► Video
Riesiges Datenleck bei MasterCard: So finden Sie heraus, ob Sie betroffen si ...

Datenleck bei MasterCard wohl größer als gedacht: So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Großes Datenleck bei MasterCard: Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind vor kurzem Daten von fast 90.000 deutschen Kunden des Zahlungsdiensts im Internet aufgetaucht. Die Daten stammen aus der Datenbank des Kreditkarten-Bonusprogramms „Priceless Specials“.


Wie die „dpa“ berichtet, soll in einem Online-Forum für kurze Zeit eine Tabelle verfügbar gewesen sein, die unter anderem Namen und E-Mail-Adresse der Kunden auflistete. Zudem zeigte die Tabelle jeweils die ersten und die zwei letzten Zahlen der Kartennummer - und in einigen Fällen sogar die Anschrift und die Telefonnummer der Kunden.

Die große Gefahr: Cyber-Kriminelle könnten mithilfe der Daten täuschend echte E-Mails gestalten, um von den Nutzern Passwörter und weitere Informationen zu erhalten. Mastercard teilte in einem Statement mit, das Programm sei vorsorglich geschlossen worden: „Wir nehmen die Privatsphäre sehr ernst und untersuchen dieses Problem mit Hochdruck.“

Datenleck wohl größer als gedacht

Laut Berichten von „Finanz-Szene“ und „Manager Magazin“ könnte das Datenleck bei MasterCard gravierender sein, als bislang gedacht. Demnach sei eine zweite, umfassende Liste mit rund 85.000 unverschlüsselten Kreditkartennummern veröffentlicht worden. Eine Stichprobe ergab, dass es sich um gültige Kreditkartennummern von MasterCard handelt.

Nach Angaben von „Finanz-Szene“ enthält diese neue Liste - so wie die am Montag bekannt gewordene Liste mit Daten von Priceless-Specials-Kunden - keine Prüf- bzw. CVC-Nummern und Ablaufdaten der Karten. Ob die neue Liste nur Kreditkartennummern von Priceless-Specials-Kunden enthält oder auch auch anderer MasterCard-Kunden, ist nicht bekannt.

MasterCard soll von Problemen gewusst haben

Wie „Finanz-Szene“ weiter berichtet, soll der Kreditkartendienst schon seit Wochen von einem möglichen Datenleck gewusst haben. Demnach hätten sich Kunden in den sozialen Medien und Online-Foren beschwert, nachdem sie ihre Priceless-Specials-Coupons nicht mehr einlösen konnten. Diese wären bereits woanders eingesetzt worden.

Drittanbieter soll Leck verursacht haben

In einer Mitteilung an die Presse gab MasterCard an, ein „Drittanbieter“ sei für das Datenleck verantwortlich. Wie unter anderem „Finanz-Szene“ berichtet, zählen zu den ersten Namen, die in dem Datensatz auftauchen, Mitarbeiter einer IT-Firma, die die Datei programmiert haben könnte. Zu Medienanfragen äußerte sich die Firma bislang nicht.

So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind

Wer überprüfen möchte, ob seine persönlichen Daten veröffentlicht wurden, kann dies auf der Webseite des Hasso-Plattner-Instituts tun. Dort wird anhand der E-Mail-Adresse kontrolliert, ob diese in Verbindung mit anderen Daten im Internet offengelegt wurde. Die Antwort auf die Abfrage ist dann innerhalb weniger Sekunden im Eingangsfach der angegebenen E-Mail.

MasterCards Bonusprogramm „Priceless Specials“ ging Anfang 2018 in Deutschland an den Start. Nutzer können durch Transaktionen erhaltene Bonuspunkte gegen Prämien eintauschen.

(feb)

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Da werden massenhaft Karten zum Nulltarif unter die Leute geschmissen und somit Daten abgegriffen von denen keiner weiß wo sie landen. Dann noch diese unsicheren Systeme und der Verbraucher steht mit runter gelassener Hose im Regen. Wer braucht diesen Plastemist den wirklich?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren