Rente: Was die Debatte dieses Jahr so richtig anheizen wird

Rente - Eines der Themen, welche die Bürger am meisten bewegt
Rente - Eines der Themen, welche die Bürger am meisten bewegtFoto-Quelle: Christian Jung - Fotolia
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Das neue Jahr ist kaum zwei Wochen alt, da zeichnet sich bereits ein Problem ab, das das Zeug zum Top-Thema 2020 hat: Rente. Zu erkennen daran, dass Politiker die Diskussion befeuern mit Vorschlägen, wie das Rentensystem finanziert und Altersarmut bekämpft werden kann. Aktuelle Forderungen und Positionen im Überblick.

Das Problem ist seit längerem bekannt und der demographischen Entwicklung in Deutschland geschuldet: Immer mehr Rentnern stehen immer weniger Erwerbstätige gegenüber. Ein Dilemma für das umlagefinanzierte deutsche Rentensystem. Wie sollen künftige Generationen für die berechtigten Ansprüche ihrer Eltern und Großeltern aufkommen?

Ergebnisse der Rentenkommission im März erwartet

Die gesellschaftspolitisch enorm wichtige Frage schwelt schon länger - und in diesem Jahr wird die Suche nach Antworten neuen Schub bekommen.

Das liegt auch an einem Datum, das der Diskussion fundierte Vorschläge für eine Rentenreform bescheren soll: März 2020.

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In zwei Monaten nämlich soll der Bericht der Rentenkommission der Bundesregierung vorliegen. Das zehnköpfige Experten-Gremium ist vor knapp zwei Jahren von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eingesetzt worden, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Rente über das Jahr 2025 hinaus gesichert werden kann.

Denn 2025 gilt in Sachen Rente als kritischer Punkt: Ab dann verabschiedet sich die Generation der Babyboomer nach und nach in den Ruhestand - was in das Verhältnis von Rentnern und Beitragszahlern noch einmal eine deutliche Unwucht bringen wird.

Neue Konzepte und Ideen müssen her

Fest steht: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Neue Konzepte und Vorschläge müssen her - und werden auf dem Markt der Ideen bereits zu Beginn des Jahres 2020 heiß gehandelt. Das ist aktuell geboten:

Wohlhabende sollen mehr in Rentenversicherung einzahlen

Auf der Suche nach einer neuen Finanzierungsgrundlage für die Rentenversicherung hat kürzlich SPD-Chef Norbert Walter-Borjans höhere Rentenversicherungs-Beiträge für Gutverdiener ins Spiel gebracht.

Wenn die Finanzierung der Rente "nicht zu unerschwinglichen Sozialabgaben im Arbeitsleben führen soll, muss die Abgabenlast gerechter verteilt werden", sagte Walter-Borjans der "Rheinischen Post". Dies schlägt dafür höhere Beiträge für Gutverdiener vor.

"Die Deckelung für hohe Einkommen gehört genauso auf den Prüfstand wie die Einbeziehung der zunehmenden Einkünfte aus Kapital", sagte Walter-Borjans der Zeitung.

Der demografische Wandel werde dazu führen, dass das Rentensystem "stärker als bisher aus Steuermitteln finanziert werden muss“, so der SPD-Chef.

Starterkit für die Altersvorsorge

Für die Zukunft der Rente setzt die CSU bei den Kleinen an: Kinder bis zum 18. Lebensjahr sollen staatliche Zuschüsse erhalten. "Wir wollen für jedes Kind ein Starterkit für die Altersvorsorge", heißt es in einem Entwurf, über den die CSU-Landesgruppe im Bundestag in der vergangenen Woche bei ihrer Klausur im Kloster Seeon diskutiert hat.

Von Geburt an soll demnach der Staat für jedes Kind 100 Euro im Monat in einen Generationen-Pensionsfonds einzahlen, der das Geld "renditeorientiert anlegt", wie es in dem Vorschlag heißt. Jahrzehnte später soll das Geld dann ausgezahlt werden - mit dem Eintritt in den Ruhestand und zusätzlich zur regulären Rente.

Flexibles Renteneintrittsalter

Auf der Suche nach Ideen, wie das deutsche Rentensystem reformiert werden könnte, schaut die FDP gen Norden. Und hat sich dort, in Schweden, für die Flexibilisierung des gesetzlichen Renteneintrittsalters erwärmt, das nach Ansicht der Liberalen die starre Vorgabe in Deutschland ersetzen und die "sehr erbitterte" Renten-Debatte hierzulande befrieden könnte, so der FDP-Rentenexperte Johannes Vogel.

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Eine solche Flexibilisierung führe dazu, "dass jede und jeder selbst entscheiden kann, wann er oder sie in Rente geht", sagte der Politiker kürzlich der Nachrichtenagentur dpa.

Dies bedeute: Man bekomme umso weniger Rente, je früher man aus dem Arbeitsleben ausscheide - und umso mehr, je länger man arbeite.

Länger arbeiten

Länger arbeiten, später in Rente - dieser Vorschlag kursiert seit einiger Zeit, um das Rentensystem vor einem Kollaps zu bewahren. So schlug im vorigen Herbst die Bundesbank vor, das Alter für die reguläre Rente auf 69 Jahre und vier Monate zu erhöhen. Schrittweise bis zum Jahr 2070.



Dass daran über kurz oder lang kein Weg dran vorbeiführe, glauben auch Deutschlands Arbeitgeber. Angesichts des demografischen Wandels sei es mittelfristig realistisch, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der dpa: "Wenn wir länger leben und dabei auch gesund sind, wird man wahrscheinlich irgendwann darüber nachdenken müssen, ob wir in Relation zum Gesamtleben nicht auch länger arbeiten müssen."

Allerdings: "Diese Debatte sollte man heute nicht führen, denn erstmal steigt das Renteneintrittsalter ja schrittweise bis 2029 auf 67 Jahre an." Und je besser es gelänge, die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, so Kramer, desto weniger stelle sich die Frage nach einer längeren Lebensarbeitszeit.

"Aber im Kern ist es nicht ganz falsch zu sagen: Arbeitszeit muss in einer bestimmten Relation zur Lebenszeit stehen", so der Arbeitgeberpräsident.

Renten-Großdemo geplant

So oder so: Den für März angekündigten Bericht der Rentenkommission der Bundesregierung, der laut VdK "für die weitere Rentengesetzgebung entscheidend sein wird", nimmt der Sozialverband zum Anlass, um zu einer Großdemo aufzurufen - am 28. März 2020 in München.

Das ist zwar kein Freitag, sondern ein Samstag. Aber einen ähnlichen Schwung wie bei den "Fridays for Future"-Demos erhofft sich Vdk-Chefin Verena Bentele von der "Rente für alle"-Demo: "Für das Klima gehen viele Menschen auf die Straße", sagt Bentele. "Wir wollen für das soziale Klima Flagge zeigen. Dazu gehört auch der Kampf gegen Altersarmut in unserem reichen Land."

Im Video: Rentenniveau, Versorgungslücke, Eckrentner - Die wichtigsten Renten-Fragen einfach erklärt

77 Kommentare

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Bis zu der Zeit, wenn die Rente mit 70 erreicht wird, hat sich vermutlich die allgemeine Lebenserwartung nochnals deutlich erhöht haben.
Als das Rentenalter mit 60 Frauen/ 65 Männer erreicht wurde, lag die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen 70 und 80 Jahren..
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Mit einer Rentenreform muß auch eine Steuereform gleichzeitig in Angriff genommen und ein Bedingungsloses Grundeinkommen generiert werden! Alles Andere ist Stück- und Flickwerk, das nicht viel bringt, denn die Beamtscharen in den Parlamenten kennen nur Gebühren und nochmals Gebühren. Wie lange haben diese Heerscharen die Kamaralistik hoch gehalten als das NonePlus - Ultra. Heute wissen Sie, daß eine doppelte Buchführung genau so gut- wenn nicht besser ist.
Wer neben seinem Grundeinkommen arbeitet hat mehr zum Leben und später auch eine bessere Rente. Wer aber lieber seinem Hobby frönt und von seinem BGE leben kann, der kann auf die Arbeit pfeiffen. Die Besteuerung der Arbeitslöhne in der heutige Zeit wird abgeschafft, dafür wird eine Wertschöpfungsabgabe, bei der die jährlich Wertschöpfung von 24.000 € frei sind, geschaffen. Damit wäre das GG gerecht ausgeschöpft. Die Gewerkschaften müßten sich freuen, da endlich gute Löhne bezahlt werden müßten, sonst geht doch keiner zur Arbeit. Die Arbeitgeber haben den Vorteil, daß sie neben dem BGE das Jeder erhält nur den Betrag X hinzuzahlen. Die Wertschöpfungsabgabe errechnet sich Output - Input, was für alle Unternehmen gilt, gleichgültig ob im In- oder Ausland der Sitz ist.
Warum sollte dann der Bäcker aufstehen bzw. wie teuer wird dann ein Brötchen werden? Bei dem Brötchenpreis - wie weit wird dann das monatliche BGE reichen?
Normaler Weise machen Angebot und Nachfrage den Preis aus. Oder wir müssen eben selbst backen, was auch nicht schaden würde. Noch etwas Frank, es soll ja nicht heißen, daß man mit dem BGE wie ein Graf leben kann, sondern nur soviel, daß man über die Runden kommt.
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Der richtige Weg wäre bei den Politikern 50 % zu kürzen, (dann hätten sie immer noch erheblich mehr als der normale Rentner )
Sollte es nicht reichen,dürfen sie sich ein Beispiel an Ex Minister Krause nehmen und Ihre Bezüge im Dschungelcamp erarbeiten. :
Natürlich aus eigener Tasche bezahlt und nicht steuerlich absetzbar !!!!!
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Es ist generell eine Frechheit von der Rente Schmarotzersteuer zu bezahlen müssen.Beim Einzahlen in die Rentenkasse wurde bereits Steuer bezahlt.
Jeder müßte eine Mindestrente von 1400 € Netto bekommen.
Es ist genug Geld da,die Regierung schenkt an andere Länder Geld,das sollen die unterlassen und erst im eigenen Land die Armut beseitigen.
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Es scheint ein Thema zu sein. Die Linke hat es als erste Partei im neuen Jahr aufgenommen und eine Mindestrente von €1200.00 oder mindestens 53% des letzten Gehalts gefordert. Das war ein Anfang für 2020. Als Bürger haben wir ein Recht darauf Gleichbehandlung zu fordern. Das würde bedeuten Renten und Pensionen betragen 53% des letzten Gehaltes bzw. der Besoldung. Da bin ich mal gespannt was die Beamten dazu sagen werden.!!!! Art 3 GG, alle Bürger sind gleich.
Leider wurde 1949 die Berufstätigkeit ausgeklammert.
Das wundert mich auch, dass darüber kaum diskutiert wird. Denn die steuerfinanzierten Pensionen erleiden genauso wie die Renten den demographischen Wandel! Aber die bleiben, wenn ich das richtig verstehe bei, 70 %! Und es gibt keine Einbußen, wenn in früheren Zeiten weniger verdient wurde, da die letzten Jahre gelten! Mich kosten meine 27 Monate Bundeswehr bares Geld, jeden Monat, Beamte verlieren dadurch nichts!
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Ist eigentlich bekannt????? daß die Renten Erhöhungen zu 100% versteuert werden müssen., dies gilt auch bei Renten Empfängern die noch die 50ig% Abschlagsfreue Rente beziehen! Ich habe den Eindruck dies wissen ganz wenige!
Hallo Frau leiner
Hallo Frau Leiner
Das ist ganz logisch.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Hallo Frau Leiner
Das ist ganz logisch.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Haben die das gewusst?
Hallo Frau Leiner
Ich hatte das gewusst.
Viele meinen natürlich,
wenn sie im Jahr 2020 in Rente gehen, das sie einen Rentenfreitrag von 20% ihrer Bruttorente hätten.
Das ist mit Verlaub ein Irrtum.
Wenn sie im Jahr 2020 eine Bruttorente von
sagen wir mal 1.000 Euro haben, so ist der steuerfreibetrag 500 Euro.
Dieser Freibetrag gilt bis zum Lebensende.
Deshalb muss der Rentner jede Rentenerhöhung voll versteuern.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Aber nur, wenn sie den Grundfreibetrag übersteigen und wenn sonst nichts abzuziehen ist! Z.B. Behindertenfreibetrag, Spenden, Krankenkassenbeiträge usw.
Nein, das stimmt nicht. Die Rentenerhöhung ist steurbares Einkommen - ob es besteuert wird hängt von den persönlichen Einkommen und den Freibeträgen ab. Damit ist für die meisten Rentner die Erhöhung steuerfrei bzw. nur sehr gering besteuert.
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Warum erst im März demonstrieren?
"Fridays gegen Altersarmut" (Facebook) organisiert am 24. Januar 2020 in verschiedenen Städten Mahnwachen.
Steht alle auf und zeigt den Politikern dass es nicht so weitergeht.
Interessant, soeben in den Nachrichten gelesen, die französische Regierung gibt bei der Heraufsetzung des gesetzl. Rentenalters nach und es kommt nicht zur Altersrente mit 64 Jahren . Aber in Deutschland möglichst bis 70 Jahre arbeiten gehen.
Hallo Frau Dunkelberg
Wir Deutsche leben um zu arbeiten.
Franzosen arbeiten um zu leben.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Hallo Karl-Heinz, da kann ich Dir nur recht geben.
dann wird es mal Zeit dass auch wir mal aufstehen und laut werden
Die Franzosen habe aber recht denn was nütz mir wenn ich bis ende meines Leben arbeite da nütz mir das Geld auch nicht mehr. Genau so mit der Rente versteuern den die ist doch versteuert worden vom Brutto wird das Netto ausgerechnet der Rest sind Sozialabgaben .Also jemehr ich verdiene jemehr Steuer muss ich bezahlen .Warum geht mann nicht hin und sagt ab 4000,-Euro muss alles versteuert werden das die Vielverdiener dann Steuer bezahlen müssen ,Warum das arme Volk Die Regierung schmeißt so viel Geld am Fenster raus damit könnte man schon die Rente bezahlen .Es wäre auch sinnvoll das es nur eine Rentekasse gibt wo alle einzahlen alles andere ist Lumperei.Aber man braucht ja auch noch Geld für alle Fachleute die die Merkel rein gehohlt hat und die haben nicht in die Rentenkasse eingezahlt aber veraschen kann sie sich selber nur das Deutsche Volk ist noch im Tiefschlaf bin mal gespannt wenn der schlafende Michel aufwacht aber ich glaube das überlebe ich nicht mehr.Man müsste jeden Monat 2 Tage demonstrieren das die Regierung merkt mann kann das mit uns nicht machen aber dafür haben wir keinen Arsch in der Hose. Man haut uns und wir halten still warum eigentlich sonst wehren wir uns doch auch?
Fridays gegen Altersarmut
mittlerweile 285.000 Mitglieder. Es fängt an.
Parteilos, weder rechts noch links. Diese Bewegung betrifft unsere Rente.
Wenn ich in München wäre käme ich mit .
Liebe Frau Dunkelberg: " Aber in Deutschland möglichst bis 70 Jahre" arbeiten gehen." Sehr unwahrscheinlich! Im Jahre 2029 werden Sie bis 67 Jahre arbeiten müssen. Es gabe Vorschläge aus der Wirtschaftswissenschaft und von manchen Arbeitgebern, dass bis 2050 die Altersrente erst mit 70 erreicht werden soll, das ist aber noch von niemandem beschlossen. Selbst wenn es beschlossen würde, müssten Sie heute 40 Jahre jung sein, damit das dann für Sie gilt! Wer heute 57 ist, kann ziemlich sicher mit 67 in Rente gehen und hat dann statistisch noch rund 17 Jahre Rentenzeit zu erwarten!
!
Lieber Herr Kauschat, ich habe in meinen Beitrag etwas übertrieben, aber das ist die voraussichtliche Zukunft für unsere Kinder und Enkel. Im Herbst 2019 wurden bereits diesbezüglich Vorschläge von führenden Ökonomen der Bundesbank in allen Medien verbreitet, das Rentenalter mit Steigen der Lebenserwartung weiter anzuheben.
Schauen wir in die Vergangenheit, unsere Mütter sind mit 60 Jahren,unsere Väter mit 65 Jahren in die wohlverdiente Rente ohne Abschläge gegangen.
Macht doch bloß nicht immer solche Panik. Auch heute noch gehen bei uns mehr als 50% der Arbeitnehmer noch unter 65 in Rente
Gute Nacht zusammen
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Warum kommt niemand auf die Idee, dass ALLE die arbeiten, Arbeiter, Angestellte, Beamte, Selbständige, Politiker, Ärzte etc. Beiträge in eine gemeinsame Rentenversicherung einzahlen. Meinethalben nach dem derzeitigen Punktesystem. Wenn sie dafür später die gleiche Rente (gem. der angesammelten Punkte) bekommen, geht es uns sicher allen gut! Die, die nichts oder wenig einbezahlt haben, müssen später vom Staat unterstützt werden! Und wenn dann wirklich niemand mehr unberechtigt in unsere Rententöpfe greift, dann sehen ALLE Alten, die dereztigen sowie die zukünftigen, einem guten Leben entgegen. Aber da unsere Politiker selbst betroffen sind, und sich durch eine derartige Entscheidung den Ast auf dem sie sitzen selber ansägen würden, werden sie sich hüten, eine derart gerechte Entscheidung zu treffen!
Daß wäre die gerechteste Art die Rente zu finanzieren.Da aber Beamte und Politiker nichts in daß Rentenfinanzierungssystem einzahlen,gleichzeitig aber unverschämt hohe und unangemessene Altersbezüge erhalten wird sich hieran nichts ändern da unsere Politik von Beamten und Unternehmern,die ja auch in keine Rentenkasse eizahlen müssen,dominiert wird.
hm, ist auch bekannt, dass Beamte zumindest bis zum mittleren Dienst enorm weniger Einkommen monatl. haben als in der freien Wirtschaft?

Leider ist das auch bei Angestellten im öffentl. Dienst so mit dem niedrigeren Einkommen obwohl sie dann nix im Alter haben, weil als Rentner auch nur 48% während ja Pensionisten (also Beamte im Ruhestand 75% erhalten).
Hallo Herr sehr engagiert

Ist bekannt, dass die Beamten keine Rentenversicherungs; und Arbeitslosenversicherungsbeiträge zu zahlen haben ?
Ferner ist die Besteuerung durch die etwas niedrigeren Gehälter auch gegeben.
Wie sagte einst Kanzler Kohl :
Es ist nicht wichtig was vorne reinkommt sondern was hinten rauskommt.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Auch die Angestellten im öffentlichen Dienst müssen nicht hungern, denn neben der Rente bekommen sie auch noch die VBL und können damit die selben Altersbezüge wie die Beamten bekommen. VBL ist eine Zusatzrente die nur wenige Angestellte der freien Wirtschaft bekommen.
Na so ganz stimmt das wohl nicht. VBL kenne ich zwar nicht, aber die allgemeinen kirchlichen und staatlichen/kommunalen Zusatzversorgungskassen führen wohl auch nicht zu 70 % des letzten Nettogehalts wie bei den Beamten! Und die konnten steuerbegünstigt auch noch früher private Vorsorge betreiben während bei mir als Angestelltem die Rentenberiträge schon die Vorsorgepauschale erfüllte und nichts weiter abgesetzt werden konnte!
Sie haben Recht, Herr Kauschat, die Zeit, in der die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst für die Annäherung der Angestelltenrenten an die Pensionen der Beamten sorgte, ist seit der Umstellung des Systems vor ca 10 Jahren vorbei. Durch die damalige Umstellung reduzierte sich meine Zusatzversorgung um fast 60 %. Aber für die verbliebenen 40 % bin ich trotzdem sehr dankbar.
Die "Zusatz-Versorgung" VBL ist lächerlich niedrig und muß auch voll versteuert werden
Mein Wissensstand ist leider von 1972 wo die Angestellten des öffentlichen Dienstes noch die gleichen Privilegien wie die Beamten hatten. Daher gehe ich davon aus das die SPD unter Schröder auch am VBL system geknabbert hatte. Hoffentlich gehört diese Partei bald der Vergangenheit an. Sozialismus predigen und die Leute mit niedrigem Einkommen bei der Altersversorgung bestrafen passen nicht zusammen.
Haben Sie den Dreisatz verlernt? Wenn nun 30% mehr Leute einzahlen und je nach Beiträgen und Ansprüche nach dem Punktesystem erwerben, dann hat man später auch 30% mehr anspruchsberechtigte Rentner. Insofern hat man nichts gewonnen.
Zwei Effekte sind aber klar:
a) Einzahler mit hohen Beiträgen haben oft eine höhere Lebenserwartung - daher ist es u.U. ein Minusgeschäft Herrn Winterkorn mit Einzahlen zu lassen und an bis zu Alter von 100 eine Rente beziehen zu lassen.
b) es ist ein Schneeballsystem; sie können sofort alle Selbständigen verpflichten während die Ansprüche erst in einigen Jahren wirken. Dann kommt es wie ein Bumerang auf die Gesellschaft zurück.
Dies würde nur funktionieren, wenn das DRV umgebaut wird und die Rente nicht mehr proportional zur den Einzahlungen berechnet wird und das Umlagesystem zum Teil auf ein Rücklagesystem umgebaut wird. Doch dann würden auch fast alle Rentner und alle Einzahler auf die Straße gehen.
Hallo Herr Mathias
Glauben sie wirklich das alle 30% das Renrenalter von demnächst 67 oder vielleicht 70 Jahren erreichen würden ?
Ich glaube es nicht !
Aus beruflicher Erfahrung kann ich ihnen sagen, dass sehr viele Selbstständige und Künstler wenig verdienen. Oft unter 12.000 Euro.
Nicht jeder ist Manager und bekommt völlig überzogene Gehälter.
Im übrigen bekäme Herr Gerstenkorn allerhöchstens den Rentenhöchstsatz (ca 2.800 Euro)
Diese Manager sind meistens privat versichert
Die Firmen zahlen jährlich Millionen in die private Rentenversicherung damit Herr Winterkorn keinen Gürtel enger schnallen muss.
Und das mit den Politikern in die gesetzliche Rentenversicherung, wäre nicht schlecht.
Grund: damit würden die Herren Politiker jede Kürzung am eigenen Leib spüren.
Aber das sind Träume.
Frau Reichert meinte sicherlich, dass die Hereinnahme von gewissen Personenkreisen, die Finanzierungsbasis
verbreitern würde.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
Wenn ich diese Beiträge so lese bekomme ich eine Erklärung warum Deutschland so unfähige Politiker hat. Warum funktioniert das Rentensystem in der Schweiz und in den Niederlanden? Ganz einfach weil es anders ist und weil es besser ist. Um es einfach zu sagen wir brauchen neue Strukturen in Deutschland und zwar ohne Beitragsbemessungsgrenze. Dann wird auch Herr Gerstenkorn herzlich willkommen sein Mitglied der gesetzlichen Altersversorgung zu werden.
@Hans-Elmar M.: Ihre Aussage: "Wenn ich diese Beiträge so lese bekomme ich eine Erklärung warum Deutschland so unfähige Politiker hat. " ... beantwortet sich ganz leicht: Weil Sie nicht für den Bundestag kandidieren!
Hallo Herr Hans-Elmar M
Dabei ist es relativ einfach Politiker zu werden.
Mann muß :
1. Sitzfleisch haben (um Probleme auszusitzen)
2. Reden können (was manche Politiker eh nicht können)
und jetzt kommt es
3. Dir Wähler anlügen zu können ohne rot zu werden.
Leider scheitere ich an Punkt 3 und machmal an Punkt 2.
Sonst hätte ich es auch mal probiert.
Wie stehts mit Ihnen?
Gruß
Karl-heinz
der alte Sack
@Albrecht Kauschat. Diese Aussage ist genau so gut wie die daß doch alle Kritiker am Beamtensystem die Freiheit haben würden Beamte zu werden. Ohne Parteimitgliedschaft geht in Deutschland gar nichts. Das ist bei mir der erste Punkt und der zweite ist daß ich nicht das Talent habe Ausreden zu präsentieren wenn ein Versprechen mal wieder gescheitert ist. Ich stehe zu dem Versprechen ein Mann ein Wort. Bei den Politikern kann man leider sagen ein Mann, ein Wort und ein Versprechen daß schon morgen nicht mehr gilt. Wie sagte doch einmal Konrad Adenauer:"Was stört mich mein Geschwätz von gestern." Mit dieser Meinung von 1949 kann kein Bürger Vertrauen in die Aussagen von Politikern haben. Daher braucht Deutschland den Volksentscheid auf allen Ebenen.
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Man darf "gespannt" sein!
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wo...sind all die Milliarden der letzten 70 Jahre geblieben...??
die hat Kohl 🥬 in der ganzen Welt verteilt
Und Schröder seine Auslandskonten versorgt
Mal von den HS-30 von F.-J. Strauß und dem Starfigher von Herrn Kai-Uwe von Hassel abgesehen, erledigt sich die Frage in dem Moment, wenn man sich fragt, wieviel Menschen hier schon Rente bezogen haben, die nie auch nur einen Pfennig in diese Kasse einbezahlt haben......!!!!!
Steffen Martins: Das mit Kohl ist aber ein großes Märchen, aber immer wieder schön zu erzählen!
@Helmut Lehrke: Das mit der Rente ohne Einzahlung ist erstens kein großes finanzielles Problem. Zweitens haben die paar mehr Kinder mitgebracht, die jetzt einzahlen, als die die früher selbst eingezahlt haben: Wenn die "DDR"-Bürger mit mehr Kindern als im Westen erheblich mehr in die Kassen einzahlen, dann dürfen dann auch die Eltern Renten beziehen, auch wenn sie persönlich nichts eingezahlt haben. Wir haben einen Generationenvertrag. Ich bekomme nicht das Geld, was ich selbst eingezahlt habe als Rente, sondern das was die heutige Kinder- und evtl. auch schon die Enkelgeneration jetzt einzahlt. Das was ich eingezahlt habe, haben meine Eltern als Rente erhalten. Und so haben auch die heutigen Rentner in der ehemaligen "DDR" ihre Eltern (kümmerlich mit 350 DDR-Mark) finanziert und erhalten heute Rentenbeiträge, die ihre Kinder und Enkel einzahlen. Und so ist es gerecht, wenn jemand Rente bekommt, obwohl er/sie nicht einen Pfennig eingezahlt hat! Allerdings müssten dazu auch die Beamten und Selbständigen herangezogen werden!
Herr Mittermaier das kann ich Ihnen sagen,unser Staat leistet sich in den letzten Jahren, die Griechen mit zig Milliarden schweren Hilfspaketen,leistet sich Millionen Flüchtlinge samt Familiennachzug, In großem Stil finanziertes Kindergeld im Ausland und die Erhöhung der Diäten war auch nie ein Problem.
Aber für die Rente,wenn es um die Leute geht,die Deutschland aufgebaut und selber die Staatskasse gefüllt haben,da muß die Steuer erhöht werden ????? Total ungerecht und moralisch nicht zu vertreten.!!!!
Warum kommen sie jetzt mit Griechenland? Das stellt doch Ihre ganze Mitteilung in Frage. Griechenland hat keinen Cent erhalten! Es wurden Bürgschaften gegeben - also Ausfallsicherheiten. Dadurch konnte Griechenland Geld leihen, welches derzeit wieder zurückgezahlt wird. Diese Kredite kamen vor allem von der EZB und dem IWF. Deutschland hat von diesen Hilfen sogar stark profitiert, da Griechenland nicht als Zielland unserer Exporte ausgefallen ist und da wir anteilig Zinsen erhalten. Diese Zinsen haben sich mittlerweile auf ca. 3 Milliarden EURO angehäuft.
Wir haben es uns also nicht "geleistet", sondern wir haben an den Problemen Griechenlands profitiert. (Wir hatten aber auch bewusst die Risiken getragen.)
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