Kryonik

Tiefgekühlt zum ewigen Leben

"Kryonik bezeichnet einen Vorgang, bei dem der menschliche Körper
eingefroren wird, um diesen zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzutauen und zum Leben zu erwecken. Professor Schnauzbart erläutert, wie diese Technik funktioniert und wie man das ganze übersteht, ohne hinterher wie wiederaufgetautes Gulasch auszusehen.Die Serie mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne."

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28 Kommentare

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Was für ein Quatsch..

Auch der Dümmste sollte bemerken, dass es sich um Wunschdenken handelt.

Aber halt - Christen glauben ja auch an sowas Ähnliches.

Ewiges Leben...

Irgendwer hat mal geschrieben: "Die Menschen wünschen sich ewiges Leben, aber an einem verregneten Sonntagnachmittag wissen sie schon nichts mehr mit ihrer Zeit anzufangen."

Im Musical "Tanz der Vampire" schimpfen die (unsterblichen) Vampire übrigens lauthals über die "verdammte Ewigkeit". Denen ist langweilig.. Irgendwann gibts nicht mehr Neues zu erleben.

Ich hab übrignes vor ein paar Tagen ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte aufgetaut. Die war schon über ein Jahr eingefroren. Geschmeckt hat sie nicht mehr. Ok, Vielleicht hätte ich sie in flüssigem Stickstoff lagern sollen.
Haha... was für ein Quatsch! *grins

Anm.: Was auf dich zutrifft, muss nicht auf andere zutreffen.
Anm.:

"Tanz der Vampire" ist ein sehr erfolgreicher Film (1967) von Roman Polanski.

Vampire leben sehr gerne, vor allem nachts und tagsüber in ihren Särgen.
Anm.:

Tanz der Vampire ist ein deutschsprachiges Musical in zwei Akten von Jim Steinman und Michael Kunze, eine gemeinsame Idee von Roman Polański, Andrew Braunsberg und Intendant Rudi Klausnitzer, basierend auf Roman Polańskis gleichnamigem Film von 1967.

(Quelle: Wikipedia)
Komisch:
Das stand in meinem "Schreibtisch":


Franc Apaz hat auf Ihren Kommentar zu einem Beitrag geantwortet.

"Anm.: "Tanz der Vampire" ist kein Musical, sondern ein sehr erfolgreicher Film von Roman Polanski."

Aber Franc hat sich wohl eines Besseren belehren lassen müssen.
Richtig, „Tanz der Vampire“ ist ein Polanski-Film, so wie es hier steht.
Fehlt nur das Wörtchen "auch". Es ist auch ein Film.

Sehr schön (im Musical):

"draussen ist Freiheit, dort wo der Horizont beginnt, da will ich leben..."

"Sie dienen Göttern verschiedenster Art..."

Und natürlich:
"noch eh das nächste Jahrtausend beginnt
ist der einzige Gott, dem alles dient
die unstillbare Giiiiieeer..."

Den Anfang des Textes, wo die Vampire über die "verdammte Ewigkeit" singen, hab ich leider nicht in Erinnerung.
Ja, völlig richtig, TDV ist ein Film von RP.
Das Original aus 1967.
"Den Anfang des Textes, wo die Vampire über die "verdammte Ewigkeit" singen, hab ich leider nicht in Erinnerung."
_______________________________________

Nur zur Info:

"Verdammt in alle Ewigkeit" ist ein US-amerikanisches Militärdrama aus dem Jahr 1953 von Fred Zinnemann. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von James Jones. (aus Wikipedia)
Also, hier der Text, den die Vampire singen:

"Ewigkeit ist
Langeweile auf Dauer
Ein trostloser Kreislauf
Kein Anfang, kein Schluss
Denn stets wiederholt
Sich dasselbe von vorne
Kein Jubel, kein Entsetzen
Nur die öde
Blöde Ewigkeit
Von Tortur
Keine Spur
Immer nur
Diese beschiss'ne Ewigkeit"



(Quelle: Google)

Das "ewige Leben" scheint mithin etwas zu sein, was man sich nicht wünschen sollte. Es erscheint nur vordergründig, auf den ersten, flüchtigen Blick wünschenswert. Wenn man es hat, merkt man, dass es längst nicht so schön ist, wie man es sich vorgestellt hat.

Wenn man Vampiren glauben darf...

Den besagten Vampiren geht es im Musical übrigens nicht schlecht. Sie hausen in einem Schloss, gehören anscheinend zur vornehmen Gesellschaft, an materiellen Dingen scheint es ihnen nicht zu mangeln (von Blut einmal abgesehen). Und gesundheitliche Probleme haben sie ja nicht zu fürchten.
Trotzdem ... siehe oben.

Vielleicht sollte man mal daran denken, wenn einem die Kirchen wieder "ewiges Leben" versprechen.
Von einem ewigen Leben sind wir ja auch weit entfernt, aber deutlich älter würde ich sehr gerne werden, bei guter Gesundheit natürlich.

An ein "ewiges Leben" nach dem Tod glaube ich nicht, deshalb stehe ich der Kryonik auch sehr kritisch gegenüber.
Ob allerdings ein "ewiges Leben" lebenswert oder nicht lebenswert ist, können wir nicht sicher beurteilen/wissen, weil ich zum Beispiel niemand kenne, der (bereits) ewig lebt und darüber berichten könnte.

Also, mal wieder kein gesichertes Wissen, sondern nur Meinungen über ein "ewiges Leben" und dessen mögliche Auswirkungen auf uns Menschen.
Die Religionen, die Kirchen versprechen zwar das "ewige Leben", aber das sind logischerweise hypothetische/leere Versprechungen, weil wir kein gesichertes Wissen darüber haben (können).

Ich zumindest halte das für eine märchenhafte Illusion und glaube u.a. deshalb auch nicht daran.
Das "ewige Leben" ähnelt dem "Schlaraffenland" und auch dem Wunsch, endlich seine Rente zu bekommen und nie mehr arbeiten zu müssen. Das alles erscheint nur wünschenswert, solange man es nicht hat. Wenn man ein bisschen genauer überlegt, sollte man bemerken, dass man mit diesen Dingen nicht glücklich werden kann.

Das "ewige Leben" wird langweilig, das "Schlaraffenland" würde dazu führen, das wir uns hoffnungslos überfressen und schliesslich die ganzen gebratenen Tauben, die da rumfliegen, nicht mehr sehen können.
Auch das einzig Erreichbare, nämlich endlich in Rente zu gehen und nie mehr arbeiten zu müssen, ist längst nicht so wünschenwert, wie sich das jüngere Menschen vorstellen, die ihren Arbeitsplatz oder ihren Chef hassen. Auch hier kehrt schnell Langeweile ein.
Ich hätte nichts gegen ein "ewiges Leben" und mir würde es auch garantiert nicht langweilig.

Menschen, die eine Verlängerung ihres Lebens nicht wollen, können ja freiwillig früher sterben, oder?
Franc,
Nach 500 Jahren gibt es nichts mehr Neues...

Alles Routine..
Es gibt auch nach 1000 Jahren immer wieder Neues, so wie jetzt ja auch... nur wahrscheinlich noch schneller und radikaler als heutzutage.
Franc,
Das meinst du, weil sich die Welt gerade rasch verändert.
Tausend Jahre früher hat sich Jahrhunderte lang kaum etwas verändert.

Willste immer wieder von neuem heiraten, zusehen, wie deine Frauen Kinder und Enkel sterben? Oder ne unsterbliche Frau heiraten, von der du nach hundert Jahren jede Marotte kennst?

Nee, das hält kein Mensch aus ohne sich einen baldigen Tod zu wünschen..
Richtig, ich MEINE* es, und so wie du meine/unsere Zukunft beschreibst wird/muss sie ja nicht sein oder hast du das "ewige Leben" bereits getestet?

*so wie du das, was du schreibst, auch MEINST

Anm.: Wie ich MEINE, eine verlängertes Leben ist nur etwas für Kreative und wenn du nicht dazu zählst, kannst du ja gerne früher gehen!
Franc,

"hast du das "ewige Leben" bereits getestet?"

Nein. Aber die menschliche Intelligenz ermöglicht es doch, Aussagen über etwas zu machen, was man (noch) nicht getestet hat. Aussagen über die Zukunft, die mehr oder weniger sicher sind. Man muss nicht alles ausprobieren - obwohl das manchmal das sicherste ist.

"eine verlängertes Leben ist nur etwas für Kreative.."

Du zählst dich zu den Kreativen? Sind die Bilder, die du da veröffentlichst, deine Kreationen? Wär es eine Beschäftigung für die Ewigkeit, immer neue Bilder zu erschaffen? Bedenke, die Ewigkeit dauert ziemlich lange. Ob du in tausend Jahren noch Spass daran hättest, Bilder zu machen?
Du kannst Aussagen über das "ewige Leben" machen, die Aussagen werden aber falsch sein, weil deine Vorstellungen darüber falsch sein können.

Wie es ist eine Fledermaus zu sein? ...du kannst zwar Aussagen darüber machen, das wird aber den wirklichen Sachverhalt nicht beschreiben können. Warum, du warst nie eine Fledermaus. Deine Intelligenz hilft dir da nicht groß weiter.

Ich bin ein sehr kreativer Mensch, deshalb könnte ich mich unbegrenzt mit der Kunst beschäftigen und ich würde mich ganz sicher mit den verschiedensten Kunstrichtungen beschäftigen, zum Beispiel neben der Malerei mit der Musik bzw. Musikinstrumente spielen und noch vieles mehr. Damit könnte ich mich problemlos mehrere hundert Jahre lang beschäftigen.

Wie gesagt, wenn dir ein langes Leben nicht in den Kram passt, dann mach' einen Exit und gut ist es für dich.
Fazit:

Ich würde gerne sehr viel länger leben, du nicht und das ist dein gutes Recht.
Franc,

Der Vergleich mit der Fledermaus hinkt gewaltig.
Die Fledermaus wurde von Thomas Nagel bekanntlich als Beispiel dafür angeführt, dass wir uns das subjektive Erleben anderer Wesen nicht vorstellen können.
Nun bin ich aber keine Fledermaus und du auch nicht, wir sind beide Menschen und haben lediglich eine Meinungsverschiedenheit darüber, ob es wirklich wünschenswert wäre, sehr, sehr lange zu leben.

Im Gegensatz zu dir behaupte ich, dass uns ein sehr langes Leben - jahrtausendelang - letztendlich nicht gefallen würde und dass der Wunsch danach durch den Selbsterhaltungstrieb bewirkt wird - ein Trieb, ein Instinkt, der letztendlich nicht hinterfragt werden kann. Dieser Instinkt ist im Rahmen unserer Lebensspanne wirkmächtig, sonst gäbe es längst keine Menschen mehr.
Aber - wie alle Instinkte - bedarf er der rationalen Überwachung, und das ist es, was ich gerade getan habe.

Selbstverständlich habe auch ich nicht den Wunsch, bald zu sterben. Im Gegensatz zu dir erkenne ich aber, was eine rationale Beschäftigung mit dem eigenen Tod so schwierig macht: der Selbsterhaltungstrieb eben.

Wenn wir auch nur ein kleines bisschen genauer vernünftig drüber nachdenken ist der Wunsch nach ewigem Leben absurd.
Es wäre zu klären, WIE wir überhaupt leben wollen. Wahrscheinlich stellst du dir vor, dass du bei guter Gesundheit und wachem Verstand - ohne weiteren Alterungsprozess - so weitermachen könntest wie bisher. Natürlich willst du deine Rente behalten, keine finanziellen Sorgen haben. Und du möchtest deinen Bekanntenkreis und deine Verwandschaft weiter so kontaktieren können wie jetzt.

Schon diese ersten drei Bedingungen sind nicht erfüllbar! So lange du lebst, wirst du dem konstanten körperlichen und geistigen Verfall unterworfen sein. Keine Rentenkasse wäre in der Lage, eine wesentliche Anzahl von ewig Lebenden auf Dauer zu versorgen - du müsstest also wieder arbeiten gehen. Deine Freunde, deine Kinder, Enkel und Urenkel würden schnell wegsterben, du hättest rasch keine Angehörigen mehr.

Wäre das wirklich wünschenswert?

Ich komme zu dem Schluß, dass wir lieber nicht ewig leben sollten. Auch wenn ich - wie du - den Wunsch verspüre, es möge mein Tod niemals eintreten. Dieser Wunsch ist aber nicht nur in der Praxis nicht erfüllbar, er ist bei genauerer Betrachtung auch dann nicht sinnvoll wenn die technisch-medizinischen Möglichkeiten dafür gegeben wären.

Es bleibt uns mithin nur der rationale Kampf mit unserem Selbsterhaltungstrieb, falls wir den gewinnen können, werden wir uns irgendwann den Tod wünschen können. Oder wir geben den Kampf auf und verdrängen unseren Tod - er kommt ja noch lange, lange nicht ... Aber soo lange dauert es gar nicht mehr...
Ich habe gar keine Meinungsverschiedenheit, mit wem auch?

Ich hätte nur nichts dagegen, wenn ich, bei guter Gesundheit, 100 Jahre länger leben würde und es würde mir auch ganz sicher nicht langweilig werden.

Kreativen Menschen kann es nicht langweilig werden, die finden immer herausfordernde Beschäftigungen.

Wer das nicht will, tritt einfach früher ab, denn nur weil wir 100 Jahre länger leben, sind wir noch lange nicht unsterblich.

Anm.: Einen Wunsch nach "ewigem Leben"* habe ich nicht, mir würden zunächst mal 100 Jahre länger Leben völlig reichen.

*ist zu sehr religiös verbrämt
Das "ewige Leben" überlasse ich großzügig den Religioten & Co *grins
Du hast Recht, bald sind wir eh (alle) tot und dann ist es auch gut.
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Interessantes Thema nach Ostern, vielleicht war Jesus ja ein Kryoniker?
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