Verführerisch: Angesichts des derzeit hohen Goldpreises überlegen viele Priv ...

Tipps für den Gold-Kauf: Versteckte Risiken sollten Privatanleger unbedingt beachten

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Gold gilt als älteste Währung der Welt. Und in den vergangenen Monaten kannte die Wertentwicklung für das Edelmetall nur eine Richtung: nach oben.

Der Höhenflug gipfelte Anfang August in einem neuen Rekord: Erstmals knackte der Goldpreis im US-Handel die Marke von 1.500 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) - und erzielte damit den höchsten Preis seit 2013. Aktuell steht er sogar bei 1.520 Dollar.

Goldgräberstimmung allerorten. "Jetzt verfällt die Welt in einen Goldrausch", titelt etwa die "Welt".

Dieser neue Hype um das Edelmetall erfasst auch viele Privatanleger, die nun überlegen, ihr Erspartes in Gold zu investieren. Schließlich gilt Gold traditionell als "Krisenwährung" und "sicherer Hafen".

Vieles scheint auf den ersten Blick derzeit für eine Investition in Gold zu sprechen: Die Zinsen sind niedrig, andere Formen der Geldanlage daher weniger interessant. Der Wert des Goldes steigt - und könnte langfristig weiter steigen.

Darum raten Experten zu Besonnenheit

Doch Experten raten gerade Kleinanlegern zu Besonnenheit. Viele Verbraucher unterschätzten die Risiken, die mit einer Geldanlage in Gold verbunden seien, warnen Verbraucherschützer:

Gold ist keinesfalls der sichere Hafen, als der es oft verkauft wird, sondern eine riskante und spekulative Geldanlage

sagt Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen.

Dass dies vielen Privatanlegern nicht klar ist, hat kürzlich eine Umfrage der Verbraucherzentrale ergeben. Fast ein Drittel der Befragten (28 Prozent) kann sich demnach vorstellen, in physisches Gold wie Barren oder Münzen zu investieren. Dafür spricht aus ihrer Sicht, dass Gold in unsicheren Zeiten eine sichere Anlageform sei. Dass es auch dann noch einen Wert habe, wenn das Finanzsystem zusammenbrechen sollte.

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„Die Ergebnisse der Umfrage deuten darauf hin, dass die teils irreführende Werbung der Anbieter von Gold als sichere und krisenfeste Geldanlage greift“, sagt Wolf Brandes.

Gold-Investments ohne Anlegerschutzgesetz

Was viele nicht wissen: Physische Gold-Investments - also der Kauf von Goldbarren oder Münzen - ist nicht nicht durch Anlegerschutzgesetze geregelt und gehören zum so genannten Grauen Kapitalmarkt. Diese Investments sind nicht gesondert reguliert, es gibt keine Aufsicht über diese Anlageform.

Überhöhte Preise, irreführende Werbung

Die Folge sind Beschwerden über überhöhte Preise, über den Verkauf überteuerter Kleinstmengen und Klagen über die irreführende Werbung mit Blick auf die Sicherheit von Gold. All dies verzeichnet nach eigenen Angaben das Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentralen.

„Anbieter von Gold-Investments feiern den aktuell hohen Goldpreis und werben für das Edelmetall als krisenfeste Geldanlage“, sagt Brandes.

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Doch ganz so sicher und krisenfest wie sich das viele Verbraucher vorstellen - und einige Verkäufer bewerben - ist das Investment in Gold nicht.

Diese Fakten sollten Privatanleger vor dem Goldkauf unbedingt bedenken, raten Verbraucherschützer:

Der Goldpreis kann stark schwanken

Um keinen Verlust zu machen, müssen Anleger darauf hoffen, dass der Goldpreis auch in Zukunft steigt. Doch das ist keinesfalls ausgemacht: "In der Vergangenheit waren starke Kursschwankungen keine Ausnahmen, sondern die Regel", heißt es vonseiten der Verbraucherzentrale. So habe sich etwa zwischen 1987 und 1999 der Goldkurs halbiert. Die Experten geben zu bedenken:

Es kam auch schon vor, dass Anleger 25 Jahre warten mussten, um ihren Einstiegskurs wieder zu erreichen. Wer mag da noch von einer sicheren Geldanlage sprechen?

Gold zu kaufen ist teuer

Wer angesichts des aktuellen Höhenflugs Gold kaufen will, muss dafür einen relativ hohen Preis zahlen. Die Nachfrage ist enorm - vor allem, da inzwischen auch Zentralbanken wie etwa die Chinas oder Russlands inzwischen Gold kaufen. Das treibt den Preis in die Höhe.
"Allerdings gibt es keine Garantie, dass die Preise weiter steigen", so die Verbraucherzentrale.

Was demnach den Kauf außerdem zu einer teuren Angelegenheit macht: Dafür fallen Aufschläge und Gebühren an. Gerade bei kleinen Mengen (1 bis 5 Gramm) sind die Aufschläge hoch.
Außerdem sind die Verkaufspreise bei Händlern meist höher als die Ankaufspreise. Besonders schlecht weg kommt also jemand, der einen Goldbarren kauft - und wenig später wieder verkauft.

Kosten für die Aufbewahrung von Gold

Wer sein wertvolles Edelmetall nicht zuhause in der Strumpfkommode aufbewahren will - was unter Umständen ein hohes Risiko ist - kann das Gold in einem Schließfach bei der Bank deponieren. Dafür fallen natürlich Kosten an. Bevor Anleger ein Schließfach anmieten, sollten sie klären, bis zu welchem Betrag der Inhalt versichert ist. Ist der Goldbesitz wertvoller, muss eine zusätzliche Schließfachversicherung abgeschlossen werden. Auch das kostet.

Gold bringt keine Zinsen oder Dividenden

Gold bringt Anlegern keine Zinsen oder Dividenden. "Gewinne erzielen Sie nur, wenn der Goldkurs steigt und Sie dann verkaufen", so die Verbraucherzentrale. Doch bevor man wirklich einen Gewinn verbuchen kann, müssen natürlich auch die angefallenen Kosten für Kauf, Lagerung und Verkauf (siehe oben) wieder eingespielt sein.

Im Video:

Reines Gold aus Müll?

31 Kommentare

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Man sollte wohl etwa 10% seines Vermögens in Gold angelegt haben. Jetzt kaufen ist natürlich teuer, aber verkaufen ist günstig.
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Da wird mit subtilen Aspekten vermittelt, Gold sei keine sichere Anlage. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt die Verlogenheit dieses Artikels. Wirklich schlimm!!!
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Gold ist die einzige und richtige Zweitwährung, es hauen sich nicht umsonst alle Länder die Keller voll...nur der kleine Mann soll das nicht nutzen.

https://www.n-tv.de/politik/politik_...189075.html
Gold wird natürlich von den meisten Bankern der Welt "gemieden", aber nur in der Öffentlichkeit! Im Keller der Banken lagern die wahren Schätze und Reserven! Das Geld des kleinen Sparers jedoch sollte schon gefälligst im Kreislauf des Finanzwesens bleiben! Jeder Anstieg des Goldes wirft einen Schatten auf das existierende Papiergeld-System, welches auf Zins und Schulden aufgebaut ist! So gesehen ist Gold trotz seiner Stellung an der Seitenauslinie ein "stiller Wächter" über das Finanzwesen und vor Allem dessen Akteure!
ein anderer Vorteil ist natürlcih ,dass es nicht monetär meinen persönlichen Einlagensicherungsgrenze von 100 T pro Konto belastet .,,,,, bei einem totalen Eurocrash .
Ironie aus !
Der Putin ist schon ein cleveres Kerlchen, auch wenn beim Gold eigentlich nur der gesunde Menschenverstand reicht, nur den hat eben auch nicht jeder!
So sieht es aus........aber auch in anderen Bereichen.
Deshalb meine Bezeichnung für den Tausendsassa!
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wie ist es mit zweibeinigen goldschätzen, verlieren die auch mit derzeit an wert,weil der glanz abgeht?
Bei den wahren zweibeinigen Goldschätzen, die übrigens sehr rar verstreut sind, geht der Glanz niemals ab!
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Ab dem 10. Januar des nächsten Jahres sinkt die Schwelle, bei der ein Händler sich den Personalausweis zeigen lassen muß von über € 9.999.- auf 1.999.- €
das ist auch gut so , denn so manches Schwarz- und Drogengeld wird bestimmt in Barren angelegt und vergraben .
Woher weißt du, dass ich meine Barren vergraben habe?
(Nachdem ich mich von einem Lachanfall erholt habe) - Meinst Du wirklich, bei Drogengeldern geht es um Beträge von 10 oder (früher) 15.000.- ?
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Als Depotbeimischung ist eine physische Goldanlage nicht verkehrt . Bis jetzt bin ich 25 % in der Gewinnzone . Die Verkaufs- Erlöse müssen in dieser Klasse nicht versteuert werden ....auch mal ganz nett
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Habe noch nie in Gold investiert, da es keine Erträge abwirft. Und so wird es auch bleiben. Gewinne macht man mit anderen Anlageformen.

Habe übrigens Goldschmuck aus der Familie, die im Goldpreis 20.000,-- Euro abwerfen würden. Sie bleiben mir allerdings als Erinnerung vergangener Jahre und Überzeugungen der Kriegsgeneration erhalten, ohne dass ich über einen Verkauf nachdenke..
Gold ist in physischer Form auch nicht dazu da, Gewinne zu machen, sondern für denn Fall der Fälle die Kaufkraft zu erhalten. Wer an Währungsreformen denkt, weiß das zu schätzen.
War früher so - heute ist der Gegenwert des Geldes nicht mehr in Gold vorhanden.
Was hat das damit zu tun? Wenn die Schulden wegmüssen, muß auch das Geld weg. Einzig Edelmetalle (Gold Silber) haben keine Schulden als Gegenbuchung.
E.W. Du schreibst wirklich nur.............. !
Alle Bundesbanken hauen sich die Keller mit Gold voll, Warum wohl ?
Das ER das mit dem Gold nicht kapiert, solltest du ihm nachsehen, den er ist ja damit beschäftigt, dass unser Rechtsstaat funktkoniert!
ja...könnt Ihr Euch nicht mehr erinnern,vielleicht zu jung...mit einem Goldring konnte man nach WK2 noch Butter und Kartoffel kaufen,um zu überleben!
Für einen massiven Goldring gab es noch ein Schwein obendrauf!
Eine Unze Gold kostete mal 20 Reichsmark. Für den Schein kriegst Du heute beim Antiquar fast nichts. Die Unze Gold kostet heute zwischen 1.300.- und 1.400.- € heute
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