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Finanzamt verschont immer öfter Reiche: 30 Prozent weniger Prüfungen

Finanzamt verschont immer öfter Reiche: 30 Prozent weniger Prüfungen innerhalb von zehn Jahren

News Team
Von News Team

Finanzämter gehen nach Meinung der „Linke“ zu gutgläubig mit Topverdienern um. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Von der Anfrage berichtet der „Tagesspiegel“ auf seiner Webseite.


Demnach werden besonders Reiche mit Einkünften über 500.000 Euro pro Jahr von Steuerprüfern immer seltener durchleuchtet. Die Zahl der sogenannten Betriebsprüfungen ist von 1.630 im Jahr 2009 auf nur noch 1.150 im Jahr 2018 gefallen - ein Rückgang von fast 30 Prozent.

Damit entgehen vor allem die Menschen einer genaueren Prüfung, deren Steuererklärung aufgrund des hohen Einkommens und Vermögens besonders komplex ist - und für die sich Steuertricks besonders lohnen, wie der „Tagesspiegel“ weiter schreibt.

Bereits 2006 mahnte der Bundesrechnungshof, dass die niedrige Prüfungsquote zu erheblichen Steuerausfällen führt. Die Behörde erwartete damals für jeden zusätzlich kontrollierten Fall eine durchschnittliche Mehreinnahme in Höhe von 135.000 Euro.

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