Bild vom irdischen Dasein zu machen. Gab es einen verborgenen Sinn hinter dem Ganzen? Hörte mit dem Leben alles auf? Gab es irgendwo Hinweise, dass alles nur ein Stellvertreter-Dasein sein könnte, nur ein Abschnitt aus einer endlosen Kette von Leben, die dem einzigen Zweck dienten, Weisheit zu erlangen?
Weisheit – das Ziel des Seins?

Weise waren immer die Ältesten in den primitiven Kulturen, die Zugang hatten zu anderen Daseinsebenen, die heilen konnten, indem sie die verstorbenen Ahnen zu Hilfe riefen, die einen gebrochenen Arm durch Visualisierung heilen konnten.

Dieses A h n e n ist dem D e n k e n überlegen. Es reicht weiter zurück und weiter hinauf. Es lebt in jenen Menschen, die bereits eine lange Zahl von Inkarnationen hinter sich haben, die ihre höheren Manaskräfte (= Verstandeskräfte) haben ausbilden können.

Aber du wolltest wissen, was Philosophie ist. Philosophie ist das Ringen des Menschen um Weisheit.
Philosophen sind Menschen, die mit dem Leben an sich nicht zufrieden sind, die eine erweiterte Weltsicht anstreben, oft mit unzulänglichen Mitteln.

Einige eurer Philosophen, schon in grauer Vorzeit, waren sehr weise Menschen, z.B. Sokrates. Er besaß die „innere Stimme“, die er Daimonion“ nannte und die er bei allen Gelegenheiten befragte. Heute in eurer modernen Sprache mit ihren vielen Angliszismen bezeichnet man den Vorgang als „channeln“.
Psychologen nennen es „telepathische Beeindruckung“.
Sokrates befragte auch das Orakel von Delphi. Immer wieder suchte er die Priesterin auf, um Aufklärung zu erbitten.
Sein Ausspruch, „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ bleibt über die Jahrtausende hinweg sozusagen eine Art Visitenkarte.

Diese B e s c h e i d e n h e i t ist ein Kennzeichen weiser Menschen. Jede Selbstbeweihräucherung, jede Selbstbespiegelung, jeder Anspruch, Besitzer der alleinigen Wahrheit zu sein, kennzeichnet den, der von Philosophie nichts verstanden hat.
Es geht ihm nie um die Weisheit, sondern immer um den weisen Philosophen, der er selber zu sein meint.

Deshalb, weil er wenig zu wissen glaubt, stellt Sokrates Fragen. An das innere Ich und andere Menschen, die Zugang zu feinstofflichen Dimensionen haben.
Dass diese Welt, die von dem armseligen, auf einen Ausschnitt eingeschränkten Sinnesapparat erfasst wird, nicht die g a n z e sein kann, ist ihm klar.

Er bleibt bis zum Ende seines Lebens ein Suchender und einer, der im Gespräch auf dem Marktplatz, also mit ganz einfachen alltagstauglichen Menschen, hinzulernen und weitergeben möchte.

Dies soll als Beschreibung genügen.

Die sprachlichen Mittel, die einem Meister zur Verfügung stehen, unterscheiden sich von einem zum andern. Der eine ist in der Lage, Wesentliches in kurzen Sätzen darzustellen. Er wird Hypothesen aufstellen und nach Beweisen suchen. Am Ende wird er die Frage nach der „Wahrheit“ offen lassen. Das haben alle großen Geister getan, z.B. auch Heisenberg, der den Gott auf dem Grund des leeren Bechers zu entdecken meinte.
Er schloss damit nicht aus, dass es einen solchen geben könnte.
Auch Einstein gelangte ganz nahe an diese Erkenntnis.

Ein anderer spinnt – wie eine Spinne – seine silbernen klebrigen Gedankenfäden, ein Netz für den naiven Sucher, der sich in diesem Gitternetz aus Worten verfängt. Er wird zwar nicht gefressen, aber er erfährt auch nichts. Er bewundert grundlos, oder er verachtet grundlos.

Ein Philosoph wird dann zu einem Weisen, wenn er eines Tages, bedingt durch die hohe Abstraktionsfähigkeit eine Erfahrung macht, die sein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Es könnte eine großartige, aber auch eine vernichtende Erfahrung sein. Jede Transformation hat auch einen gewaltsamen Aspekt.
Wer sich an seine grandiosen intellektuellen Fähigkeiten klammert, erfährt mit Sicherheit einen Schock.
Wer die bescheidene Haltung des Sokrates beibehält, gleitet langsam in die nächst höhere Entwicklungsstufe hinein. Auch das führt zunächst zu Verwunderung, zu Zweifel, vielleicht auch zu Ängsten, falls niemand in der Nähe ist, der Erklärungen zu geben versteht.

Weisheit fällt nicht in den Schoß. Sie quartiert sich auch nicht gerade in Gehirne ein, die mit intellektuellem Gerümpel angefüllt sind. Sie sucht Raum in einem stillen heiteren Ort voller Herzenswärme.
Man muss sie nicht einladen, man kann sie gar nicht einladen, sie erscheint, wenn die Zeit gekommen ist und die Bedingungen erfüllt sind.

Bis dahin mögen 'Philosophen' Menschen attackieren, die auf eine höhere weise Macht vertrauen, die die Begrenztheit ihrer Erkenntnisse spüren, aber eine tiefe Ahnung von der Größe des Lebens und seines Schöpfers in sich tragen.
Sie zeigen nur, dass sie das Wesen der philosophischen Wissenschaft nicht erkannt haben.


Soviel zu Deiner Frage. KH (31. 8. 2015)

© Edith Zeile

4 Kommentare

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Sokrates` Daimonium hat nichts mit der Kommunikation von Dämonen oder Geistern (Channeling) zu tun. So esoterisch war Sokrates nicht. Wenn wir von einer inneren Stimme sprechen, meinen wir oft unser Gewissen, bzw. Intuition. Dass Sokrates an das Orakel von Delphi glaubte ist für seine damalige Zeit nicht ungewöhnlich. Wenn ein Philosoph esoterisch war, dann war es Schelling oder auch Platon, der den Gedanken der Reinkarnation von den Pythagoreern übernahm.
Wer redet denn von "Dämonen". Natürlich hat Sokrates seine innere Stimme befragt. Und er nannte das Daimonion.

""Mir aber ist dieses von meiner Kindheit an geschehen, eine STimme nämlich, welche jedesmal, wenn sie sich hören lässt mir von etwas abredet, was ich tun will .. " (Gottfried Martin, "Sokrates" . zit. aus dem Kapitel Das Daimonion, S.40f.)

Channeling hat auch nichts mit Dämonen zu tun, sondern ist ein Kontakt zu geistigen Wesen.

Natürlich ist Sokrates nicht der einzige, der etwas mit Esoterik zu tun hatte, und natülich ziehen Platon und die Neoplatoniker, vor allem Plotin aber auch zahlreiche andere Denker keine Grenze zwischen Materie und höheren geistigen Welten .
Was Herr A. hier behauptet, entbehrt jeder Grundlage.
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Wenn sich hier einige um eine Grenzziehung zwischen Philosophie und Esoterik bemühen, so sollten sie sich vielleicht mit einem der ganz großen Philosohen ein wenig näher beschäftigen.

Sokrates suchte, wenn er mit seinem Wissen nicht weiter kam, bei einer inneren Stimme nach einer Antwort.
Sokrates wusste daher,. dass es in jedem Menschen eine höhere Instanz gibt. Er nannte sie "Daimonion".

Dieser Vorgang, Kontakt mit der inneren Stimme, wird in der Esoterik Hellhören genannt und ist hinlänglich bekannt. Jakob Lorber hat ganze Bücher diktiert bekommen, Walsch ebenfalls. ..-... Auch der Beitrag ist gechannelt.

Außerdem suchte Sokrates, wenn er gar nicht weiter wusste, die Pythia in Delphi auf, die weithin bekannte Seherin.

Auch das gehört zur Esoterik dort nennt man das Remote Viewing oder Hellsehen in Raum und Zeit. HIerher gehören auch Swedenborg, Edgar Caycve .....

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Für Sokrates ist es selbstverständlich, über das Denken hinauszugehen und nach geheimem Wissen (= ESOTERIK) zu suchen.

Geheimes Wissen gehört selbstverständlich zur PHILOSOPHIE!

WEnn ich diesen Ort der Gouvernanten oder Schullehrer verlasse, dann nicht,weil mich deren "Argumentation" überzeugt hat.
Nein, ich gehe, weil ich keine Gouvernanten mehr brauche.
Harald, Philosophie hat es mit allem zu tun, was menschliches Leben angeht. Da kann man nicht genügend weite Grenzen ziehen.
Esoterik gehört zur Exoterik wie Seele und Körper.

Pythagoras, ein Mathematiker, war Leiter einer Mysterienschule, deutet Zahlen!
Platon war ein Eingeweihter, der sogar hinter den Planeten hohe geistige Wesenheiten vermutete.

Die christlichen Mystiker gehören selbstverständlich in diese Rubrik. Wohin denn sonst?

Herder und Goethe waren Freimaurer.

Nein, es handelt sich hier um persönliche Animositäten, die ein vernünftiger Mensch nicht nachvollziehen kann, denn ich habe FA nichts getan, was Anlass zu einem solchen Verhalten sein könnte.
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Edgar Cayce hat - nachprüfbar - alle seine Durchsagen sind gespeichert - bewiesen, dass es eine geistige R e a l i t ä t hinter der materiellen gibt.
In den USA werden solche begabten Menschen anerkannt.
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