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Rente mit 63 boomt - So kommt ihr früher raus

Rente: So könnt ihr ohne Abzüge früher in Ruhestand gehen

News Team
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Von News Team

Das Interesse für die Rente mit 63 ist enorm: Mehr als 251.000 Menschen haben im vorigen Jahr bei der Deutschen Rentenversicherung einen Antrag auf die abschlagsfreie Rente gestellt. Das sind nach dem Rekordjahr 2017 (mit 253.521 Anträgen) erneut weit mehr als ursprünglich erwartet: Von jährlich rund 200.000 Antragstellern war die Bundesregierung bei der Einführung 2014 ausgegangen. Tatsächlich sind es nun ein Viertel mehr - was die Rentenkassen stärker belastet als angenommen.

Rund 1,6 Milliarden Euro pro Monat bezahlt laut Bild-Zeitung die Rentenversicherung allein an die Bezieher der Rente mit 63. Macht pro Jahr etwa 19,2 Milliarden Euro.


IM VIDEO: So könnt ihr mit 63 in Rente gehen


Die Kosten für diese "Altersrente für besonders langjährig Versicherte" seien auch deshalb so hoch, weil die Berechtigten dank ihrer langen Versicherungszeiten besonders hohe Renten erhielten.

So bezogen Männer im Westen durchschnittlich 1457 Euro pro Monat (im Osten 1166 Euro), Frauen im Westen 1058 Euro und im Osten 1076 Euro.

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Ein Kritikpunkt der "Rente mit 63" sind neben den Belastungen für die Rentenkasse die negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft bemängelt, dass diesem dadurch dringend benötigte Fachkräfte entzogen würden.

Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um mit 63 bei vollen Bezügen in Rente zu gehen:
1. Die Altersgrenze muss erfüllt sein.
2. Interessenten müssen 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Die Altersvorgabe klingt zunächst einfach: Die "Rente mit 63" kann jeder - unter den genannten Voraussetzungen - ab 63 Jahren beziehen. Doch ganz so einfach ist es nicht: Inzwischen ist auch die Altersgrenze für die "Rente ab 63" gestiegen - und sie steigt weiterhin: jedes Jahr um 2 Monate.

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Wer etwa Jahrgang 1956 ist und damit in diesem Jahr 63 wird, muss bis acht Monate nach seinem 63. Geburtstag arbeiten, um für die "Rente mit 63" berechtigt zu sein. In den Folgejahren erhöht sich das Eintrittsalter um zwei weitere Monate.

Aus Rente mit 63 wird Rente mit 65

Denn auch hier - wie bei der regulären Altersrente - steigt das Alter Schritt für Schritt an, ab dem die abschlagsfreie Frührente bezogen werden kann: von 63 auf 65 Jahre. Das gilt für die Jahrgänge ab 1964.

Aus der "Rente mit 63" wird damit faktisch bis zum Jahr 2029 eine "Rente mit 65". Da aber im selben Zeitraum die Altersgrenze für die reguläre Altersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird, bleibt die Differenz von zwei Jahren: Berechtigte können sich zwei Jahre früher in den Ruhestand verabschieden.

So kommen Sie auf 45 Beitragsjahre

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sie 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Womit nicht nur Beiträge aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gemeint sind. Angerechnet werden auch Pflichtbeiträge aus Kindererziehung, nicht erwerbsmäßiger Pflege, Krankengeldbezug sowie Wehr- und Zivildienst.

Nicht berücksichtigt werden Pflichtbeiträge, die wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld II oder Arbeitslosenhilfe gezahlt wurden. Ob ihr die Voraussetzungen für die "Rente mit 63" erfüllt, darüber informiert die Deutsche Rentenversicherung unter der kostenlosen Service-Hotline: 0800 1000 4800.

Die abschlagsfreie Frührente mit 63 kann laut Rentenversicherung "nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden – auch nicht mit Abschlägen".

11 Kommentare

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Wie hoch war noch einmal der Prozentsatz vom Einkommen bei der Pension und wie hoch bei der Rente, Tendenz sinkend? Die Regierung ist stolz auf die ausgehandelte Rente, aber kein Wort über die Pensionen und wieviel Mrd. das im Jahr kostet. Warum auch, sind ja alles Beamte. Wann gibt es her ein Angleichung?
Jeder wählt seinen Berufsweg selber aus, aber ist das richtig dass ein Abgeordneter im Bundestag nach einer Amtszeit einen höheren Pensionsanspruch hat als ein Arbeitnehmer nach 50 Jahren arbeit, ohne in seine Altersvorsoge einzuzahlen?
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Stimmt es, daß ca. 45 Millionen "Arbeitnehmern" in der BRD ca. 1,6 Millionen Beamte gegenüberstehen, Tendenz sinkend?
Wer würde denn dann angesichts dieses Zahlenverhältnisses ernsthaft behaupten wollen, "die Beamten" seien an Allem schuld, was einem an seiner eigenen mehr oder weniger gelungenen Erwerbsbiografie nicht paßt?
Wer wurde denn (von wem?) abgehalten, selbst Beamter zu werden?
Warum gibt es derzeit in weiten Teilen des Öffentlichen Dienstes einen gravierenden Bewerbermangel, wenn man da so auf Rosen gebettet ist?
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lug und betrug an den beitragszahlern, die kohle wird anderweitig verbraten, da wurde dann gar nichts eingezahlt
Hallo Rheinhard.Die Beamten die nie einen Cent eingezahlt haben bekommen das, wofür wir gearbeitet haben.Wenn die ihre Beiträge selber leisten würden,hatten wir bestimmt 300-bis 40 Euro mehr.Wenn ich höre das ein Beamter im durschnitt 2500 Euro bezieht,schwillt mir der Kam.Wenn ich dann den Bund der Beamten höre,was ein Beamter in seinem leben geleistet hat ,und ihnen das zu steht, fehlen mir die Worte.Aber unsere Politiker sind ja auch Beamte warum sollen die sich selber schädigen.Und es wird immer so bleiben,Richter sind ja auch Beamte.Ich weiß nicht ob das am Europäischen Gerichtshof Wirkung zeigen würde.Der kleine mann muß den großen Finanzieren,wir wohl immer so bleiben,traurig aber das ist ja gerecht.
auch die ungleichbehandlung von freiwilligen zahlungen und pflichtbeiträgen stinkt zum himmel, erstere werden besonders verarscht
Das ganze System ist Faul.
Schon Herr Norbert Blüm hat uns belogen und betrogen nach strich und Faden von wegen unsere Rente sei sicher und der Renten-topf ist voll? Mit dem Geld wurden andere Löcher gestopft und nichts anderes weiter!
seine rente ist doch sicher, mit den sozialbeiträgen wird missbrauch getrieben, das wandert in die vielen finanzlöcher, die neue groko bläht ihren apparat weiter auf, um verdiente parteigänger zu versorgen, besonders die verlogenen christ- und sozialdemagogen
Hier auch noch mal der Hinweis, das ein Beamter nicht einen Cent aus der Rentenversicherungskasse bekommt. Und wenn hier vom Durchschnitt 2500 € Pension geschrieben steht, dann stehen den 75 % Beamten, die mit 1500-2000 € Pension auskommen dürfen, von denen auch noch Sozialabgaben bezahlt werden müssen, die 25 % mit sehr hoher Pension gegenüber.
Beamte bekommen Ihr Leben lang das 13.te Gehalt zu Weihnachten?
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Kann es sein das hier der gleiche Fehlerteufel am Werk ist wie üblich ?
Dann mal kurze, aber entscheidende Erweiterung der Ausführung: die letzten beiden Jahre vor der Verrentung werden, falls ALG I bezogen wird, nicht als Zähljahre mitgerechnet. Man muss also vor der Arbeitslosigkeit seine 45 Jahre voll haben wenn abschlagsfreie Rente erwartet wird.
Wenn ihr schon informiert, dann doch bitte richtig und sachlich, denn unwissend sind auch so viele Betroffene, da sollten Informationen korrekt sein.
Im Zweifel empfehle ich einmal die Informationsseiten der Rentenversicherung, da werden Sie geholfen
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