Rente: Bundesbank für höheres Renteneintrittsalter - Warum wir künftig bis knapp 70 arbeiten sollen

Rente ab 70 - Das sind ja "tolle" Aussichten
Rente ab 70 - Das sind ja "tolle" AussichtenFoto-Quelle: lagom - Fotolia
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Auf die Rentenkassen kommen enorme Herausforderungen zu. Ab Mitte der 2020er-Jahre werden die geburtenstarken Jahrgänge das Ruhestandsalter erreichen. Die Bundesbank schlägt deshalb vor, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre und vier Monate zu erhöhen. Führende Ökonomen äußern sich positiv - mit Einschränkungen.

So betonte Clemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts in München, gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" , die Bundesbank mache darauf aufmerksam, dass die Zahl der Rentenempfänger steige, während die Zahl der Beitragszahler sinke und die Rentenversicherung deshalb reformiert werden müsse. "Die Anpassung sollte allerdings nicht allein durch ein höheres Rentenzugangsalter erfolgen, sondern nur in dem Maße, in dem die Lebenserwartung steigt."

IM VIDEO |Bundesbank empfiehlt: Renteneintritt mit fast 70


Der Finanzwissenschaftler erläuterte weiter: "Menschen mit niedrigeren Einkommen und körperlich belastenden Berufen haben eine geringere Lebenserwartung als beispielsweise Akademiker." Sie würden durch eine Erhöhung des Rentenzugangsalters härter getroffen als durch eine Senkung des Rentenniveaus. Fuest forderte deshalb auch niedrigere Rentenanhebungen: "Die Reform sollte die Renten weniger schnell steigern als bisher vorgesehen."

Länger leben, länger arbeiten

DIW-Präsident Marcel Fratzscher erklärte: "Ohne eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird ein nachhaltiges Rentensystem nicht möglich sein." Denn die größere Umverteilung von jungen zu älteren Menschen über Beiträge und Steuern alleine werde nicht ausreichen, um die demografische Alterung zu bewältigen, so Fratzscher gegenüber der "NOZ". Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters mit der ansteigenden Lebenserwartung sei eine Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Rentensystem.

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"Allerdings werden nicht alle Menschen länger arbeiten können oder wollen", so Fratzscher weiter. Er plädierte deswegen für ein flexibleres Renteneintrittsalter, "bei dem die Menschen mehr Freiheit haben, selbst über ihr Renteneintrittsalter entscheiden zu können".

Das größte Risiko für Menschen, in der Altersarmut zu landen, seien niedrige Löhne, Teilzeitbeschäftigung und unterbrochene Erwerbsbiografien. Fratzscher: "Nur wenn die Politik die Arbeitsmarkt- und Verdienstchancen vieler Menschen deutlich verbessert, kann eine ausreichende Absicherung im Alter gewährleistet werden."

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87 Kommentare

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Das ist ja schon ganz heimlich gemacht worden alles Lug und Betrug hab bekannte die sind jetzt 24 Jahre alt und müssen schon bis 72 Jahre alt sein dann erst Rente der Staat lügt wie gedrückt
Zitat: "alles Lug und Betrug hab bekannte die sind jetzt 24 Jahre alt und müssen schon bis 72 Jahre alt sein dann erst Rente der Staat lügt wie gedrückt " - Wie soll das denn jetzt gehen: wer jetzt 24 Jahre alt ist, ist 2070 schon 75 Jahre alt. Der Vorschlag, um den es jetzt geht, besagt, dass 2070 bis 69 Jahren und 4 Monaten gearbeitet werden soll (ist aber noch nicht beschlossen). Wie kommt der denn jetzt darauf, dass er sogar bis 72 Jahren arbeiten müsste? Der ist tatsächlich einem "Lug und Betrug" auf den Leim gegangen, das stimmt schon. Aber nicht vom Staat, sondern von sonst einer merkwürdigen Person!
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Es währe doch wesentlich einfacher und ehrlicher zu sagen: Rente mit 80 oder 90
Dadurch kann sich jeder überlegen ob er das will oder kann oder ob es für einem nicht besser ist vorher über den Atlantik zu schwimmen und sich in Kanada von einem Bären fressen lassen, oder sich bereits unterwegs von einem Hai zerfleischen lassen.....
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Die Politiker sollen ihre Diätenerhöhung abschaffen,dann hätte man mehr Geld für die die ihr lebenlang gearbeitet haben.
Jawoll, immer feste druff hauen, egal auf wen! Das hilft immer! Hauptsache mal Dampf ablassen. Hilft zwar keinem wirklich, aber man fühlt sich halt immer noch besser als dieser "...schaum", auch wenn man ein Schaumschläger ist!
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macht mal ruhiger weiter so ihr "eliten", irgend wann brennt die ganze bude.
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Das ist doch typisch Deutsch, die AN auspressen wie eine Zitrone und nach der Arbeit bitte den Löffel abgeben. Anstelle die Arbeit zu besteuern sollte man sich Gedanken über eine Wertschöpfungsabgabe einmal Gedanken machen. Für wen sollen eigentlich die vielen Roboter und deren Wertschöpfung arbeiten nur für das Kapital? Warum nicht auch für die Allgemeinheit? Muß es erst zu Krawallen kommen? Nur weil einige Politiker nichts denken können? Im 21 Jahrhundert sieht die Arbeitswelt ein wenig anders aus im Vergleich zum 19. und 20. Jahrhundert. Also müssen die Besteuerung und auch die Sozialkassen anderst behandelt werden. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch innerhalb der EU.
Die Politiker und jetzt auch noch Bänker, die 5-stellige Monatsgehälter und das 14 mal im Jahr, dazu noch Boni kassieren, selbst für Misswirtschaft und dazu noch eine üppige Altersversorgung bekommen, von der jeder Rentner nur träumen kann (die bekommen im Monat mehr als mancher Rentner im Jahr) bestimmen wann die, die diese Sesselfurzer auch noch bezahlen müssen, in Rente gehen müssen/dürfen und wie viel Rente die AN nach bis zu 50- 55 Jahren "ARBEIT" und nicht Stühle platzsitzen, bekommen sollen .... Wann begreifen die Politiker, dass SIE Angestellte des Volkes sind, und von den Steuergeldern der AN, die sie schamlos auspressen wie eine Zitrone, am Leben erhalten werden, sprich bezahlt werden???
Ja Peter völlig richtig, nur wenn in einem Kopf nur Stroh ist, sollte man davon ausgehen, daß Stroh getroschen werden muß in zweierlei Hinsicht: 1. Im Bundestag und auch in vielen Parlamenten wird zuviel leeres Stroh getroschen und 2. Man kann einem Stroh gefüllten Kopf nichts mehr reinbringen.
Ja, da ist durchaus was dran, auch wenn nebenbei manches Stroh gedroschen wurde. Richtig ist aber, dass der Arbeitslohn weniger belastet werden muss. Dafür haben die viel beschimpften und beleidigten Politiker schon mal 2 Schritte unternommen: vor vielen Jahren wurde die Lohnsummensteuer abgeschafft, die mehr Steuern einbrachten, wenn die Arbeitgeber mehr Leute einstellten und/oder besser bezahlten. - Das andere Mal wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % erhöht und gleichzeitig der Sozialabgabensatz um 1 oder 2 % gesenkt, der auf die Löhne abgeführt werden mussten. Gedanke: Sozialabgaben werden nur für Produkte fällig, die in Deutschland produziert werden und nicht für importierte Waren, die Mehrwehrtsteuer dagegen belastet auch die importierten Waren! - Das müsste noch weiter geführt werden!
Sehr geehrter Herr Albrecht,
sicher wurden diese arbeiten vor über 20 Jahren hauptsächlich von den Gewerkschaften und der SPD angeregt und durch geführt. Aber in den letzten 20 Jahren hat sich so viel und schnell vieles geändert, aber nicht in der Sozialgesetzgebung, nicht in der Steuergesetzgebung und im Rentenrecht. Hier wurde doch nur herum gewurstelt. Hier ist man immer noch auf dem Stand der 90 er Jahre. Deshalb plädiere ich von der Besteuerung der Löhne abzusehen und dafür eine Wertschöpfungsabgabe einzuführen, denn die trifft jedes Unternehmen auch die ausländischen und paralell dazu die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Höhe von mindestens 1.200 €.
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Rente mit 70? Ein schlechter Witz.
Wo sind meine jahrelang eingezahlten Beiträge, die zu meiner Versorgung im Alter dienen sollten, abgeblieben.
Wenn das Geld nicht reicht um Menschen, die ihr ganzes Leben schwer gearbeitet haben, eine vernünftige Rente zu zahlen, sollte man anderweitige Einnahmequellen und Sparmaßnahmen in Erwägung ziehen.
Man könnte den Bundestag abspecken, die Diäten der Abgeordneten kürzen, alle müßten in die Sozialversicherung (Rentenkasse) Beiträge zahlen, auch Beamte, Politiker und sonstige Staatsdiener, die ihre Diäten und Pensionen aus Steuergeldern finanzieren.
Vor allen Dingen müßte auch das Migrationsproblem schnellstens gelöst werden. Es kann doch nicht sein, dass eine Asylantenfamilie im Monat mehr Geld zur Verfügung hat als ein schwerarbeitender Familienvater.
Das ist meine persönliche Einstellung und meine Meinung.
Deine jahrelang eingezahlten Beiträge wurden von den Politikern zweckentfremdet und sozusagen sinnlos verprasst ...
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Das Geld war da, nur nicht für Rentner! Das ist einfach nur Menschenverachtend.
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Das System der Rentenversicherung hätte schon längst reformiert gehört, denn dann
wäre die Rente mit 65 gewährleistet.
Ha Ha Ha, nur wenn die Politiker nicht laufend die Rentenkassen plündern würden!!! Der Finanzminister ist Pleite und was glaubst Du, wo die Milliarden für die ganzen Eingewanderten herkommen??? Die plündern auch den Gesundheitsfond ...
Natürlich wurden die Rentenkassen geplündert, aber ich bin der Meinung,
dass ALLE einzahlen müssten.
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Ohne eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird ein nachhaltiges Rentensystem nicht möglich sein.


Der Rente mit 70 wird daher uneingeschränkt zugestimmt.
Wer kann schon bis 70 arbeiten? Ich denke hier an die Menschen, die in
ihrem Beruf schon immer schwer arbeiten mussten (Bauarbeiter, Zimmerleute
usw.) Es gibt wenige Ausnahmen, welche mit 70 noch leistungsfähig sind und wer will schon ältere Menschen beschäftigen?
So eine Aussage ohne Begründung kann nur von einem Beamten kommen. Von denen heute schon viele flüssiger wie flüssig sind = überflüssig!
Elmar, welche Droge wirfst Du Dir ein???
Elmar, bist du ein selbständiger oder beamter oder vielleicht doch nur mehr als ein wenig verwirrt ???
elmar ist mehr als verwirrt
Der Arme, steht er mit seiner Partei-Meinung alleine da! Er kann sich ja bis 70 noch ein wenig ausruhen!
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