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Online-Banking: EU-Richtlinie PSD 2 tritt am 14. September in Kraft - Was Si ...

Online-Banking: EU-Richtlinie PSD 2 tritt am 14. September in Kraft - Was Sie JETZT wissen müssen

Von News Team - Mittwoch, 10.07.2019 - 18:04 Uhr

In den vergangenen Wochen haben schon viele Bankkunden Post bekommen, in zwei Monaten ist es so weit: Die neue EU-Richtlinie PSD 2 (Payment Services Directive 2) tritt am 14. September in Kraft. Ab dann ist der Online-Zugriff auf das Konto sowie die Ausführung von Zahlungen im Internet nur noch mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung möglich.


Darüber hinaus soll mit der Richtlinie auch der Zugriff von Dritten auf ein Bankkonto ermöglicht werden. Gemeint sind hier andere Banken, aber auch Dienstleister wie Zahlungspartner von Online-Händlern oder auch Anbieter von Apps, die zum Beispiel eine Übersicht aller Bankkonten und Kreditkarten eines Kunden auf gebündelte Weise ermöglichen.

Am stärksten wird die neue Richtlinie wohl aber die Bankkunden treffen. Denn für das Login auf der Webseite des Geldhauses wird das Passwort (Faktor ‚Wissen') allein nicht mehr ausreichen. Hier wird auch eine zweite Form der Authentifizierung notwenig sein, etwa biometrische Merkmale wie etwa ein Fingerabdruck (Faktor ‚Sein’) oder das Smartphone (Faktor ‚Besitz‘).

Dieses Verfahren wird auch bei Transaktionen im geschützten Bereich erforderlich sein. Konnten Kunden bisher zum Beispiel Überweisungen mit einer TAN-Liste oder mTAN beziehungsweise smsTAN freigeben, wird nun auch hier eine Zwei-Faktor-Authentifizierung notwendig. Außerdem wird das Verfahren künftig auch bei Kartenzahlungen im Internet gelten.

Grund für die Einführung der neuen Richtlinie war die Tatsache, dass viele der von den Banken benutzten Verfahren zum Freigeben von Transaktionen nicht mehr ausreichend Schutz vor Betrug boten. Insbesondere die physische TAN-Liste, die jede Bankkunde per Post bekam, und die mTAN, die als SMS an den Kunden geschickt wurde, standen in der Kritik.

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  • Umstellung bereits begonnen

    Wenige Monate vor dem Inkrafttreten der neuen Richtlinie haben Banken nun begonnen, ihre Kunden über die Umstellung zu informieren. Am härtesten betroffen sind Kunden, die nur eine TAN-Liste benutzen. Da in einigen Fällen aber auch die mTAN abgeschafft wird, müssen sich Kunden nach alternativen Methoden umschauen.

    Beliebt sind App-basierte Verfahren wie die Push-TAN und die Photo-TAN. Während bei ersterer die TAN im Laufe der Transaktion von der App generiert und automatisch an die Bank geschickt wird, muss der Kunde bei letzterer einen farbigen oder QR-Code auf der Webseite der Bank einscannen. Mit dem entzifferten Code kann die Transaktion dann freigegeben werden.

    Eine dritte Möglichkeit, die als besonders sicher gilt, stellen sogenannte TAN-Generatoren dar. Bei den Geräten, die der Kunde übrigens selbst kaufen muss, wird anhand von Transaktionsdaten und der Kontonummer eine TAN generiert, mit der anschließend die Transaktion freigegeben werden kann. Eine vierte Möglichkeit ist das seltenere Signaturverfahren.

    Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte immer zwei Geräte benutzen, also entweder Computer und Smartphone oder eines der beiden und einen TAN-Generator. Damit kann verhindert werden, dass Apps ungewollt miteinander kommunizieren. Am kritischsten sind hier laut Experten Android-Geräte, da Sicherheitslücken von den Herstellern nicht gleichzeitig geschlossen werden.

    Übrigens: Stellt eine Bank sowohl die TAN-Liste als auch die mTAN ein und der Kunde besitzt kein Smartphone, bleibt nur der Kauf eines TAN-Generators übrig. Denn wie David Riechmann von der Verbraucherzentrale NRW gegenüber dem „Handelsblatt“ sagt, besteht derzeit kein gesetzlicher Anspruch auf ein komplett kostenfreies Bankkonto.

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  • (feb)

    1 Kommentar

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    "1984" - der Große Bruder weiß alles - warum eigfentlich? Wie kann sich der Einzelne noch dagegen wehren? Sein Geld ins Fürstentum Lichtenstein oder nach Norwegen schaffen, damit man den Klauen des großen Bruders entkommen kann? Die Alternatie wäre der Kauf einer Insel, die keinem Staat gehört. Denn die größten Diebe sind die Banken und die Staaten, die immer neue Steuern erfinden. Wir arbeiten über ein halbes Jahr nur für den Staat, das ist doch nicht normal. Es ist nicht anzunehmen, daß es noch einen anderen Staat gibt der so viele Steuern und steuerarten hat wie Deutschland, es kommen nur immer neue hinzu! Aber keine kommt ganz weg.
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