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Dekan Martin Emge ist schockiert

"Das ist Gotteslästerung" - Raubzug trifft Kirchen in Bayern ins Mark

News Team
Von News Team

Dekan Martin Emge ist Pfarrer in der Pfarrgemeinde St. Ottilie und St. Johannes dem Täufer in Kersbach bei Forchheim. Ein Ort der Stille und des Gebets, der nun zu einem Tatort wurde.


600 Jahre alte Reliquie gestohlen


"Sie haben das Schloss brachial aufgebrochen und aufgesprengt. In der Sakristei waren alle Schränke offen und durchwühlt", beschreibt er seine Eindrücke nach der Tat. Mit einem gefundenen Schlüssel wurde der Tabernakel geöffnet und aus diesem eine Reliquie von St. Ottilie gestohlen. 600 Jahre alte Knochen, welche die kleine Kirche zu einem Wallfahrtsort machten.

"Wenn für unser katholisches Verständnis aus dem Tabernakel das Allerheiligste genommen wird und die Hostien, also der Leib Christi, so verstreut werden. Dann ist das ein Sakrileg, eine Gotteslästerung", findet der Dekan klare Worte.

Sie schlugen schon mehrfach zu


Und der Einbruch in seine Kirche ist kein Einzelfall. Mindestens dreimal schlugen Unbekannte in Oberfranken sowie der Oberpfalz mit teils großer Brutalität zu und haben sakrale Gegenstände im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Doch der ideelle Wert liegt weitaus höher, wie auch Pfarrerin Susanne Sahlmann zu berichten weiß: "Die Abendmahlsgeräte sind das Heiligste, was wir haben. Damit verbinden sich Erinnerungen, das ist unersetzbar." Sie leitet die Pfarrerei in Stammbach (Lkr. Hof), welche ebenfalls Opfer der Einbrecher wurde und wo sogar ein 77 Kilogramm schwerer Tresor in einem Stück geraubt wurde.

Der Geistliche zeigt die Spuren des Einbruchs
News5Der Geistliche zeigt die Spuren des Einbruchs

Das Bayerische LKA hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Die Kunstfahnder gehen von einer zusammenhängenden Serie aus, die vermutlich von Profis durchgeführt wird. Seit dem Frühjahr schlagen sie bereits zu, zuletzt Mitte April.

Das Vorgehen ist immer identisch, weshalb nicht nur ein Hinweistelefon unter der Tel.: 089 / 1212-2060 geschalten, sondern auch eine Belohnung von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt wurde, um den Unbekannten endlich habhaft zu werden.

Auch Emge, der sogar mit seiner Gemeinde für die Täter gebetet hat, hofft, dass diese bald gefasst werden: "Ich kann nur vermuten, dass ihnen Religion nichts bedeutet. Und sie müssen ja nicht glauben, was wir glauben, aber sollten respektieren, was uns sehr heilig ist. Das bewegt mich auch sehr persönlich.“

2 Kommentare

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Eine "Heuschrecken Plage " trägt viele Gesichter !
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Wer mag das wohl gewesen sein....?? Bestimmt keine gläubigen Christen, woher diese auch kommen mögen.
Jetzt fehlt nur noch die Propaganda das es Rechte waren die eine falsche Fährte auslegen wollten.
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