Preise 2020: Das wird im neuen Jahr billiger - und das teurer

Bleibt 2020 genug Geld fürs Sparschwein übrig? Kommt darauf an: Auch in dies ...
Bleibt 2020 genug Geld fürs Sparschwein übrig? Kommt darauf an: Auch in diesem Jahr werden einige Dinge für Verbraucher günstiger - bei anderen drohen steigende PreiseFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Neues Jahr, neue Preise: Auch 2020 verändern sich die Kosten für verschiedene Produkte und Dienstleistungen. Welche Dinge des Alltags günstiger werden, welche teurer - und ob Verbraucher damit 2020 mehr oder eher weniger Geld im Portemonnaie haben, erfahren Sie hier.

Das wird 2020 günstiger


Bahntickets
Erstmals seit 17 Jahren sinken die Preise für Zugtickets der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Nachdem die Bundesregierung die Mehrwertsteuer dafür von 19 auf 7 Prozent gesenkt hat, fallen die Preise um rund zehn Prozent.

Günstiger wird auch der Super Sparpreis: Statt bislang 19,90 Euro fallen dafür nun 17,90 Euro an.

Der Preis für eine Sitzplatzreservierung sinkt um 50 Cent: Von 4.50 Euro auf jetzt 4 Euro.

Die BahnCard 100 kostet seit 1. Januar 2020 genau 443 Euro weniger als noch 2019 - sie kostet 3.952 Euro (2. Klasse). Bis 31. Dezember kostete die Zug-Flatrate noch 4395 Euro.

Unklar ist, ob auch die Preise für die BahnCard 25 und BahnCard 50 in diesem Jahr fallen werden. Eine Entscheidung stehe noch aus, teilte die Bahn mit. "Hier müssen sich Bund und Länder einigen."

Besonders günstig sind jetzt Bahnfahrten für Bundeswehrsoldaten: In Uniform müssen sie seit 1. Januar überhaupt nichts mehr bezahlen.

Tampons & Binden
Da Tampons, Binden und andere Produkte der Monatshygiene seit Januar 2020 nicht mehr mit 19 Prozent, sondern mit 7 Prozent besteuert werden, könnten die Preise für diese Artikel. Ob Hersteller und Handel die geringeren Kosten an die Kunden weitergeben, bleibt abzuwarten.

E-Books und E-Paper
Bislang galt der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent nur für Bücher und Zeitungen in Papierform. Das hat sich jetzt geändert - dadurch fällt der Preis für diese digitalen Angebote.

Gesundheits-Apps
Wer als Patient Gesundheits-Apps nutzen wollte, musste die digitalen Angebote bisher aus eigener Tasche bezahlen. Seit dem neuen Jahr können Ärzte die Apps, die etwa bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, Diabetikern oder anderen chronisch Kranken helfen, verschreiben. Die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse.

Pflegekosten
Deutlich entlastet werden Kinder, die sich bisher an den Pflegekosten für ihre Eltern beteiligen mussten. Ab 2020 werden sie nur noch dann zur Kasse gebeten, wenn ihr jährliches Einkommen höher ist als 100.000 Euro (brutto).

Arbeitslosenversicherung
Zum 1. Januar 2020 sind die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leicht gesunken - von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent. Bedeutet Bei einem Monatseinkommen von 3500 Euro im Monat 3,50 Euro Ersparnis für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Das wird 2020 teurer


Strom
Mit dem neuen Jahr müssen sich Millionen Verbraucher auf höhere Strompreise einstellen. Viele Energie-Anbieter haben angekündigt, an der Preisschraube zu drehen - und begründen dies mit dem Anstieg der EEG-Umlage (Erneuere Energien-Gesetz) zur Förderung des Ökostroms. Die steigt in diesem Jahr auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde (+5,5 Prozent). Die Kosten wollen viele Energieversorger an ihre Kunden weitergeben: 506 der 820 örtlichen Stromversorger haben dem Vergleichsportal Verivox zufolge Preiserhöhungen von im Schnitt rund sechs Prozent angekündigt.

Flugreisen
Die Preise für Flugtickets könnten 2020 steigen. Zum 1. April werden höhere Steuern auf Flugtickets fällig: Die Luftverkehrssteuer wird von 7,50 Euro auf 13,03 Euro angehoben (Inlandsflüge), sowie von 23,43 Euro auf 33,01 Euro (Mittelstrecke bis 6000 Kilometer) und von 42,18 Euro auf 59,43 Euro (Langstrecken). Unklar ist, ob und in welcher Höhe die Erhöhungen an die Fluggäste weitergeben.

Nahverkehr
Während die Preise für Zugfahrkarten sinken, wird die Nutzung von Stadtbussen, Trambahnen und U-Bahnen vielerorts teurer. Vor dem Jahreswechsel haben viele Verkehrsverbünde die Preise für den öffentlichen Nahverkehr angehoben. So muss etwa für Nahverkehrstickets in Berlin und Brandenburg jetzt 3,3 Prozent mehr bezahlt werden, in Hamburg steigen die Ticketpreise um 1,3 Prozent und um 2,5 Prozent zwischen Aachen, Bonn und Remscheid.

Lesen Sie auch: Lotto wird teurer - Preiserhöhung um 20 Prozent geplant

Lottospielen
Auch für das Spiel mit dem Glück wird teurer: Ab Herbst 2020 soll der Preis beim klassischen "6 aus 49" für ein Tippfeld auf 1,20 Euro steigen. Der geplanten Erhöhung um 20 Prozent müssen die staatlichen Aufsichtsbehörden noch zustimmen.

Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung
Auf einige gesetzlich Krankenversicherte könnten 2020 höhere Zusatzbeiträge zukommen. Das sind die Beträge, die die Krankenkassen zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent erheben. Seit diesem Jahr teilen sich Arbeitnehmer und -geber die Kosten dafür wieder.

Auch interessant: Härtere Strafen, neue Regeln - Das ändert sich 2020 im Straßenverkehr

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt 2020 von 0,9 Prozent auf 1,1 Prozent an. Jedoch nicht bei allen Krankenkassen. Ob unter Umständen höhere Zusatzbeiträge fällig werden, hängt von deren Finanzlage ab.

Bußgelder
Fehlverhalten im Straßenverkehr wird 2020 zum Teil deutlich teurer. Wer nach einem Unfall durch eine Rettungsgasse fährt, muss künftig ein Bußgeld in Höhe von 200 bis 320 Euro zahlen. Dazu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Halten in zweiter Reihe wird 2020 mit 55 Euro und damit deutlich härter bestraft als bisher. Kommt es dadurch zu einer Behinderung werden sogar 70 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Auch die Bußgelder für Fahrer, die ihr Fahrzeug auf Geh- oder Radwegen parken, steigen auf bis zu 100 Euro. Bisher mussten solche Falschparker 15 bis 20 Euro zahlen.

Günstiger oder teuer? Kommt darauf an

Kfz-Versicherung
Millionen Autofahrer müssen dieses Jahr mehr für ihre Kfz-Versicherung bezahlen. Millionen andere weniger.

Grund dafür ist unter anderem die Regionalklassen-Einteilung 2020, die die deutschen Versicherer jedes Jahr neu herausgeben - auf der Grundlage der Schadensbilanzen in den Zulassungsbezirken.

Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. So profitieren Bewohner dünner besiedelter Bundesländer von günstigeren Tarifen, für die in Großstädten wie Berlin wird es unter Umständen teurer.

Wie die Versicherer die eigene Region einstufen, können Autofahrer hier nachschauen.

"Die meisten werden mehr Geld im Portemonnaie haben"

Doch ganz unabhängig von der Kostenentwicklung für all die genannten Produkte: Finanziell dürfte 2020 ein gutes Jahr für die meisten Bundesbürger sein. Zu diesem Ergebnis kommen Ökonomen vom Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen.

"Die meisten Verbraucher werden mehr Geld im Portemonnaie haben", prognostizierte etwa dessen Konjunkturexperte Torsten Schmidt kürzlich in einem Interview mit der Deutschen Presse Agentur (dpa). Was ihn derart optimistisch stimmt: Der Arbeitsmarkt werde sich auch 2020 relativ robust entwickeln - trotz einiger Probleme in der deutschen Industrie. Außerdem bleibe die Inflation niedrig.

44 Kommentare

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BILLIG ****** was für ein SCHÖNER April Scherz....... Das ganze Leben, wird immer TEUER 💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰💰
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" Besonders günstig sind jetzt Bahnfahrten für Bundeswehrsoldaten: In Uniform müssen sie seit 1. Januar überhaupt nichts mehr bezahlen. "

Was bitte ist denn mit den Menschen die Ehrenämter ausüben, dürfen die auch in Uniform kostenfrei fahren? NEIN, die hat man mal wieder vergessen. Sie leisten ihren Dienst OHNE BEZAHLUNG und sind doch unbezahlbar, wogegen Soldaten ein Einkommen haben.
ich bin feuerwehrmann und das seit knapp 38 jahren aus leidenschaft für andere in not oder wie auch immer und das tag und nacht , 365 tage . so viel zum ehrenamt
Ein Dankeschön an Dich und alle ehrenamtlichen Helfer von mir.
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Muß ein Beamter eigentlich den vollen Strompreis zaheln?
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Und jetzt ? Soll ich mich einbuddeln ? Zahlen tun wir doch immer ! Darum muß man sich immer was auf die besagte hohe Kante legen...! Schönes WE !
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Wo soll dass mit unserer Umwelt noch hingehen, wenn wir nicht umdenken. Das wäre die Frage? Wir alle haben es doch verschuldet!" Nun müssen wir auch mal kürzer treten. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Alles hat seinen Preis!
Nicht jammern, sondern tun!"
... das 'Schlechteste, w. die Regierung getan hat, sind diese "Füllmengen FREI gegeben..." so ein Betrug am Verbrauchen, aber wir s. die Kleinen, also die Masse..... u. so GEHT`S.... Wir werden doch nicht 'GEHÖRT...
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Das ist doch Augenwischerei!
Wer dann mehr Geld im Portomnnaie hat, der melde sich....
Der Staat pfeift aufdem letzten Loch und ihr sprecht von einem guten Jahr.....
...beim kleinen Mann gibt es für Vater Staat immer mehr zu holen als von den "Großen".
Die parken ihr Kleingeld auf dem Bermudas oder sonstwo.
Als FC-Bayern Boss kann man Steuern hinterziehen, darf sich ein wenig auf Staatskosten verpflegen lassen, kommt dann wieder als Vorbestrafter auf den Chef-Sessel - als Nachtwächter wäre er nie eingestellt worden mangels Eintrag in der Führungszeugnis.
Und nicht zu vergessen: ca. 90 % des Kapitals gehören den reichen mit einer Quote von 10 % Mensch. Aber 90 % sind nur "Normalos" mit ca. 10 % des Kapitals.
Einst wurden Bausparverträge und Lebensversicherungen angeboten mit guten Konditionen. Und dann gabes einen Sack voll Kündigungsbriefe.
Der Diesel-Besitzer erlitten Schaden......die Politik hielt sich dezent zurück um die Spenden nicht zu gefährden für die Parteikassen.
Es ist zum ko....!!!!!
Du hast es auf drn Punkt gebracht....
Aber WL kriegt es gebacken von einem guten Jahr zu sprechen....
Sicherlich... Fragt sich nur für wen.......
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Milch ist auch klammheimlich teurer geworden, habe ich gestern festgestellt. Ganze 2 Cent.
Dieses “Frauenzeugs“, das billiger geworden ist, brauche ich nicht mehr.
Milch müsste noch viel teurer werden.
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Hatte eigendlich vor weniger Auto zu Fahren und mehr mit den Öffentlichen...
Das hat sich ja nun erledigt,mit den Erhöungen der Preise....Was die einen immer Erzählen,runter von der Straße ,mehr Öffentliche benutzen..
Habe ein Koll.gehabt,der hat bei den Stadtwercken gearbeitet...Der grient nur...warum ?? Weil erschon immer weniger Bezahlen mußte(strom)und als Rentner immer noch davon Profitiert....
Man könnte mit etlichen Sachen so weiter machen...Aber wir schaffen das schon.
In Hessen gibt es ab 2020 das Hessenticket für Rentner (365 Eur im Jahr oder 1.Klasse 625 EUR im Jahr) von Bensheim bis Kassel sogar rüber auf die andere Rheinseite nach Mainz.
In Augsburg Innenstadt 9 Haltestellen für jeden Kostenlos - Also Einsteingen und Aussteigen ohne Fahrschein ist doch toll.
Da haben es die Rentner in Ungarn besser ab dem 65.ten Lebensjahr sind alle Verkehrsmittel frei man muss bei Zugfahrten nur Schnellzug oder Platzkarten Zuschlag bezahlen und auch das nur die Hälfte . Nicht erst seit heute sondern schon seit den 90 ziger Jahren .Muss nur seinen Personalausweis vor zeigen .
Ist doch merkwürdig, so ein kleines Land ermöglicht es seinen Rentnern, preisgünstig mobil zu sein. In Thüringen gibt es das Abo Mobil 65; das Gebiet umfasst nur Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Gotha, Weimarer Land und Saale-Holzland-Kreis. Nördlich von Erfurt Richtung Sondershausen usw. gibt es das nicht. Der Preis beträgt im Abo 62 €.
Ja anderen Länder sind die Politiker nicht so Gierich wie die Deutsch Politiker die den Bürger so Melken bis nicht mehr da ist, lass Euch weiter so behandeln.
Ja verkehrte Welt..😏
@Angela Dunkelberg Was nützt ein billiger oder gar kostenloser ÖPNV, wenn es keine nutzbaren Verbindungen gibt?
Das stimmt, die Bevölkerung auf dem Land wird abgehängt. Bus-und Bahnverbindungen werden abgeschafft. Manche Orte haben haben keine Anbindungen mehr, aber das interessiert Niemanden.
Genau so ist es....Und dann wird immer gesagt Autos stehen lassen...viele schaffen es sich nur an,um Mobiel zu sein,für Arzt,Einkaufen u.s.w. Trauriges Deutschland........aber wir schaffen das schon.....
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Die versteckten Verteuerungen von Lebensmitteln und täglichen Gebrauchsgegenständen merken wir auf den ersten Blick gar nicht.
Der Inhalt wird einfach reduziert, bei gleichbleibendem Preis !!
Schaut euch alles genau an, was drin ist, Verpackung, wo es herkommt usw. Wir können mit unserem Kaufvehalten sehr viel regeln. Zugegeben, es ist mühsam aber für kleine Erfolge lohnt es sich. Für euch alle ein gutes 2020!
Brot hatte beim Bäcker vorher 1000,0 - heute nur noch 850,0 !
Auch beim Schnittbrot sind statt 10, nur noch 8 Scheiben in der Verpackung !
Wie regelt man da sein Kaufverhalten ?
wize.life-Nutzer, selber backen?
Der Bäcker hat schon Einbußen durch die billigen *Frischbäckereien* in den Supermärkten und Discountern.
Wenn wir jetzt noch anfangen, unser Brot selber zu backen, gibt es bald auch keine echten Bäckereien mehr.
wize.life-Nutzer,ich glaube, das wäre wirklich das kleinere Übel. Die Schnellbäcker sind doch das Problem.Wenn wir bereit wären, einen realen Preis für ordentliche Brötchen zu zahlen, wären alle Bäcker glücklich. Auch wenn ein paar Leute selbst backen.
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Es wäre schon echt lustig was man so alles geändert hat, wen es nicht so traurig und ernst gemeint wäre
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