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Traurige Gewissheit: Vermisster Christian M. gefunden

Leisnig: Polizei findet Leiche des vermissten Christian M. (20)

Von News Team - Donnerstag, 07.02.2019 - 18:08 Uhr

Döbeln/Chemnitz (Sachsen). Seit dem Neujahrstag wurde der 20-jährige Student Christian M. aus Leisnig vermisst. Der junge Mann hatte am Silvesterabend eine Feier in seinem Heimatort besucht und sollte in der Nacht auf den 1. Januar im Haus der Eltern übernachten. Doch dorthin kehrte er nicht zurück.

Update: Nach erneuten Suchmaßnahmen im Fall des vermissten 20-Jährigen aus Leisnig machten Taucher der Sächsischen Polizei einen traurigen Fund: In Höhe der Ortslage Kössern konnten die Beamten einen Leichnam im Wasser des Flusses Mulde entdecken. Dieser wurde am 6. Februar durch die Polizisten mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr geborgen.

Wie die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf die Polizei Chemnitz berichtet, konnte der Tote nun identifiziert werden. Es handelt sich um den Vermissten Christian M. aus Leisnig. Wie der Mann zu Tode kam, muss nun geklärt werden.

Laut „Leipziger Volkszeitung“ war Christian zum letzten Mal gegen 3.30 Uhr in der Nacht auf Dienstag am sogenannten „Schloßberg“ in Leisnig gesehen worden. Als er am Morgen danach nicht zu Hause war und telefonisch nicht erreichbar werden konnte, alarmierten seine Eltern die Polizei.

Der „Leipziger Volkszeitung“ erzählten Christians Eltern, ihr Sohn habe nach der Silversterfeier zwar seine Tasche nach Hause gebracht, das Haus aber vermutlich wenig später wieder verlassen. Zeugenaussagen zufolge hatte Christian davor einem Rentnerpaar auf einer Brücke über dem Fluss Mulde geholfen.

Wurde Christian Opfer einer Straftat?

Für Christians Vater, Dirk M., könnte der Sohn Opfer eines Verbrechens geworden sein: „Ich denke, er verlor dabei [als er dem Rentnerpaar half] sein Portemonnaie. Als er das bemerkte und zurückkam, muss ihm etwas Schreckliches zugestoßen sein“, sagte er in einem Gespräch mit der „Bild“.

Den Ermittlern zufolge fanden Zeugen am 1. Januar zwischen 10 und 11 Uhr unter anderem Kleidung und persönliche Dokumente des 20-Jährigen auf einer Fußgängerbrücke in der Nähe des Schloßbergs. Christians Portemonnaie, sein Smartphone und 200 Euro waren allerdings nicht dabei.

Polizei sieht keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen

Doch ein Detail in der Geschichte hatte Vater Dirk beunruhigt: „Es hatte die Nacht über geregnet, die Jacke war [am nächsten Tag] aber ziemlich trocken“, sagte er der „Bild“. Könnte sie möglicherweise erst kurz vor 10 Uhr auf der Brücke abgelegt worden sein?, fragt er sich und deutet auf ein mögliches Verbrechen hin. Die Polizei widersprach erst und behandelte den Fall wie einen Vermisstenfall. Auch nach seinem Fund gehen die Ermittler laut LVZ nicht von einer Straftat aus, die zum Tod des jungen Mannes geführt hätte.

Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise an das Polizeirevier in Döbeln unter der Telefonnummer (03431) 6590 zu übermitteln.

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