Rente sichern mit freiwilliger Zahlung - Frist endet bald

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Versicherte mit verminderter Erwerbstätigkeit können sich durch freiwillige Beiträge ihren Rentenanspruch sichernFoto-Quelle: Pixabay
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Freiwillig rentenversichert: Wer nicht pflichtversichert ist, kann dennoch in die Rentenversicherung einzahlen. Das ist auch rückwirkend für 2019 möglich. Allerdings endet dafür bald die Frist. Solche Zahlungen kommen nicht für jeden in Frage: Für wen solche Beiträge sinnvoll sein können, erfahren Sie hier.

Noch bis zum 31. März 2020 ist es möglich, freiwillig Beiträge für das Jahr 2019 an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen. So eine Zahlung kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein.

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Die Abgabe kann sich insbesondere lohnen, um überhaupt einen Rentenanspruch zu erwerben, Rentenanwartschaften aufrechtzuerhalten, oder um die spätere Rente zu erhöhen.

Allerdings steht diese Möglichkeit nur einem bestimmten Personenkreis zur Verfügung - all denjenigen nämlich, die nicht schon über die Deutsche Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Interessant bei verminderter Erwerbstätigkeit

So können sich Versicherte mit verminderter Erwerbstätigkeit - etwa wegen der Geburt eines Kindes - ihren Anspruch auf eine Rente durch freiwillige Zahlungen sichern.

Das kann sich vor allem für diejenigen lohnen, die bereits Pflichtbeiträge für die Erziehung eines Kindes bekommen haben, allerdings die für einen Rentenanspruch nötige Wartezeit von fünf Jahren noch nicht erfüllen.

Um zu verhindern, dass sie aus diesem Grund keine gesetzliche Rente bekommen - und damit gezahlte Beiträge und Pflichtbeiträge durch Kindererziehungszeiten verfallen - können sie durch freiwillige Beiträge einen Anspruch auf Regelaltersrente erwerben.

Auch für Selbstständige, die aus der Versicherungspflicht ausgeschieden sind, ist diese Option interessant, wenn sie ihre Ansprüche nicht verlieren wollen.

Wer ist berechtigt?

Nicht jeder ist berechtigt, freiwillige Beiträge zu zahlen. Die meisten Arbeitnehmer sind ohnehin pflichtversichert. Das bedeutet, sie sind automatisch in der Deutschen Rentenversicherung versichert - und dürfen sich darüber nicht freiwillig versichern.

Auch Rentner dürfen nur unter bestimmten Bedingungen freiwillige Beiträge zahlen.
Möglich ist dies nur, wenn sie

  • die volle Rente beziehen, aber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben
  • keine volle Altersrente beziehen, sondern nur eine Altersteilrente
  • eine Rente wegen Erwerbsminderung erhalten

Bedeutet umgekehrt: Rentner mit voller Altersrente, die bereits die Regelaltersgrenze erreicht haben, können sich nicht auf diese Weise freiwillig versichern.

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Die freiwillige Rentenversicherung sollte zudem nicht verwechselt werden mit den freiwilligen Sonderzahlungen, die jeder - auch Pflichtversicherte - ab einem Alter von 50 Jahren leisten können, um Rentenabschläge auszugleichen oder die spätere Rente aufzustocken.

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Höhe der Beiträge

Bei einer nachträglichen Zahlung für das Jahr 2019 kann die monatliche Beitragshöhe zwischen dem Mindestbeitrag von 83,70 Euro und dem Höchstbetrag von 1283,40 Euro frei gewählt werden.

Berechtigt dazu sind generell Menschen ab dem 16. Lebensjahr, die in Deutschland wohnen (unabhängig von Staatsangehörigkeit), sowie Deutsche, die sich im Ausland aufhalten.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich freiwillig zu versichern, sollte sich vorher von seinem Rentenversicherungsträger beraten lassen, empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung. Nähere Informationen gibt es in dieser Online-Broschüre.

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autoren wize.life

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