Immer mehr Rentner arbeiten auch im Ruhestand

Immer mehr Rentner arbeiten im Ruhestand – das sind die Gründe

News Team
Von News Team

Immer mehr Rentner arbeiten auch im sogenannten Ruhestand weiter – teils sogar im selben Betrieb. In den 2000er-Jahren hat sich die Zahl verdreifacht. Die Gründe sind unterschiedlich, wobei für einen Großteil Geld eine Rolle spielt.

Von der Jahrtausendwende bis 2016 stieg die Zahl der erwerbstätigen Rentner nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums von 530.000 auf 1,45 Million, wie unter anderem die „wiwo.de“ berichtet. Damit verdient sich heute jeder Zwölfte im Ruhestand etwas hinzu.

Mehr Frauen als Männer arbeiten

In einer Umfrage hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt, dass in den ersten drei Jahren nach Rentenbeginn noch fast jeder Dritte arbeitet. Bei Frauen ist dies etwas häufiger der Fall als bei Männern.

Die Gründe sind laut Erhebung:

  • 90 Prozent haben „Spaß bei der Arbeit, brauchen den Kontakt zu anderen Menschen oder wünschen sich weiterhin eine Aufgabe“.
  • Gut die Hälfte der Männer und knapp zwei Drittel der Frauen braucht das Geld.

VIDEO: So viele Rentner leben im Ausland


Fachkräftemangel begünstigt Weiterarbeit

Aus dem Geburtsjahrgang 1950 gingen etwa 170.000 Personen sechs Monate nach Erreichen des Regelrentenalters 65 plus einer abhängigen Beschäftigung nach – nach den Zahlen des IAB doppelt so viele wie noch aus dem Jahrgang 1950. Dabei arbeiten die Rentner teils sogar für denselben Arbeitgeber. Dieser Befund lasse sich unter anderem durch Fachkräfteengpässe erklären, denn qualifiziertes Personal sei derzeit schwer zu ersetzen, erläutert der IAB-Forscher Christian Westermeier.

Viele frühere Geringverdiener arbeiten

Ruheständler sind in manchen Branchen sehr gefragt, so etwa Lehrer, die bundesweit knapp sind. Das Land Berlin holte deshalb sogar 250 Lehrer aus der Pension zurück. Laut Umfrage sind unter den aktiv Arbeitenden aber auch viele frühere Geringverdiener, die ihre Rente aufstocken müssen.

Jede zweite Rente unter 900 Euro

Jede zweite Altersrente liegt unter 900 Euro im Monat, wie die Bundesregierung jüngst mitteilte. Das monatliche Haushaltseinkommen ist meist höher, da einige Rentner weitere Einkommensquellen wie Mieteinnahmen oder Erträge aus Kapitalanlagen haben.

Tatsächliches Einkommen der Rentner 2018

Wie aus dem Rentenversicherungsbericht 2018 hervorgeht, hatten Ehepaare bei Haushalten mit einer Person in Rente 2015 im Westen ein Nettoeinkommen von 2572 Euro, in Ostdeutschland von 2257 Euro. Bei Alleinstehenden sind es jeweils 900 bis 1100 Euro weniger.

56 Kommentare

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Aus dem Geburtsjahrgang 1950 gingen etwa 170.000 Personen sechs Monate nach Erreichen des Regelrentenalters 65 plus einer abhängigen Beschäftigung nach – nach den Zahlen des IAB doppelt so viele wie noch aus dem Jahrgang 1950 ???
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"Aus dem Geburtsjahrgang 1950 gingen etwa 170.000 Personen sechs Monate nach Erreichen des Regelrentenalters 65 plus einer abhängigen Beschäftigung nach – nach den Zahlen des IAB doppelt so viele wie noch aus dem Jahrgang 1950" ???
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Zitate aus dem Text oben:
"Aus dem Geburtsjahrgang 1950 gingen etwa 170.000 Personen sechs Monate nach Erreichen des Regelrentenalters 65 plus einer abhängigen Beschäftigung nach – nach den Zahlen des IAB doppelt so viele wie noch aus dem Jahrgang 1950" ???
Wer hat da Korrektur gelesen? 1950 war ein statistisch spannendes Jahr !
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Seht euch doch an, was nach kommt. Da müüssen doch die Alten den Kopf hin halten wie soll das denn sonst weiter gehen! Mit 0 Bock und Sprüchen, wer arbeitet ist blöd wir machen einen auf Hartz 4 , so wir die Zukunft. Armes DL.und alle schauen zu und keiner macht was dagegen. Lieber auf eine Umweltdemo gehen und der Schule fern bleiben!
So ganz stimmt es nicht,ich kenne genug junge Menschen die arbeiten.Deutschland ist auch nicht arm.Die Jugend ist heute westenlich Intilligenter als früher,ob euch das passt oder nicht.Karl Si
Das kann ich jetzt so nicht sagen. Man sehe sich nur mal den Nachwuchs an . Wie geht es denn in den Schulen zu ? Mobbing Lehrerverarschung und vieles andere mehr, stehen doch täglich auf dem Programm.l.Was wir ernten sind die Früchte der antiautoritären Erziehung. Wenn ich dann dieses Umweltfrüchtchen aus Schweden sehe und die Jugendlichen schwänzen die Schule um zu demonstrieren, wo bleibt denn hier die Intellegenz .
Da lobe ich mir die Alten, die einem Handwerksberuf abgeschlossen haben und ausüben . Auszubildende in der heutigen Zeit zu finden, ist kaum noch möglich . Die andere seite ist, wir brauchen in Deutschland keine studierten Bäcker, Fleischer ,oder Elektriker. Das Klugschei....ertum ist unser Untergang. Davon gibt es jetzt schon zu viele. Bestes Beispiel hierfür sind unsere Politiker und deren Berater !
Ich weiß nicht wie allt sie sind!Mobbing gibt es nicht erst seit heute und antiautoritären Erziehung wurde in den 70iger Jahren praktiziert.Heute gibt es Helikopter Eltern,die sind wieder ganz anders.Ich glaube ,dass die ältere Generation vergisst was in den 60ger war.Die Römer ,sagten damals schon die Jugend sei schlecht.
Ja Monika, Meiner Meinung nach liegt es nicht an der Jugend, sondern an den Eltern und was sie dem Nachwuchs mit auf den Weg geben.
Helikoptereltern sind mir durchaus ein Begriff und ein Gräul.
Ab den 80 ger Jahren hat sich das Bild unserer Gesellschaft gravierend zum negativen verändert. Eine Ellenbogengesellschaft hat sich heraus gebildet die kaum noch zu übertreffen ist. Ich selbst habe es mit erleben müssen ,als eine alte Dame verstorben ist , das ihr Enkel wort wörtlich äußerte, das dies cool sei.
Von den Alten die daneben standen und das mit bekommen haben keine reaktion. Das war nur ein Beispiel von vielen , was ich in meiner beruflichen Zeit erlebt habe.Ich könnte über die Verblödung unserer Gesellschaft ein dickes Buch schreiben, das darfst Du mir glauben.Dazu kommt,d ie Kirche hat sich natürlich auch in den 50 ger , 60 ger und 70ger Jahren nicht mit Ruhm bekleckert und ihren Beitrag an Verkommenheit geleister, das nur am Rande erwähnt.
Mit einen Spruch möchte ich meine Antwort schließen.
So wie die Alten sungen,so zwitschern auch die Jungen . Stammt zwar nicht von den Römern. Lach.
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jch habe mal einen Nebenjob gesucht, es haben sich gewisse Leiharbeiterfirmen gemeldet, habe es aber abgelehnt. Ich will für meine Arbeitskraft auch gut bezahlt werden, und nicht so einen Hungerlohn, den manche anbieten. Mittlerweile mache ich ,, Nachbarschaftshilfe '' bei älteren Rentnerinnen, da blühe ich wohl auf, und verdiene ein bisschen dabei. Das tut mir gut und den Mädels auch..............
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Kenne viele Richter und Staatsanwälte, die sich trotz hervorragenden hohen Pensionsansprüchen nach ihrer Pensionierung als Rechtsanwälte in einem anderen Bezirk niederlassen - sei es in einer Sozietät, Bürogemeinschaft , im Angestelltenverhältnis oder als Einzelkämpfer mit der sog. Wohnzimmerkanzlei.

Manchmal nach Ablauf der Fristen auch im eigenen früheren Bezirk - zur Lachnummer der ehemaligen Kollegen jetzt von der anderen Seite schlau vortragend.

Sie haben einfach keine Hobbies - nur der Beruf war ihr Leben. Sie sterben dann meistens mit 75 Jahren direkt am Schreibtisch.

Die Ehefrauen sind froh, dass er ihnen dann wenigstens nicht in ihren Belangen reinredet.
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Wenn man sich dran gewöhnt hat, fällt Aufhören nicht immer leicht!!
Ansonsten könnte man ja auch eher gehen.....
Genau Dagmar Hollmann, dieses gut und gerne leben trifft vielleicht für Abgeordnete zu die hohe Diäten bekommen und später eine gute Pension. Aber das gemeine Volk ist immer der Dumme. Alles Schönfärberei.
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Und es werden immer mehr! Aber nicht , weil Arbeit sooo schön ist, sondern weil die Rente (ohne grosse Ansprüche und ohne Urlaub!!!) zum Leben nicht reicht. Hört auf von wegen „ein D , wo man gut und gerne lebt“ - das war einmal!
und das übrigens bei 45 Arbeitsjahren!
Mancher findet Arbeit schön- aber das ist natürlich Einstellungssache! Nicht alle sind fleißig- es soll auch Faulpelze geben-------
Du sprichst mir aus der Seele, wize.life-Nutzer
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Die Kommentare dazu gefallen mir und entsprechen der Realität. Keiner geht mehr nach 45 Berufsjahren freiwillig weiter arbeiten. Es gibt Leute, kenne einen Rechtsanwalt der ist ledig und schon lange Rentner, ist unverh. und arbeitet in der Kanzlei weiter, weil sein Beruf auch sein Hobby ist. OK, aber das Ziel sollte doch sein, dass man als Rentner mal das tun möchte, was man in den Berufsjahren nicht konnte. Wer heute i.d. R. noch arbeiten geht, macht das meist wegen dem fehlenden Geld. Mieten und Nebenkosten fressen doch den größten Teil der Rente auf. Dann möchte man auch sich treffen mit Freunden usw., wenn da aber kaum noch Geld für bleibt, brechen die sozialen Kontakte zwangsläufig ab.
Soll mir keiner erzählen, man macht das freiwillig. Ich hatte als Ltd. Sicherheitsingenieur eine gute Zeit und war gerne in meinem Job. Bin aber dann mit 61 Jahren ausgestiegen über ATZ und eine gute Altersversorgung. Ich würde nur noch Arbeiten, wenn ich das müsste. Das Leben in der Freizeit und meine Jahre bis heute, das nimmt mir keiner mehr, kann tun und lassen was ich möchte, mal schlafe ich bis 10 Uhr, dann in den Garten, oder mal weg fahren. Das ist Leben und das sollte jeder in unserem Land so genießen müssen. Wir alle wissen was mit unseren Geldern geschieht, wenn man es anderen großzügig verteilt, dann muss man es uns abziehen... mehr dazu nicht, es sind ja immer noch genug da, die jetzt nachbohren wollen, wie ich das meine....
Ich erzähle Dir aber das ich freiwillig und nicht des Geldes wegen arbeite, und zwar aus dem Grund, meinem Tag eine Struktur zu geben. Ich habe eine super Rente und meine Frau ist noch berufstätig. Für alle anderen Dinge habe ich Zeit ohne Ende. Ich finde Deine Aussage ziemlich anmaßend.
T D, warum fühlst du dich denn angegriffen, das verstehe ich jetzt aber nicht.
Ich hatte es in meinem Kommentar doch erwähnt, dass es Ausnahmen gibt und das ist Ok für mich.
Ich weiss, dass nur die noch arbeiten gehen, die es wirklich brauchen, das Geld und das ist sehr traurig in unserem Land. Wenn man 45 Jahre jeden Tag mit der Uhr mit Terminen gearbeitet hat und dann noch wie du schreibst eine gute Rente hast, dann sei doch froh wenn du zur Ausnahme gehörst. Ich verstehe nicht, warum meine Aussage anmaßend sein soll, wenn hier jeder seine Meinung vertreten darf zum Thema. Ich habe es auf mich bezogen und lese jeden Kommentar mit Interesse.
"Keiner geht mehr nach 45 Berufsjahren freiwillig weiter arbeiten."
Wie können Sie so etwas behaupten? Ich hätte gerne noch länger gearbeitet, meinetwegen bis 69, allerdings zeitlich reduziert.
Und nach dem Renteneintritt, den ich eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht wollte, habe ich sogleich weiter gearbeitet - mit freier Zeiteinteilung und keineswegs, weil ich das Geld dringend brauche, es ist eher "nice to have". Ganz wunderbar, so kann man viel kreativer sein!
Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich rege mich nur über Deine pauschalen Aussagen auf
Deine Aussage von Gestern 17:32
Keiner geht mehr nach 45 Berufsjahren freiwillig weiter arbeiten.

Deine Aussage Gestern 20:52:
Ich weiss, dass nur die noch arbeiten gehen, die es wirklich brauchen, das Geld und das ist sehr traurig in unserem Land.
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Und wenn sie solche und ähnliche Artikel zum hundertsten male bringen und darüber diskutieren und "schön schreiben und verniedlichen" so ändert das nichts an der Realität dass es eine viel zu große Anzahl an früheren Alleinerziehenden Rentnerinnen und früheren Geringverdiener gibt die mit einer unwürdigen kleinen Rente auskommen müssen, was oft gar nicht möglich ist.
Diese Menschen gehen sicherlich nicht als Spaß an der Freude arbeiten (sofern sie überhaupt etwas finden und sie auch eingestellt und dafür bezahlt werden) sondern um des nackten Überlebens willen, weil sie sich schämen auf´s Amt zu gehen und zu betteln, um finanzielle Unterstützung zu bekommen die ihnen eigentlich rein moralisch zusteht.
Denn es ist egal ob jemand 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat ohne Fehlzeiten und bei gutem Gehalt, oder nur 20 Jahre bei geringem Lohn und vielen Auszeiten weil man Kinder groß gezogen, zudem im Niedriglohnsektor gearbeitet hat und so eigentlich einen riesengroßen Beitrag für das Gemeinwohl ( die Gutverdiener und die Reichen profitieren von den Niedriglöhnern ) getan hat welcher aber nur minimal berücksichtigt wird. Es ist einfach zum
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