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Rente: So viel muss man heute sparen, um später genug zu haben

Rente: So viel muss man heute sparen, um später genug zu haben

News Team
Von News Team

Die gesetzliche Rente ist sicher, aber sie reicht nicht, um den Lebensstandard der berufstätigen Jahre beizubehalten. Wer die gewohnte Kaufkraft im Alter weiterhin haben möchte, muss mindestens 80 Prozent des früheren Einkommens als Rente beziehen - und dafür im Berufsleben zusätzlich sparen. Wie viel sollte man aber zurücklegen, und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür, mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen?

Mit Unterstützung der Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Bayern haben Experten der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ (WiWo) exemplarisch berechnet, wie viel Geld Durchschnitts-, Besser- und Niedrigverdiener zurücklegen sollten. Grundlage der Berechnungen sind Brutto-Einkommenswerte in Höhe von jeweils 3.133 Euro, 6.000 Euro und 1.600 Euro. In allen Beispielen sollte man ab dem Renteneintritt bis zum Alter von 90 Jahren 80 Prozent ihrer heutigen Kaufkraft zur Verfügung haben.

Die Ergebnisse, zu dem die Experten der WiWo gekommen sind, stellen sich als ernüchternd heraus: Zwischen 22 und knapp 55 Prozent Prozent seines Nettogehalts müsste jeder zurücklegen, abhängig von seinem Alter und seinem Einkommen. Dabei gilt: Je mehr ein Mensch verdient und je früher er zu Sparen beginnt, desto weniger muss er privat vorsorgen. Vorausgesetzt wird für die Berechnung eine Inflationsrate von zwei Prozent und eine jährliche Rentenanpassung von 1,5 Prozent.

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Beispiel 1: Angelika - Bruttogehalt von 3.133 Euro

Zur Person: Angelika ist 30 Jahre alt, ledig und zahlt keine Kirchensteuern.

Zum Gehalt: Im Jahr 2018 verdient Angelika monatlich 3.133 Euro brutto, also 2.020 Euro netto. Soll sie später, wenn sie 2055 mit 67 Jahren und nach 45 Arbeitsjahren in Rente geht, 80 Prozent dieser Summe zur Verfügung haben, benötigt sie ab diesem Jahr monatlich 3.333 Euro brutto (bei der Berechnung wird eine jährliche Inflationsrate von 2 Prozent berücksichtigt).

Geht man davon aus, dass Angelika bis zum Renteneintritt gleich viel verdient, und dass Renten ab dem Jahr 2040 voll versteuert werden müssen, kommt sie auf einen Rentenanspruch von monatlich 1.145 Euro netto. Die Rentenlücke beträgt also monatlich 1.347 Euro oder 372.000 Euro bis zum 90. Lebensjahr.

Variante 1 - Angelika fängt mit 30 Jahren an, privat vorzusorgen: Geht man davon aus, dass Angelika 37 Jahre den gleichen Betrag in die private Rentenkasse einzahlt, und dass der jährliche Zinssatz 3 Prozent beträgt, muss sie jeden Monat 461 Euro sparen, um im Alter ihren heutigen Lebensstandard zu halten (23 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 2 - Angelika fängt mit 38 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Angelika erst mit 38 Jahren zu sparen anfängt, hat sie nur noch 29 Jahre Zeit, um die Rentenlücke zu schließen. Demnach muss sie monatlich 675 Euro in die private Rentenkasse einzahlen (33,7 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 3 - Angelika fängt mit 45 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Angelika 15 Jahre wartet, um in die private Rentenkasse einzuzahlen, muss sie monatlich 999 Euro zurücklegen, um die Rentenlücke zu schließen, also 50 Prozent ihres Nettoeinkommens.

Beispiel 2: Franziska - Bruttogehalt von 6.000 Euro

Zur Person: Franziska ist 30 Jahre alt, ledig und zahlt keine Kirchensteuern.

Zum Gehalt: Im Jahr 2018 verdient Franziska monatlich 6.000 Euro brutto, also 3.417 Euro netto. Soll sie später, wenn sie 2055 mit 67 Jahren und nach 45 Arbeitsjahren in Rente geht, 80 Prozent dieser Summe zur Verfügung haben, benötigt sie ab diesem Jahr monatlich 5.689 Euro brutto (bei der Berechnung wird eine jährliche Inflationsrate von 2 Prozent berücksichtigt).

Geht man davon aus, dass Franziska bis zum Renteneintritt gleich viel verdient, und dass Renten ab dem Jahr 2040 voll versteuert werden müssen, kommt sie auf einen Rentenanspruch von monatlich 3.516 Euro netto. Die Rentenlücke beträgt also monatlich 2.173 Euro oder 600.000 Euro bis zum 90. Lebensjahr.

Variante 1 - Franziska fängt mit 30 Jahren an, privat vorzusorgen: Geht man davon aus, dass Franziska 37 Jahre den gleichen Betrag in die private Rentenkasse einzahlt, und dass der jährliche Zinssatz 3 Prozent beträgt, muss sie jeden Monat 744 Euro sparen, um im Alter ihren heutigen Lebensstandard zu halten (21,8 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 2 - Franziska fängt mit 38 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Franziska erst mit 38 Jahren zu sparen anfängt, hat sie nur noch 29 Jahre Zeit, um die Rentenlücke zu schließen. Demnach muss sie monatlich 1.088 Euro in die private Rentenkasse einzahlen (31,8 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 3 - Franziska fängt mit 45 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Franziska 15 Jahre wartet, um in die private Rentenkasse einzuzahlen, muss sie monatlich 1.611 Euro zurücklegen, um die Rentenlücke zu schließen, also 47 Prozent ihres Nettoeinkommens.

Beispiel 3: Nadine - Bruttogehalt von 1.600 Euro

Zur Person: 30 Jahre alt, ledig und zahlt keine Kirchensteuern.

Zum Gehalt: Im Jahr 2018 verdient Nadine monatlich 1.600 Euro brutto, also 1.166 Euro netto. Soll sie später, wenn sie 2055 mit 67 Jahren und nach 45 Arbeitsjahren in Rente geht, 80 Prozent dieser Summe zur Verfügung haben, benötigt sie ab diesem Jahr monatlich 1.941 Euro brutto (bei der Berechnung wird eine jährliche Inflationsrate von 2 Prozent berücksichtigt).

Geht man davon aus, dass Nadine bis zum Renteneintritt gleich viel verdient, und dass Renten ab dem Jahr 2040 voll versteuert werden müssen, kommt sie auf einen Rentenanspruch von monatlich 1.097 Euro netto. Die Rentenlücke beträgt also monatlich 862 Euro oder 238.000 Euro bis zum 90. Lebensjahr.

Variante 1 - Nadine fängt mit 30 Jahren an, privat vorzusorgen: Geht man davon aus, dass Nadine 37 Jahre den gleichen Betrag in die private Rentenkasse einzahlt, und dass der jährliche Zinssatz 3 Prozent beträgt, muss sie jeden Monat 295 Euro sparen, um im Alter ihren heutigen Lebensstandard zu halten (25,3 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 2 - Nadine fängt mit 38 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Nadine erst mit 38 Jahren zu sparen anfängt, hat sie nur noch 29 Jahre Zeit, um die Rentenlücke zu schließen. Demnach muss sie monatlich 432 Euro in die private Rentenkasse einzahlen (37 Prozent des Nettoeinkommens).

Variante 3 - Nadine fängt mit 45 Jahren an, privat vorzusorgen: Wenn Nadine 15 Jahre wartet, um in die private Rentenkasse einzuzahlen, muss sie monatlich 639 Euro zurücklegen, um die Rentenlücke zu schließen, also 54,8 Prozent ihres Nettoeinkommens.

9 Kommentare

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Für diese 347.000 Euro sollte sie in jungen Jahren ein Haus kaufen und vermieten. Sie kann dann das Haus jederzeit im Alter verkaufen oder mit der Miete ihre Versorgungslücke ausfüllen. Einzahlungen in LV oder Rentenversicherungen sind zu stark vom Wollen einer Person (Finanzminister) abhängig. Die Renten waren steuer- und sozialversicherungsfrei und jetzt? Direktversicherungen wurden staatlich empfohlen und jetzt abgezockt. Sorgt selbst vor ohne Staat. Mit Staat werdet ihr nur betrogen.
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Was utopische Gehälter
Und was für utopische frei verfügbare Beträge - grade in der Anfangsphase des Erwachsenenlebens - wo noch ert mal alles angeschafft werden muss - und normalerweise kaum was übrig bleibt - was man längerfristig NICHT braucht! Eigentlich kann man ja erst mit Mitte 40 anfangen, was für die Altersvorsorge auf die Seite zu legen - WENN man sich beruflich und privat soweit etabliert hat, dass die wichtigsten Anschaffungen und Investitionen getätigt sind - und bis dahin auf "Alterszusatzversorgungsprogramme" gesetzt hat - die sich dann so langsam als finanziell und politisch als unberechenbar erweisen - und letzten Endes in erster Linie dem Staat dienen - der sie dann bei Fälligkeit wieder besteuert - obwohl sie eigentliich als "staatlich geförderte private Vorsorge" während der Einzahlung steuerbegünstigt waren!
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Das Leben ist in Deutschland nicht mehr finanzierbar, was kann ich tun? Mein Gehalt auf 7500€ hochstufen .... darf ich nicht. Rente auf 3000€ erhöhen, darf ich auch nicht ! Auf eine einsame Insel ziehen und ein Leben ohne Geld in freier Natur gestalten ? Die Südseeinseln werden vom Meer überschwemmt. Auf dem Mond ist es zu kalt. Ich habe offenbar ein Problem.
Nicht nur Du.... ich müsste bereits mehr weglegen für die Rente, als ich überhaupt verdiene trotz Vollzeitjob im Schichtsystem...

"Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt." Hinterlassenschaft des sozialdemokratischen Kanzlers Gerhard Schröder
Ich habe damals eine Gehaltsumwandlung in eine Direktversicherung eingezahlt, dies sollte fürs Alter sein, jetzt bekommt der Fiskus davon ca. 30 %, dank eines neuen Gesetzes von 2004. Ins Leben gerufen von der SPD. Danke dafür. Hätte ich das eher gewußt, hätte ich mir davon Appleaktien gekauft, da wäre wirklich mehr rausgekommen. Nämlich ein sorgenfreies Leben.!!!
In Polen werden Wohnblöcke bzw. Appartements für Deutsche gebaut. Die wissen auch dass Deutschland für Rentner unbewohnbar wird.
Ok... dann sollten wir Polnisch lernen, denn unsere etablierten Parteien nehmen den Menschen, die ihr Leben lang für sie gearbeitet haben, die Existenzberechtigung im Alter.
Jährlich kommen tausende von Deutschen nach Ungarn unter Herrn Orbans Schutz vor Emigranten und Flüchtlingen. Es gibt Häuser und Grundstücke zwischen 1.000 m² und 10.000 m² zu erschwinglichen Preisen. Mit ein wenig handwerlichem Geschick, kann man sich ein Schmuckstück schaffen und mehr als preiswert wohnen. Die Preise entsprechen den Preisen der 50 er und 60 er Jahre in Deutschland. Im Internet gibt es bei YouTube interessante Filme über das Auswandern nach Ungarn. Auch für Produktionsstätten gibt es für Firmen interessante Möglichkeiten. Es gibt viele Alternativen in Ungarn, da ist es nicht so alternativlos wie Frau Merkel in Deutschland predigt.
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