6 Tipps zur Altersvorsorge - Wie Sie Ihr Geld richtig anlegen

6 Tipps für eine sichere Altersvorsorge
6 Tipps für eine sichere AltersvorsorgeFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Die gesetzliche Rente wird in den meisten Fällen im Alter nicht ausreichen. Private Altersvorsorge ist daher längst unabdinglich geworden. Doch bei der Vielfalt an bestehenden Geldanlageformen und der verschwindend geringen Rendite bei traditionellen Sparformen ist es für Verbraucher nahezu unmöglich geworden, einen Überblick zu behalten. Mit einer unabhängigen Beratung von Banken und Versicherungen ist kaum zu rechen, da diese Eigeninteressen verfolgen.

Diese 6 Tipps zur Altersvorsorge sollten Sie UNBEDINGT berücksichtigen:

1. Bausparen bringt nichts mehr

Alte Bauspartarife mit Renditen von bis zu vier Prozent gehören längst der Vergangenheit an. Bausparkassen versuchen sogar, diese Alt-Verträge zu kündigen und die Kunden loszuwerden. Aktuell liegt der Zinsertrag nur noch bei maximal 0,25 Prozent. Zu wenig für die Altersvorsorge.

2. Riestern lohnt sich kaum

Ursprünglich war die Riester-Rente dazu gedacht, die Rentenlücke mit einer staatlich geförderten Anlagemöglichkeit zu schließen. Doch in der Praxis funktioniert das nicht.

Um die staatliche Förderung maximal zu nutzen, müssten Anleger vier Prozent ihres Einkommens anlegen. Wer beispielsweise in diesem Jahr in Rente geht, würde laut einem aktuellen Rentenbericht der Regierung 113 Euro monatlich beziehen. Doch die wenigsten riestern in dieser Höhe.

Außerdem mangelt es bei Riester-Verträgen an Transparenz. Die genaue Höhe der Rente, die komplett versteuert werden muss, erfahren die Sparer meist erst kurz bevor sie in den Ruhestand gehen.

Lesen Sie auch: Riester-Rente: So wenig bekommen Sparer heraus

3. Aktienfonds für Risikobewusste

Aktienfonds versprechen langfristig gute Chancen auf Rendite. Indexfonds, sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), sind laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen dabei "preiswert, berechenbar, flexibel und vielseitig und vor einem Verlust bei Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt". Am besten schließt man ETFs über eine Direktbank ab.

Von Kapitallebens- und privaten Rentenversicherung sollte man dagegen lieber die Finger lassen. Beide Anlagemöglichkeiten haben zu lange Laufzeiten, ein hohes Abbruchrisiko, erzielen nur eine magere Rendite und verstecken teure Verwaltungskosten.

4. Auf Kosten achten

Egal, für welche Anlagemöglichkeit Sie sich entscheiden, auf die Kosten sollten Sie auf jeden Fall achten. Denn diese schmälern Ihre Rendite. Fragen Sie genau nach, wie hoch etwaige Depotkosten, Verwaltungskosten, Provisionen oder Ausgabeaufschläge sind und wählen Sie die günstigste Alternative.

5. Keine zu langen Laufzeiten

Legen Sie Ihr Geld so an, dass Sie Zugriff haben, sobald Sie es benötigen. Für die langfristige Altersvorsorge bedeutet das: In Etappen sparen. So können Auszahlungen wieder neu angelegt werden. Verhindern sollten Sie, dass Ihr Geld über Jahrzehnte gebunden ist.

6. Pflegeimmobilie

Für Privatanleger ist diese Form der Altersvorsorge noch relativ neu. Es handelt sich dabei um eine sichere Anlagemöglichkeit mit vergleichsweise hoher Rendite. Dies hängt vor allem damit zusammen, wie eine Pflegeimmobilie entsteht.

Bauträger und Betreiber (freie Wohlfahrtsverbände, gewerbliche Träger oder Kommunen) tun sich zusammen. Während der Bauträger das Bauvorhaben realisiert, wird der Betreiber die Immobilie später nutzen.

Noch ehe das Bauvorhaben umgesetzt wird, durchläuft die geplante Pflegeimmobilie Kontrollinstanzen von vier unabhängigen Parteien: dem Bauträger, dem Betreiber, der finanzierenden Bank sowie den Krankenkassen. Während des Baus wird die Qualität nicht durch den künftigen Betreiber, sondern durch unabhängige Gutachter geprüft. Für die privaten Anleger bedeutet das größtmögliche Sicherheit, dass sich ihre Investition auch rentiert.

Die Verbraucher können schließlich Wohneinheiten erwerben und langfristig mit dauerhaften Mieteinnahmen rechnen. Und zwar ohne sich - wie bei einer Eigentumswohnung - um Mieter, Nebenkosten oder Instandhaltung kümmern zu müssen. Sollte der private Anleger später selbst von der Pflegeimmobilie Gebrauch machen wollen, greift das Vorbelegungsrecht. Das bedeutet, ihm wird der nächste freie Platz garantiert - unabhängig von der Belegung des eigenen Pflegeapartments.

Im Video: KfW-Darlehen für Wohnungskäufer: Jetzt Tausende Euro zurückholen

Generell rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen zu folgenden Faustregeln:

  • Verzichten Sie auf einen Dispo, da dieser sehr teuer ist.
  • Legen Sie zwei bis drei Nettogehälter auf die hohe Kante (Singles 5000 Euro, Familien 10.000 Euro).
  • Eine größere Summe sollte für Investitionen wie bspw. ein Auto längerfristig (2-6 Jahre) sicher angelegt werden.
  • Für den langfristigen Vermögensaufbau dienen dann oben genannte Vorschläge.

Auch interessant
Früher in Rente gehen bedeutet Abschläge - Doch es gibt Ausnahmen

Pflegeimmobilien als Geldanlage mit Option auf späteren Bezug - Immer mehr wollen dabei sein

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.