Neue Konditionen bei KfW-Darlehen 2020 - Bis zu 48000 Euro "geschenkt"

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Sie planen einen Hauskauf oder eine Sanierung? Mit der KfW wird's günstiger
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News Team
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Von News Team

Wer sich mit Gedanken trägt, ein energieeffizientes Haus zu bauen oder seine Wohnung entsprechend zu sanieren, sollte sich unbedingt um ein KfW-Darlehen bemühen. Ab dem 24. Januar bietet die Staatsbank für geförderte Darlehen deutlich bessere Konditionen. Der Kreditrahmen wird erhöht und auch die Tilgungszuschüsse steigen. Wer hier clever agiert, kann bis zu 48.000 Euro reinholen.

Gute Nachrichten für künftige Hausbesitzer und Sanierer: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, besser bekannt unter ihrem Kürzel KfW, hat ihre Konditionen für geförderte Darlehen erheblich verbessert. Hintergrund ist das Klimaschutzpaket der Bundesregierung, die auch über diesen Weg erreichen will, dass Bauherren mehr energieeffiziente Häuser und Wohnungen bauen und Eigentümer ihre Immobilie so sanieren, dass Energie eingespart wird.

Ab dem 24. Januar gelten die neuen Bedingungen. Konkret sieht das bei den KfW-Programmen 151 (Sanieren nach KfW-Effizienzhaus-Standard) und 153 (Neubau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhauses) so aus: Die KfW erhöht das Maximaldarlehen pro Haus oder Wohnung um 20.000 Euro auf jetzt 120.000 Euro. Ein Darlehen dieser Höhe kann derjenige bekommen, der seine eigene Immobilie zum KfW-Effizienzhaus saniert, der sanierten Wohnraum kauft oder der ein KfW-Effizienzhaus baut.

Tilgungszuschuss macht den Unterschied

Der Zinssatz liegt bei 0,75 Prozent, die maximale Zinsbindung bei zehn Jahren und die maximale Laufzeit bei 30 Jahren. Das sind für sich allein genommen bereits gute Konditionen. Einzigartig sind sie auf dem derzeitigen Markt aber nicht. Auch andere Anbieter können hier mithalten. Was die Darlehen der KfW jedoch besonders attraktiv macht, und deshalb sollten Bauherren und Sanierer in jeden Fall versuchen, ein solches Darlehen zu bekommen, sind die Tilgungszuschüsse der Staatsbank. Auch diese wurden im Rahmen des Klimaschutzpakets erhöht.

Beim KfW-Programm 151, der energieeffizienten Sanierung nach KfW-Effizienzhaus-Standard, wurde der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozent erhöht. Wer zum Beispiel seine Immobilie zum KfW-Effizienzhaus 55 saniert, kann bei einem Kredit von 120.000 Euro jetzt mit einem Tilgungszuschuss von 40 Prozent, also mit bis zu 48.000 Euro gefördert werden. Beim KfW-Effizienzhaus 100 sind es bis zu 33.000 Euro.

Die KfW unterstützt auch Gebäudesanierung
imago/photothekDie KfW unterstützt auch Gebäudesanierung

Auch bei energetischen Einzelmaßnahmen, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben (KfW-Programm 152) erhöht sich der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozent auf nun 20 Prozent. Der maximale Kredit liegt hier bei 50.000 Euro. Das bedeutet: Wer einen solchen Kredit erhält, kann mit einer Förderung von bis zu 10.000 Euro rechnen.

Beim Bau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhauses (KfW-Programm 153) erhöht sich der Tilgungszuschuss um 10 Prozent. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus wird der Kredit von maximal 120.000 Euro mit 25 Prozent gefördert, also mit bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit. Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 sind es immer noch 15 Prozent und bis zu 18.000 Euro.

Förderung steigt mit Energieeffizienz

Grundsätzlich gilt: Je energieeffizienter die Immobilie ist oder, bei einer Sanierung, werden soll, desto höher ist die Förderung. Der Standard KfW-Effizienzhaus 40 bedeutet beispielsweise, dass dieses Haus in einem Jahr nur 40 Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Referenzhauses benötigt.

Erreicht wird dies etwa durch eine optimierte Dämmung, durch Wärme- und Stromgewinnung mit regenerativer Energie sowie einer energiesparenden Lüftungsanlage. Beim neuen Standard KfW Effizienzhaus 40 Plus kommt hinzu, dass ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs am Gebäude erzeugt wird und im Haus für den späteren Verbrauch gespeichert werden kann. Nähe Infos finden sich auf: www.kfw.de

So kommen Sie an einen KfW-Kredit

Der Weg zum KfW-Kredit selbst ist relativ einfach. Diese Kredite werden über Banken und Versicherungen beantragt und abgewickelt. Üblicherweise ist das die Bank, die in dem Bau- oder Sanierungsvorhaben ohnehin involviert ist. Wichtig bei einem KfW-Kredit ist es aber, vor den Bau- oder Sanierungsmaßnahmen einen von der KfW anerkannten Energieberater hinzuziehen.

Der Experte ist in die Planung des Bauvorhabens involviert und bestätigt schließlich die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen. Diese Bestätigung wird für den Antrag bei der KfW benötigt. Ein Sachverständiger in der Nähe lässt sich leicht über die Suchmaske auf der Internet-Seite der KfW ausfindig machen: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Das-KfW-Effizienzhaus/

Wichtig zu wissen: Auch für die Kosten des Energieberaters bietet die KfW eine Förderung an (Programm 431). Übernommen werden 50 Prozent der Kosten, der Zuschuss beträgt maximal 4000 Euro.

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