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Amazon-Konto gesperrt? Online-Händler warnt Kunden vor zu vielen Retouren

Amazon-Konto gesperrt? Online-Händler warnt Kunden vor zu vielen Retouren

News Team
Von News Team

Amazon eilt der Ruf voraus, besonders kundenfreundlich zu sein. Tatsächlich ist der Online-Händler sehr kulant, vor allem was Retouren angeht. Nun berichten aber Kunden über gesperrte Konten - wegen der hohen Anzahl an zurückgeschickten Artikeln. Die Sperrung kann schwerwiegende Folgen haben.


Wie das Portal "FinanzTip" berichtet, erhielt ein Mitarbeiter eine Warnmail vom Online-Händler. Dort hieß es, er habe eine "außergewöhnlich hohe Anzahl der bestellten Artikel" an Amazon zurückgesendet. Wenn er mit seinem Einkaufserlebnis unzufrieden sei, solle er sich mit dem Konzern in Verbindung setzen.

Die E-Mail klingt zwar harmlos, dahinter steckt aber eine Warnung des Konzerns an den Kunden. Denn zu viele Retouren sind für Amazon verloren gegangenes Geld - unter anderem weil viele Produkte mit angebrochener Verpackung entweder günstiger verkauft oder in einigen Fällen sogar vernichtet werden müssen.

Kontosperrung droht

Passt der Kunde sein Verhalten nicht an, verschickt der Händler eine zweite E-Mail: "Vor einiger Zeit haben wir Sie schon einmal zum Thema Rücksendung angeschrieben. [...] Da Sie weiterhin eine außergewöhnlich hohe Anzahl Ihrer bestellten Artikel zurückschicken, sind Sie offenbar nicht mit unserem Angebot zufrieden."

Hier fordert Amazon den Kunden explizit auf, die hohe Anzahl an Retouren zu begründen. Gleichzeitig wird der Kunde aber auch gewarnt: "Bleibt Ihr derzeitiges Retourenverhalten so außergewöhnlich wie bisher, ohne dass Sie uns eine Begründung mitteilen, [behalten wir uns das Recht vor,] Ihr Amazon.de Konto zu schließen."

Kundenservice zu oft angerufen

Offenbar verschickt Amazon die Warnmails aber nicht nur dann, wenn der Kunde zu viele Bestellungen zurückschickt, sondern auch wenn er den kostenlosen telefonischen Kundenservice zu oft in Anspruch nimmt. "Es sieht so aus, als sammelten Kunden, die häufig anrufen, eine Art von 'Strafpunkten'", schreibt "FinanzTip".

Schwerwiegende Folgen

Sperrt Amazon das Kundenkonto, gehen viele Services verloren. Das sind etwa Konten bei ausländischen Amazon-Niederlassungen sowie bei LOVEFiLM.de und Audible.de und die hier erworbenem Inhalte, im Wunschzettel gespeicherte Informationen, aber auch Geschenkgutscheine und die Nutzung des Bezahldiensts Amazon Payments.

Nicht verloren gehen einige digitale Inhalte wie Musik und Bücher in der Kindle-Bibliothek. Kindle-Kunden, deren Amazon-Konto gesperrt wurde, können sogar weitere Inhalte erwerben und zusätzlich über das Internet auf sie zugreifen.

Über die tatsächliche Sperrung des Kontos informiert Amazon den Kunden in einer separaten E-Mail.

(feb)

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