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Kleingeld sammeln und am Geldautomaten einzahlen

Lästige Kupfer- und Messingmünzen? Wie Kleingeld Spaß macht

„Rascheln will ich’s hören im Klingelbeutel“, sagte der Pfarrer uns Meßdienern. Kein Kleingeld, Scheine sollten es als Opfergabe sein. Ja, es stimmt, mit Scheinen lässt es sich schneller rechnen und leichter zahlen. Denn lästig ist es schon, dieses Kleingeld. Diese Kupfermünzen und Messingrundlinge. Sie klappern in den Taschen klappern und zerstören das Futter. Das war mit den Pfennigen kaum anders als mit den Eurocents heute.

Pfennigfuchser und Centsucher an der Kasse


Richtig ungehalten über das Kleingeld kann man an den Kassen der Supermärkte werden. Eine lange Schlange hat sich gebildet und Alle warten, die eingesammelten Waren auch bezahlen und rasch mit nach Hause nehmen zu können. Alle. Nur ein Kunde nicht. Er – nach meiner, schier unbedeutenden Wahrnehmung meist eine Sie - kramt in aller Seelenruhe in seinem Portomanie und will sein Kleingeld loswerden.

Die Münzen werden herausgefischt, umgedreht, entziffert, gezählt und dann ist der nächste Cent dran. Da ganze Repertoire des niederen Eurogelds wird da durchdekliniert. Es dauert und dauert. Eine gefühlte Ewigkeit.

Der Kassierer blickt stoisch. Verdreht die Augen. Zählt mit. Will helfen. Aber nein, ans Geld wir er nicht gelassen. Wehe.

Während ich dem zusehe und meine Ungeduld wächst, keimt mir der Verdacht auf, dass sich mancher Käufer einen Spaß daraus macht, das Zählen des Kleingelds zum Zahlenr zu zelebrieren. Denn er zählt zuerst die kleinen Münzen durch, bevor er dem Kassierer mit einem Geldschein den Betrag passend macht. Zahlte er mit einem größeren Geldschein, hätten die flinken Finger des Kassiers längt das Restgeld dem Kunden ausgehändigt. Seine Geldbörse würde noch voller und schwerer mit all dem Metall.

Kleingeld abschaffen?


Nun haben einige superschlaue Politiker vorgeschlagen die kleinen Münzen doch abzuschaffen – weil nicht rentabel und zu umständlich. Die Preise könnten doch einfach gerundet werden. In welche Richtung haben sie nicht gesagt. Brauchen sie auch nicht.

Kaum ein Kaufmann würde aufrunden. Nicht nur deswegen bin ich dagegen und möchte das Kleingeld beibehalten. Weiß doch jeder, dass 6.99 € einen höheren Kaufanreiz auslösen, als 7 Euro. Nicht nur die Großmärkte rechnen in Centbeträgen auch die Einkäufer der Diskounter kennen den halben Cent. Am Ende macht’s die Masse. Und selbst der Staat mit seinen Steuersätzen muss mit dem Cent rechnen. Verzichten will er nicht, aufrunden darf er nicht.

Zum Geldautomaten und einzahlen


Und was mach ich mit all den Münzen? Ich schmeiße die Kupfer- und Messingstücke in den Taschen auch nicht weg. Sie verschwinden nicht in den Taschen oder in der Waschmaschine. In einem Plastiksäckchen gesammelt, bringe ich sie zum Geldautomaten mit Einzahlmöglichkeit und lasse sie kostenlos zählen. Der Betrag wird gutgeschrieben – und siehe da, er ist meist höher als ich geschätzt hatte. Kleingeld kann auch Spaß machen.

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