wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
► Video
Rente 2019 - Änderungen bringen Vorteile, aber für manchen auch Nachteile

Rente 2019: Diese 9 wichtigen Änderungen zum 1. Januar müssen alle (künftigen) Rentner kennen

Von News Team -

Zum neuen Jahr ändert sich in der gesetzlichen Rentenversicherung wieder einiges. Darüber hat die Deutsche Rentenversicherung Bund informiert:

1. Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau

Bis 2025 werden mit dem RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz Haltelinien für den Beitragssatz und das Rentenniveau eingeführt. Dadurch werde laut Deutscher Rentenversicherung sichergestellt, dass das Rentenniveau bis dahin nicht unter 48 Prozent sinke und der Beitragssatz gleichzeitig nicht über 20 Prozent steige. Für 2019 wird der Beitragssatz per Gesetz auf 18,6 Prozent festgelegt, von 2020 bis 2025 darf er nicht unter 18,6 Prozent liegen.

IM VIDEO: Renten-Schock droht: Arbeiten bis 72 oder massive Steuererhöhungen?


2. Ausweitung der Mütterrente

"Am 1. Januar 2019 treten Verbesserungen bei der Mütterrente in Kraft", so die Deutsche Rentenversicherung. Bisher werden für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, bis zu zwei Jahre Kindererziehungszeit bei der Rente berücksichtigt. Nach der Neuregelung wird jetzt bis zu einem halben Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Das führe zu einer Erhöhung der Rente pro Kind um bis zu 16,02 Euro im Westen und um bis zu 15,35 Euro im Osten.

LESEN SIE AUCH ... Tattoos im Alter - Diese tätowierten Senioren zeigen alles und bereuen nichts


Wer ab 1. Januar 2019 neu in Rente geht, erhält die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Bei den rund 9,7 Millionen Müttern und Vätern, deren Rente bereits vor Januar 2019 begonnen hat, erfolgt die zusätzliche Zahlung automatisch bis Mitte nächsten Jahres, heißt es. Für die Zeit ab 1. Januar 2019 erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung, versichert die Rentenversicherung. "Die Rentenversicherung stellt damit sicher, dass jeder die Leistung erhält, die ihm nach der Neuregelung zusteht." Die Auszahlung der neuen Leistung erfolgt damit wie bei der Einführung der Mütterrente im Jahr 2014.

Ein gesonderter Antrag auf die Mütterrente ist grundsätzlich nicht notwendig. Lediglich Adoptiv- und Pflegeeltern, die Mütterrente beanspruchen, müssen bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger einen Antrag stellen.

3. Bessere Absicherung bei Erwerbsminderungsrenten

Am 1. Januar 2019 treten auch Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten in Kraft. "Versicherte, deren Erwerbsminderungsrente erstmals ab 1. Januar 2019 beginnt, werden ab diesem Zeitpunkt besser abgesichert", so die Deutsche Rentenversicherung. Für sie wird die sogenannte Zurechnungszeit 2019 erst mit 65 Jahren und acht Monaten enden. Bei einem Rentenbeginn ab dem 1. Januar 2020 verlängert sich die Zurechnungszeit schrittweise weiter, bis sie bei einem Rentenbeginn ab 2031 mit 67 Jahren endet. "Durch die Zurechnungszeit werden erwerbsgeminderte Menschen so gestellt, als hätten sie in dieser Zeit mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet und Beiträge gezahlt." Dadurch würden sie eine höhere Rente erhalten.

LESEN SIE AUCH ... Rentner verpackt Weihnachtsgeschenke fürs Nachbarkind (2) vor seinem Tod - für 14 Jahre!


4. Reguläre Altersgrenze wird angehoben

Die Altersgrenze für die reguläre Altersrente steigt 2019 auf 65 Jahre und acht Monate. Das gilt für Versicherte, die 1954 geboren wurden und im nächsten Jahr 65 werden. Für diejenigen, die später geboren wurden, erhöht sich das Eintrittsalter weiter. 2031 ist die reguläre Altersgrenze von 67 Jahren erreicht.

Lesen Sie auch ... Mit 63 ohne Abschläge in Rente - Altersgrenze steigt 2019 um zwei Monate


5. Beitragsbemessungsgrenze steigt um drei Prozent

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt in den alten Bundesländern von monatlich 6500 auf 6700 Euro und in den neuen Bundesländern von 5800 auf 6150 Euro. Sie bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen werden keine Beiträge gezahlt.

6. Beteiligung am Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung der Rentner

Die Deutsche Rentenversicherung beteiligt sich ab dem 1. Januar 2019 auch an den Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung bei der Rente. Für Rentnerinnen und Rentner, die in der Krankenversicherung pflichtversichert sind, zahlt die Rentenversicherung neben der Hälfte des allgemeinen Krankenversicherungsbeitrages künftig auch die Hälfte des krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrages, heißt es laut Mitteilung. Bislang wird der Zusatzbeitrag von den Rentnerinnen und Rentnern alleine getragen. Die Beitragsanteile werden automatisch von der Bruttorente einbehalten. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich.

7. Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt

Des Weiteren erhöht sich ab 1. Januar 2019 auch für Rentnerinnen und Rentner der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte. Maßgeblich dafür, ab wann die geänderte Rente gezahlt wird, ist der Zeitpunkt des Rentenbeginns: Wer bis März 2004 Rentner wurde, erhält die geänderte Rente bereits Ende Dezember 2018, alle anderen erhalten sie erst Ende Januar 2019.

8. Höherer Steueranteil für Neurentner

Wer 2019 in den Ruhestand geht, muss einen höheren Anteil seiner Rente versteuern. Ab Januar 2019 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 76 auf 78 Prozent. Somit bleiben nur 22 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen. Seit 2005 müssen Rentner einen Teil ihrer Altersbezüge versteuern. 2040 werden die Renten komplett steuerpflichtig sein.

Lesen Sie auch... Ganz legal: So umgehen Sie die Besteuerung Ihrer Rente


9. Freibetrag bei der Grundsicherung steigt

Renten, für die freiwillige Beiträge gezahlt wurden, werden ab 1. Januar 2019 statt bisher 208 Euro bis zu 212 Euro im Monat nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet. Dies gilt sowohl für Renten an Versicherte als auch für Renten an Witwen oder Witwer. Sofern gewünscht, bescheinigt die Deutsche Rentenversicherung die Höhe der auf freiwilliger Beitragszahlung beruhenden Rente.

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

6 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Für Schwerbehinderte wird bei der Rente nichts verbessert. Was machen eigentlich die Sozialverbände (VDK u.Ä.?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich hoffe es bleibt ein bisschen mehr Geld wie den ,Letzten jahren leider.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die Beitragsbemessungsgrenze sollte bei den heutigen Einkommen mindestens doppelt so hoch sein.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
"Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt in den alten Bundesländern von monatlich 6.500 auf 6.700 Euro und in den neuen Bundesländern von 5.800 auf 6.150 Euro. Sie bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen werden keine Beiträge gezahlt."

...und wieder werden die beschissen, deren Arbeitseinkommen gerade diese Grenze erreicht, also die, welche sowieso schon die meisten Steuern zahlen.
Die, deren Einkommen weitaus höher ist, werden nicht geschröpft
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Alles wieder mal eine Ja aber Geschichte.

3. Bessere Absicherung bei Erwerbsminderungsrenten
Am 1. Januar 2019 treten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten in Kraft. Versicherte, deren Erwerbsminderungsrente erstmals ab 1. Januar 2019 beginnt, werden ab diesem Zeitpunkt besser abgesichert. Für sie wird die sogenannte Zurechnungszeit 2019 erst mit 65 Jahren und acht Monaten enden. Bei einem Rentenbeginn ab dem 1. Januar 2020 verlängert sich die Zurechnungszeit schrittweise weiter, bis sie bei einem Rentenbeginn ab 2031 mit 67 Jahren endet. Durch die Zurechnungszeit werden erwerbsgeminderte Menschen so gestellt, als hätten sie in dieser Zeit mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet und Beiträge gezahlt. Dadurch erhalten sie eine höhere Rente.

Wieso macht man dabei wieder mal Unterschiede? EU bzw. EM Rentnern die vor 2019 wegen Erwerbsminderung in Rente gegangen sind wurde auch einen Abzug von 10,8 % aufs Auge gedrückt. Sie sind in Rente gegangen weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können und waren somit auch noch jung.
Warum wird ihnen also nicht auch der Ausgleich für die Zeit bis zur regulären Altersrente gezahlt? Bei der Besteuerung macht man nicht so große Unterschiede.
Es ist in unserm Land leider so das nicht alle gleich behandelt werden. Schade. Es wäre nur gerecht wenn alle Rentner gleich gestellt werden. Also auch die, die jetzt schon eine Erwerbsminderungsrente beziehen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren