Gut lachen: Die Rente wird 2020 vermutlich deutlicher steigen als in den ver ...

Renten steigen 2020 deutlich an - Doch das ungewöhnlich hohe Rentenplus hat auch einen Haken

News Team
Von News Team

Jedes Jahr am 1. Juli haben die Rentner in Deutschland Grund zur Freude: Dann nämlich werden ihre Altersbezüge angehoben. In den vergangenen Jahren zumindest war das so - da stiegen die Renten im Schnitt um 3 Prozent.

Im kommenden Jahr könnte der Rentenanstieg höher ausfallen: Dann wäre ein Plus von 5 Prozent möglich, hat jetzt das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel berechnet. Allerdings nur einmalig im Jahr 2020.

Neue Daten und Berechnungsmethoden

Grund für das Extra-Plus von 2 Prozent sind neue, aktualisierte Daten.

Die Höhe der durchschnittlichen Bruttolöhne der vergangenen Jahre - ein ganz wesentlicher Faktor bei der Berechnung der Rentenanpassung - wurde erst im August im Rahmen einer turnusmäßigen Generalrevision angepasst. Dafür wurden neue Datenquellen und Berechnungsmethoden herangezogen.

Im Video:

Rentenniveau, Versorgungslücke, Eckrentner - Die wichtigsten Renten-Fragen einfach erklärt

Dabei stellte sich heraus, dass die Bruttolöhne im Jahr 2016 höher ausgefallen waren als bisher angenommen und in der Rentenformel berücksichtigt. Um Brüche zu vermeiden, wurden die Löhne bis zum Jahr 2000 neu berechnet.

Die Folge: Dadurch fallen jetzt die Lohnzuwächse in jedem Jahr um etwa ein Zehntel höher aus als vor der diesjährigen Revision, so die IfW-Experten in ihrer aktuellen Analyse.

Lesen Sie auch:

Rente: Bis zu 3000 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern


Was wichtige Folgen für die Berechnung der gesetzlichen Rentenversicherung hat. Die mehr als 21 Millionen Rentner in Deutschland würden dadurch sechs Milliarden Euro zusätzlich erhalten.

Denn die Korrektur führt nach Ansicht des IfW zu einer einmaligen Rentenerhöhung von rund zwei Prozent. Zusammen mit der normalen jährlichen Steigerung von drei Prozent könnten dies in der Summe fünf Prozent mehr im Jahr 2020 bedeuteten.

Ernüchterung folgt ein Jahr später

Allerdings: Ein Jahr später, im Jahr 2021, wird das 2-prozentige Extraplus wieder geschluckt. Der Rentenanstieg werde dann um rund 2 Prozentpunkte niedriger ausfallen, so die Prognose der Wirtschaftsforscher.

"Das Rentenniveau ist dann so, als hätte es keine Datenrevision gegeben", heißt es in der Analyse. Immerhin: "Allerdings sind die Renten zeitweise erhöht", so die Experten.

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Jede Rentenerhöhung wird doch durch Anpassungen der Lebenshaltungskosten, den Versicherungs- und Krankenkassenbeiträgen wieder aufgefressen. Das ist doch alles immer wieder nur Augenwischerei. Real wird dem Rentner immer weniger gegönnt, nach dem Motto kein Produktionsfaktor mehr - ab in die Grube. So lange wie es keine vernünftige Rentenanpassung, gleichlaufend mit einer richtigen Steuerreform gibt, so lange gehören die GroKo - Parteien und die grünen Spinner mit allen die eine Grenzöffnung wollen nicht mehr gewählt.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren