Ostern

Mundraub
MundraubFoto-Quelle: eigenes Foto

Mausi


Hallo Freunde, darf ich mich vorstellen. Mein Name ist Mausi, ich bin eine Hausmaus. Moni, meine Mitbewohnerin ist eine liebe nette, allein lebende Dame.

Ihre Begleiterin und Beschützerin heißt Finja und ist eine Border-Colli Hündin. Finja und ich respektieren uns und gehen uns aus dem Weg. Ich glaube sie fürchtet sich vor mir. Da ich die Klügere bin, werde ich versuchen ihre Freundin zu werden. Vielleicht gehorcht sie mir auch schon bald. Für ihr Frauchen geht sie durchs Feuer.

Seit Herbst vorigen Jahres wohne ich in der Garage. Dort steht nie ein Auto aber sie ist rappelvoll. Schade, im Fond eines Wagens hätte ich gerne mein Nest gebaut. Im Regal steht ein großer Korb mit Walnüssen. Direkt daneben entdeckte ich ein süßes Osterkörbchen. Kinder gibt es hier im Haus nicht. Also wird am 21. April, dem 1. Ostertag, das Körbchen nicht gebraucht. Meine fünf frisch geborenen Kleinen sind in dem rosa Ostergras kaum zu sehen. Wenn alles nach Plan läuft, wird Finja diese Osterüberraschung in`s Wohnzimmer bringen. Wir sind gespannt, ob unser Mensch sich darüber freut. Ich fürchte allerdings, dass ich meine Kleinen schon am nächsten Tag auf den Acker zu ihrem Vater schicken muss, sonst sterben sie in einer Mausefalle. Eine Maus kann Moni hier dulden, aber sechs sind fünf zu viel.

Im Garten steht ein großer Walnussbaum. Er ernährt auch mehrere Familien meiner Verwandtschaft. Moni ist tierlieb. Im Baum hängt für die Vögel ein Futterhäuschen und ein Plexiglas-Rohr, gefüllt mit Vogelfutter. Zwei Meter Höhe war schon eine Herausforderung. Ich werde nicht verraten, wie ich dort hin gekommen bin. Leider erwischte mich dieses Weib und dokumentierte den Diebstahl mit ihrem Smartphon. Ehrlich – es war Mundraub. Ich bin keine Diebin. Das müsst ihr mir glauben.

Nun ist mein Bild im Internet veröffentlicht. Welch eine Schande. Ich muss mir überlegen, was ich dagegen unternehmen kann. Schließlich gibt es in diesem Land ein Datenschutzgesetz und ein Recht auf das eigene Bild.

Nicht mit mir, werte Dame.


© M. Koch

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5 Kommentare

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Klasse geschrieben und ich habe ( @ Mausi ) deine Verwandten auch immer aus den Krallen meiner Katzen gerettet..wenn sie meinten sie zu entführen und mir lebend zu bringen. Es lebe die Freiheit- Freiheit für Alle!!!!!
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Schön geschrieben ! Die kl.Mäuschen tun niemanden was und wollen auch nur leben.Meine wohnt schon viele Jahre unter einem alten Holzstoß und bekommt über Winter auch ihre Ration.
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Lass es dir nicht gefallen......
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das Tier ist nun mal da ,
und landet in mein mölleima
und ich tragen sie raus im Garten
den im schrank ist überall ihr hhmmmmmm
das liebe ich bestimmt nicht
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Gleiches Recht für Mensch und Maus

Schön, liebe Marga
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