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Plötzlich arm: Immer mehr ältere Menschen betroffen

Jeder fünfte Rentner ist von Altersarmut bedroht - So steuern Sie rechtzeitig gegen

Von News Team - Samstag, 08.06.2019 - 16:10 Uhr

Das Armutsrisiko für Rentner in Deutschland steigt. Wenn weder der Staat noch die künftig betroffenen Arbeitnehmer gegensteuern, schlittert nach einer neuen Studie jeder fünfte Rentner in die Altersarmut.

Sinkt das Rentenniveau wie erwartet von heute 48 Prozent auf etwa 43 Prozent im Jahr 2045, steigt die Armutsrisikoquote bei Älteren – wenn sich an den derzeitigen Rahmenbedingungen nichts ändert – um bis zu 20 Prozent. Das geht aus neuen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) für den Deutschen Gewerkschaftsbund hervor.
Den Berechnungen zufolge waren im Jahr 2015 17,5 Prozent aller mindestens 65-Jährigen in Deutschland von Armut bedroht. Bei einer Steigerung um ein Fünftel wäre im Jahr 2045 dies bei 21 Prozent aller Rentner der Fall.

Auch der Anteil derer, die eine Grundsicherung im Alter beziehen müssen, nähme demnach deutlich zu.

Was das Rentenniveau bedeutet

Das voraussichtlich sinkende Rentenniveau bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass man nach 45 Jahren Berufstätigkeit (mit einem Durchschnittslohn) aktuell nach Abzug der Sozialbeiträge 48 Prozent des Durchschnittslohns als Rente erhält, in Zukunft aber nur noch 43 Prozent des dann aktuellen Durchschnittslohns.

Von Altersarmut sind Menschen betroffen, die weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens (das statistisch mittlere Einkommen) zur Verfügung haben. Aktuell liegt das Medianeinkommen für Singles bei gut 1000 Euro monatlich.

DIW-Rentenexperte Johannes Geyer, einer der Studienautoren, resümiert:

Die Gefahr der Altersarmut droht sich infolge des sinkenden Rentenniveaus zu verschärfen.

„Die Zeit läuft davon“

Die Studie berücksichtigt bewusst keine möglichen Maßnahmen bei der gesetzlichen Rente oder der privaten Vorsorge, die insbesondere bei Beziehern von niedrigem Einkommen sehr gering ist.

Allerdings dringen die Autoren auf verstärkte Anreize vom Gesetzgeber: „Die Zeit läuft davon. Man muss Lösungen finden, die die Rente nicht nur finanziell, sondern auch sozial nachhaltig auszugestalten“, fordert DIW-Rentenexperte Geyer.

Forscher fordern Maßnahmen

Um ein höheres Altersarmutsrisiko zu vermeiden, müsse künftig betroffenen Personen und Haushalten gezielt mit zusätzlichen Maßnahmen geholfen werden. Kurzfristig schlagen die Studienautoren vor, die Regelungen der gesetzlichen Rentenversicherung oder die Grundsicherungsleistungen anzupassen. Denkbar wäre etwa, das Rentenniveau zu erhöhen, was allerdings Milliardenausgaben für den Staat bedeuten würde. Längerfristig müsse die betriebliche Altersvorsorge ausgebaut und auch Geringverdienern private Vorsorge ermöglicht werden.

Was Sie jetzt gegen Altersarmut machen können:

  • Freiwillige Beiträge in die Rentenkasse einzahlen
  • Staatlich geförderte Maßnahmen der privaten Altersvorsorge nutzen
  • RIESTER: Kann sich lohnen laut "finanztip.de", wenn Sie eher etwas weniger verdienen und Kinder haben (da gibt es Zulagen) oder überdurchschnittlich viel verdienen (hier winkt ein Steuervorteil). BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE: Lohnt sich, wenn Ihr Chef mindestens 20 Prozent des Beitrags beisteuert und Sie voraussichtlich länger in der Firma bleiben.
  • Ohne Förderung ansparen lässt sich mit Hilfe eines langfristigen Aktien-Fondssparplans. Von Lebens- und Rentenversicherung rät "Finanztip.de" derzeit wegen der hohen Kosten ab.
  • Immobilie: Hier ist Eigenkapital nötig. Lohnt vor allem, wenn Sie selbst darin wohnen wollen. Der Niedrigzins ist zurzeit günstig. Hilfreich sind außerdem Wohn-Riester und Riester-Bausparverträge.

IM VIDEO | Rentenniveau, Versorgungslücke, Eckrentner - Die wichtigsten Renten-Fragen einfach erklärt

45 Kommentare

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Hallo Konrad,
wir waren in der Schule damit wir wenigstens die Grundrechenarten beherrschen. Wenn wir vor Monaten lesen Konnten, daß 1,4 Millionen Menschen keine 1.000 € im Monat haben, dann kann es mit den Renten nicht so gut bestellt sein. Desweiteren wenn jeder 5. Rentner in die Armutsfalle rutscht, dann sind das in Zukunft 20% der Rentner. Abgesehen davon, daß man als Rentner so manches Zipperlein und Krankheiten bekommt, dürfte bekannt sein, das bedeutet höhere Medikationskosten das Alles geht noch von der kleinen Rente ab, Wenn Du die Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehgesellschaften und die Nachrichten vergleichst, dann kannst Du Dir vorstellen, daß einige hier bei WL oftmals geschrieben haben wir werden belogen , betrogen und verarscht - nur viele können es bis heute nicht glauben und wählen sie weiter. Aber die Realität holt sie alle ein.
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Ist schon komisch, vor einigen Monaten hab ich hier noch gelesen das es mit der Rente sehr gut aussieht.
Wird hier nur geschrieben der Unterhaltung wegen???
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Arm aber sexy!! (siehe Foto)
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es ist ERBÄRMLICH und zutiefst abartig wenn du dich dein leben lang krumm legst und deine gesundheit riskierst nur um NICH arbeitslos zu werden und wenn du dann in rente gehst kriegste 48% deines letzten nettolohns als rente ich kann mich erinnern als mein Vater 1992 in rente ging lag dieser satz noch bei ca 75% !!! das wären bei meinem letzten nettoverdienst dann ca 900€ und was krieg ich? 625€ Zum leben zu wenig zum sterben zu viel DAS ist DEUTSCHLAND aber was beschwer ich mich dafür gehts unseren neuen deutschen Mitbürgern blendend NIE für deutschland was getan rübergekommen als " Politischer Flüchtling " und kriegen fürs NICHTSTUN pro Kopf um die 750€ KLASSE nur wenn sich einer traut das öffentlich zu sagen wird er gleich in die " braune Ecke " abgestempelt!!!
Das stimmt
Dem kann man nur voll zustimmen. Wirklich erbärmlich wie man mit dem eigenen Volk umspringt..
Aber nicht nur die Rente liegt es im Argen.
Wenn ich dann auch noch daran denke, das es Parteien und Politiker in unserem Land gibt, die der Bevölkerung den Organspendeausweis aufs Auge drücken zu wollen, um Menschen legal auszuschlachten, hat dies mit Menschlichkeit nichts zu tun.
Wie diese Prozedur nämlich vor sich geht, darüber schweigt man sich wohl wissentlich aus!
Von Christlichkeit oder Nächstenliebe weit entfernt. Da zählen andere Dinge!
Dann wundert man sich auch noch , warum man schlechte Wahlergebnisse einfährt.
..............vielleicht sollten die deutschen Rentner mal auf die Straße gehen - vielleicht hilft es ja - wenn sogar Greta was bewirken kann, können das doch wohl die deutschen Rentner auch............
May in Deutschland demonstrieren geht nich da haben ALLE plötzlich Durchfall oder sitzen vorm Fernseher hauptsache NICH dabeisein anders als zb in Frankreich da sagen die Trucker wir machen die grenze dicht und 10 min später kommste NICH mehr über die grenze DAS is der unterschied zwischen D und F
Manchen muss es offensichtlich noch schlechter gehen bevor sie aktiv werden.
Den Menschen in unserem Land geht es schon schlecht genug, fast keiner traut sich doch zu widersprechen. Wenn doch einer widerspricht, wird sofort mit der 70 jährigen Verganhgenheit gedroht. Noch schlimmer spielt es sich im Berufsleben ab, da ist dann gleich der Arbeitsplatz gefährdet.. Fehlt nur noch,daß man sich bei den Anderen entschuldigen muß, daß man in DL geboren ist.
so ist es leider wize.life-Nutzer
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Wer hat denn die Armleuchter" gewählt ....??? ( natürlich wieder keiner)
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Als Ergänzung zum Abschnitt „Rentenniveau“ in ihrem Artikel gerne die Zahlen dazu. Die Tabelle ( Quelle deutsche Rentenversicherung) zeigt sehr eindrucksvoll die Entwicklung des Durchschnittsverdiensts und parallel dazu das Rentenniveau. Wer in dieser Zeit die politischen Verantwortung für die Menschen in Deutschland hatte ist hinreichend bekannt.
Geringverdienern sollte die Möglichkeit gegeben werden , privat vorzusorgen. Merkt keiner, was das für ein Blödsinn ist ? Geringverdiener haben zu tun über den Monat zu kommen, geschweige denn privat in die Rentenkasse einzuzahlen. Warum wird Erziehungszeit der Mütter nicht als Haupterziehungszeit bewertet, weil Erziehungszeiten gestückelt durch Partnerwechsel auftreten, bzw. Mütter Kinder des neuen Partners miterziehen. Warum gibt es keine Erziehungszeit für Pflegekinder ?
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Moment mal - sollte nicht die Politik etwas gegen Altersarmut machen. Oder sind nur die zukünftigen betroffenen Rentner blöd zur Vorsorge? Wenn Milliarden für Bankenrettung und andere "Dinge" vorhanden sind, kann doch eine auskömmliche Rente für alle nicht das Problem sein.
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Das ist jetzt nur eine Beispielrechnung, also nicht aufregen.
Soviel ich weiss, wenn jemand, sagen wir 1000,- Rente bekommt und er hat sich noch zusätzlich abgesichert, woraus er sagen wir 200,- dazu bekommt. Dann zieht doch der Staat von der Rente die 200,- ab und dann ist man wieder nur bei 1000,- im Monat. Dafür hat man dann jahrelang gespart, der einzige, der spart, ist der Staat!
Wieso? Die 200EUR summieren sich. Nur im Fall, dass jemand auf Sozialhilfe angewiesen ist, wird es derzeit angerechnet - die Freibeträge sind m.M. hier zu niedrig.
Helmut kohl sagte zu Norbert Blüm: Wir müssen sparen und die Gürtel enger schnallen, zugleich nestelte er an Norberts Gürtel herum. Das hat Merkel von Kohl gelernt, andere sollen sparen - nicht sie! Seit Ihrer Regentschaft geht es mit Deutschlands schlechtester Kanzlerin Berg ab und trotzdem gibt es so Verblendete die sie immer noch wählen, Wie kann man da noch helfen?????
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In Deutschland haben die Politiker - wenn es um die Versorgung der Bevölkerung geht, schlichtweg versagt. In den letzten Jahren wurden die Reichen immer reicher- die Anzahl der Armen immer größer. Warum geht es bei uns nicht so wie im Nachbarland Österreich?

Paare ohne Kinder mit besserem Einkommen versichern sich privat - sparen viel Geld und werden von den Ärzten mit Recht bevorzugt. Sie verdienen schlicht mehr an den Privatpatienten. Wenn die Herrschaften dann älter werden und die Krankenkassen-Beiträge steigen, versuchen sie wieder in die normale Krankenversicherung zu kommen... und es gibt Politiker, die unterstützen diese Versuche.
Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben im Alter weniger Probleme. Sie sind bestens versorgt. Ich möchte hier keine Neiddebatte entfachen, sondern nur auf die Unterschiede aufmerksam machen. ... Und unsere Politiker versorgen sich selbst mit fürstlichen Einkommen und Pensionen. Wenn die Herrschaften in Berlin und Brüssel sich im Monat 500 Euro mehr genehmigen, sollten die Erhöhungen für Rentner in gleicher Höhe sein.
Ich kann mir gut vorstellen, das die Politiker dann mit der Selbstversorgung vorsichtiger werden.
In Frankreich wären die Rentner längst auf die Straße gegangen. Dort ist das Sozialsystem auch besser als im reichen Deutschland.
Druck machen geht nur über eine Partei, in der keine Beamten und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst vertreten sind.

Im Gegensatz zu Beamten und Politikern haben Arbeiter und Angestellte hohe Sozialabzüge beim Einkommen. Sie haben ein Recht auf eine Rente, mit der sie ihren Ruhestand ohne Sorgen leben können.
Vielleicht sollten die Senioren in Deutschland eine eigene Volksvertretung haben, von der sie auch vertreten werden. Vorschläge, wie sie sich zusätzlich im Alter absichern können, sind nicht besonders hilfreich. Denn bei vielen ist das Einkommen so niedrig, dass sie sich eine zusätzliche Absicherung nicht leisten können.
Die grauen Wölfe etwa? Nur finanzieren müssen das dann auch die jüngeren Mitbürger.
Das einzige Mittel einer Altersarmut aus dem Weg zu gehen ist VORSORGE, eine gute Ausbildung machen und einen Beruf erlernen, der ausreichend alimentiert wird.
Ausserdem, es müssen in jungen Jahren nicht immer die teuersten Klamotten, das tollste Auto die exklusivste Urlaubsreise usw sein, es gibt auch preiswertere
Angebote.
Das soll soziale Marktwirtschaft von CDU und SPD sein ? Warum lassen wir uns das gefallen ? Vielleicht sollten wir mal aufwachen ! Privat vorsorgen geht nur wenn das Gehalt entsprechend hoch ist und das Geld auf der Bank sicher ist. Es müsste jeder ca,. 250 000€ auf der hohen Kante haben um mit 1000€ pro Monat für 20 Jahre seine rente aufbessert.
Wie wär´s denn mit einem kleineren Auto, einer preiswerten Urlaubsreise und dem Verzicht auf teure Designerklamotten?
Ich kenn da so Einige, die früher das alles, zum Teil mit Schwarzarbeit, in Anspruch genommen haben und heute jammern, weil der Staat ( wir alle ) nur für den Lebensunterhalt auf niedrigem Niveau zahlt.
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Kommen wir aus dieser Falle heraus? Gibt es eine Möglichkeit auf normalem Wege aus dieser kostenfalle herauszukommen? Die üblichen Wege irgendwelche Verträge abzuschließen mit irgendwelchen versicherungsagenturen haben ja deutlich gezeigt führen ins nirgendwo. Das hilft nur den Reichen reicher zu werden und den Armen ärmer zu werden.der meiner Meinung nach einzige Weg ist in Gemeinschaft zukommen gemeinschaftliche Projekte gemeinschaftliche Regelungen gemeinsamer Einkäufe gemeinsame Verträge und so weiter und so weiter
Ja es gäbe eine Möglichkeit, mit einer umfassenden Steuer- und Rentenreform. Wenn wir an Stelle den Lohn zu besteuern, eine Wertschöpfungsabgabe einführen würden, dann gäbe es keine Schlupflöcher mehr für die Industrie- und Autobosse, sowie Google, Mikrosoft usw. mehr. Aber nach unser Finanzminister so überaus Intellegent war als einziger dagegen zu stimmen, daß ausländische Firmen auch besteuert werden sollten, wie berichtet wurde in extra 3 das besagt doch das ganze Niveau diese Regierung.
Das stimmt Peter absolut. Sehe ich genauso dieses Pack wird aber keinen Millimeter nachgeben. Ich habe heute auf dem Bahnhof zwei Polizisten die Pause gemacht haben gesprochen ich kenne die meisten ja ein bisschen, und ich sage dir wie ist das wenn jemand etwas tut was gesellschaftlich nicht okay ist was empfindet der. Nichts sagen sie gar nichts.kann denn jemand der Unrecht tut und wissentlich willentlich Unrecht tut sich selbst reflektieren sie sagen nein jemand der Unrecht tut reflektiert nicht selbst weil dann würde derjenige ja sagen müssen ich tue Unrecht. Also wird es ausgeblendet. Was heißt das Leute die auf Kosten anderer leben blenden Wirklichkeit aus und machen sich da mit schuldig
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