Der größte Teil der wize.life-Nutzer hat gute Erfahrungen mit dem Beratungsa ...

"Kompetent, umfassend": Das denken die Deutschen wirklich über die Beratung der Rentenversicherung

News Team
Von News Team

Das Urteil der Stiftung Warentest ist ziemlich verheerend: Die Beratung der Deutschen Rentenversicherung zur Altersvorsorge tauge nicht viel, so das Fazit der Verbraucherorganisation.

Die desaströse Einschätzung basiert auf den Erfahrungen von 80 Testpersonen, die sich im Auftrag der Stiftung Warentest bei jeweils einer der 163 Beratungsstellen der Rentenversicherung über die Höhe ihrer künftigen Rente und eine mögliche Rentenlücke informiert haben.

Das Ergebnis hat nicht über­zeugt. Mehr als ein Ausreichend konnten wir nicht vergeben

so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest. Das gelte vor allem für Fragen jenseits der gesetzlichen Rente.

Ist die Beratung tatsächlich so schlecht?

wize.life wollte von seiner Community wissen: Ist die Beratung der Rentenversicherung tatsächlich so wenig zufriedenstellend? Was sind eure Erfahrungen?

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Die Antworten haben uns positiv überrascht - denn der weitaus größte Teil unserer Nutzer hat gute Erfahrungen mit dem Beratungsangebot der Rentenversicherung gemacht, das jeder kostenlos wahrnehmen kann, der in die Rentenkasse einzahlt.

Das sagen wize.life-Nutzer

"Ich war gestern!", schreibt etwa Eric O. "Beratung war umfassend, höflich, viel Zeit. Bestens!"

Wobei man wissen muss: wize.life-Nutzer sind durchaus meinungsstark und kritisch. Umso bemerkenswerter soviel Wohlgefallen.

Im Video:

Rentenniveau, Versorgungslücke, Eckrentner - Die wichtigsten Renten-Fragen einfach erklärt

Dass sie kompetent und ausführlich beraten wurden, heben mehrere wize.life-Nutzer hervor. Hanna H. ist gar voll des Lobes: "Es gibt für uns keine zuverlässigere Behörde als die Deutsche Rentenversicherung."

Ob das so ist, sei dahin gestellt - aber wir hatten schließlich nach den ganz persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen gefragt.

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Und die widersprechen deutlich dem Fazit des Stiftung Warentest-Vorstands Hubertus Primus, der die von den Testern wahrgenommenen Unzulänglichkeiten so auf den Punkt brachte: "Die meisten Berater der Deutschen Rentenversicherung scheiterten bereits daran, alle Alterseinkünfte und die mögliche Rentenlücke zu ermitteln."

Tipp: Gut vorbereitet ins Beratungsgespräch

Wobei: Ganz ohne Vorbereitung sollte man nicht zum Beratungsgespräch gehen, raten einige wize.life-Nutzer. "Ich habe auf alle gestellten Fragen eine Antwort bekommen", sagt etwa Andreas S. "Allerdings habe ich mich vorher schlau gemacht, um auch die richtigen Fragen zu stellen. Sonst hätte ich auch diese Antworten nicht gekriegt."

Das empfiehlt auch die Stiftung Warentest, die trotz des schlechten Zeugnisses, das sie der Beratung der Rentenversicherung ausstellt, unbedingt empfiehlt, das Angebot wahrzunehmen.

Denn: "Alternativen zur Beratung durch die Rentenversicherung gibt es kaum."

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Vor dem Gespräch sollten sich Versicherte selbst einen ersten Überblick über ihre Rentensituation verschaffen. Dafür bietet die Verbraucherorganisation eine kostenlose Check-Liste (Erfassungsbogen) an.

"Es mangelt an kompetenten Beratern"

Doch einige Nutzer berichten von unbefriedigenden Erlebnissen: "Meine Einschätzung: Es mangelt bei der Deutschen Rentenversicherung an kompetenten, umfassend ausgebildeten Beratern", sagt etwa Martina G.

Bei ihrem Gespräch habe ihre Beraterin "überhaupt keine Frage beantworten" können. Erst mit "tatkräftiger Unterstützung" einer Auszubildenden sei es ihr gelungen, die Fragebögen anzunehmen und "hoffentlich an die richtige Adresse weiterzuleiten".

Empfehlenswerte Alternativen

Sie empfiehlt stattdessen die Berater der VdK. Dass andere Rentenberater als die der Deutschen Rentenversicherung könnten eine gute Wahl sein können, so ein Nutzer, der sich Knight Mover nennt: "Ich habe gute Erfahrung mit ehrenamtlichen Rentenberatern gemacht und werde nie mehr direkt die Rentenversicherung fragen."

Und: Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, an einen weniger kompetenten Berater zu geraten, so Aki A., sei es "sinnvoll mindestens zwei Berater zu konsultieren".

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