Das Capitol von Kentucky: In dem Staat fehlen mehrere Milliarden Dollar, um  ...

"Vom Staatsdienst in die Armut": Wenn der Staat die Altersversorgung seiner Beamten verzockt

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Von News Team

Die Pensionen ehemaliger Beamter sind eine enorme Belastung für die öffentlichen Kassen. Und die Pensionsverpflichtungen von Bund und Ländern werden in den kommenden Jahren stark ansteigen.

Dafür bildet der Staat Rücklagen - doch nicht genug, befürchten Experten. Vor allem die Bundesländer würden nicht genug Vorsorge für Pensionsausgaben betreiben, kritisiert etwa der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg im Handelsblatt.

Der Wissenschaftler beziffert die "versteckten Schulden" auf über eine Billion Euro, "die wir als Lasten zu schultern haben, ohne dass wir dafür eine Rückstellung gebildet haben“, sagte er der Zeitung.

Gigantische Löcher in den Pensionskassen

Wohin dies im schlimmsten Fall führen kann, dies zeigt ein aktuelles und extremes Beispiel aus den USA. Dort klaffen in den Pensionskassen vieler Bundesstaaten gigantische Löcher.

Die neue Dokumentation "Amerikas verzockte Renten - Vom Staatsdienst in die Armut", die ZDFinfo am Donnerstag (14. März 2019) ausstrahlt, zeigt das gesamte Ausmaß: Fast die Hälfte aller US-Bundesstaaten hat nicht genug gespart, um Staatsbediensteten die versprochenen Pensionen zu zahlen.

Lesen Sie hier:

Rente vs. Pension: So viel bekommen Beamte im Ruhestand mehr als Angestellte


Allein dem Staat Kentucky fehlen geschätzte 36 Milliarden Dollar, um die Rentenansprüche von Lehrern, Polizisten und anderen Staatsbediensteten bedienen zu können. In einem Fall sind dort nur 13 Prozent der Pensionsansprüche gedeckt. Kritiker sprechen von einer "Ruhestands-Krise".

Die Pensionen? Verzockt

Die spannende und in den USA hochgelobte Dokumentation des Senders PBS zeichnet detailliert nach, wie es dazu kommen konnte.

Der Originaltitel "The Pension Gamble" (auf Deutsch: "Zockerei mit den Pensionen") führt bereits auf die richtige Spur: Vielfach haben die Manager von Pensionskassen das Geld in exotische und spekulative Hedge Funds investiert, für deren Vermittlung exorbitante Gebühren in Millionenhöhe anfielen. Die aber häufig ein Reinfall waren.

Die Pensionskassen wurden systematisch geplündert

Hinzu kommt: In einigen Fällen haben Staaten außerdem die Pensionskassen für aktuelle Projekte geplündert, die mit den Ruhestandszahlungen nichts zu tun hatten. Nur um auf keinen Fall die Steuern erhöhen zu müssen.

Wer muss die Zeche zahlen?

Für viele Staatsbedienstete ist dies ein persönliches Desaster. "Wir akzeptieren das niedrige Gehalt, weil wir uns um unsere Altersvorsorge selbst nicht kümmern müssen", sagt etwa der Geschichtslehrer Randy Wieck in der Dokumentation. "Ein Sicherheitsnetz wird uns auffangen, wenn wir zu alt zum Unterrichten sind."

In vielen Fällen ein Trugschluss, wie es aussieht. Vielmehr muss, das legt die Dokumentation nahe, eine ganz bestimmte Gruppe die Zeche zahlen: die der Steuerzahler.

"Amerikas verzockte Renten - Vom Staatsdienst in die Armut", 14. März 2019, 19.30 Uhr, in ZDFinfo. Die Dokumentation steht an dem Tag ab 10 Uhr online verfügbar.

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47 Kommentare

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Ihr monatliches einkommen war doch sicherlich hoch genug,um über eine pension zu reden,ist doch in diesen kreisen unnötig !!
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Die Altersversorgung der Beamten hat Verfassungsrang. Daher brauchen sie sich keine Sorge machen. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel müssen immer zur Verfügung gestellt werden.
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Der "Staat" müsste halt dafür sorgen, dass jeder in die Rentenkasse einzahlt.
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Soll nun der kleine Angestellte Mitleid mit den ach so armen Pensionisten haben ? In D tragen Beamten nichts für die Sozialkassen bei, haben als ehemalige Staatsbedienstete aber eine wesentlich höhere Alterssicherung zu erwarten, als ein Angestellter im Staatsdienst -der die gleiche Tätigkeit erbringt- je zu erwarten hätte. Das soll gerecht sein ?? Der gesamte Beamtenapparat ist nicht mehr zeitgemäß, über alle Maßen ungerecht und gehört abgeschafft !! Es gibt sogar Beamten die hinter vorgehaltener Hand das Gleiche sagen !
Es gibt in Deutschland keine Gleichberechtigung es ist jedem selbst überlassen fürs Alter vorsorge zu betreiben da lässt der Vater Staat jeden alleine
Das wird von vielen behauptet, stimmt aber in den seltensten Fällen. In der Privatwirtschaft ist Lohndumping an der Tagesordnung. Merkwürdig auch, dass die Differenz des angeblichen Minderverdienstes der Beamten nicht in den Pensionskassen landet.
Ja Michael und wer ist dafür verantwortlich
Unsere Politiker Wirtschaft und Gewerkschaften
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Liebes Team, was bezweckt ihr mit dieser Art der Berichterstattung ?
Eine sachliche Diskussion?

Dann moderiert sie bitte !!

Ansonsten wäre ein Wettbewerb zum Thema ,,Mein Poesiealbum - die schönsten Sprüche.‘‘ sinnbringender.
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naja uns Merkel wird schon dafür sorgen,dass sie und ihre Fans nich zu schlecht weg kommen...
.....Du hast Dich leider etwas vertextet.....(grins grins).
Merkel und Co werden schon dafür sorgen, daß SIE nichr schlechter wegkommen........
Schon als Abgeordneter mit gelegentlicher Anwesenheit im Parlamen und Nebeneinkünften auf Basis € 10.000,00 - zehnmal so viel wie hier so mancher Rentner - läßt es sich bestens leben....
Welcher Arbeitnehmer in Büro und Wektstatt hat das schon.....
hab ich nicht, wenn du genau liest. Klar is nich Merkel alleine an dem aktuellen Elend schuld.
Da sie Kanzlerin ist trägt sie die hauptschuld
So wie im Fussball der Trainer
Doch das Problem liegt schon lange Zeit zurück nach Kanzler Helmut Schmidt würde ich sagen
Dannach fing das sterben Deutschlands an
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Es ist dies pure Stimmungsmache, die das Gesamtproblem der Versorgungsansprüche in Deutschland vonder sachlichen in die Neidebene verschiebt. Fakt ist, dass die Miitel künftig schwerlich reichen werden, um Renten und Pensionsansprüche, die jewreis Rechtsgrundlsgen haben, zu befriedigen. Eine Neiddebatte hilft nicht eriter auch angesichts drt künftigen Versorgungspflichten für Zugewanderte, die nie einzahlten oder eknzahlen werden können. Ein "wertschöpfungsfinanziertes " System wäre eine Lösung, an dem alle, Unternehmer und Arbeitnehmer durch ihre Leistungen zum BsP bzw. BIP zu beteiligen wären, steuer-abgaben-beitrag-finanziert.
Es mag stimmen doch es werden immer nur die falschen zur Kasse gebeten
Damit diese Ansprüche weiter Gültigkeit haben müssen Rentner steuern zahlen.
Wo ist da die Gleichberechtigung
Hier werden Menschen ins Land gelassen die nie einen cent eingezahlt haben.
Deutschland ist ein Einwanderungsland das sollte man endlich mal sagen dann hört auch die Abzocke auf.
Doch dazu ist kein Politiker bereit.
Hier werden doch wieder nur die kleinen bestraft.
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Was soll denn dieses Thema. Wir sind hier in Deutschland und nicht in den USA. solange die AfD nicht mit in einer Regierung sitzt, wird bei uns so etwas nicht vorkommen!
Das hat mit den USA doch nur als Vergleich zu tun
Das kann hier in Deutschland auch soweit kommen da wir Normalos ja alles über die Steuern zahlen müssen.
Doch wenn man sieht das alle Rentner immer weniger bekommen und auch weiterhin weniger eingezahlt wird dann haben wir schnell Amerikanische Verhältnisse
Na ja, ein wenig differenzierter an das Thema gehen und ohne Polemik, dann tun sich auch für Deutschland Abgründe auf. Der Staat als Dienstherr seiner Beamten ist gesetzlich verpflichtet für diese zu Dienstzeiten im Rahmen seiner Fürsorgepflicht Pensionsrücklagen zu bilden. Auf die bisherigen kann scheinbar nicht zugegriffen werden - aus welchem Grund auch immer, ansonsten ist dieses Gemauschel um vorgeblich geenterte Rentenkassen und dem Geschrei um Einzahlung aller gleichermassen dorthin nicht nachvollziehbar.
Und alles über Steuern zahlen ist ein ebenso pauschaler Vorwurf. Die Rentenkasse wird finanziert von Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil. Entnahmen aus ihr werden jedoch auch für artfremde Leistungen vorgenommen. Als Beispiel dienen nur seit Kriegsende und derzeit laufende Reparationskosten sowie Rentenzahlungen an Menschen, die nie in ihrem Leben einen Beitrag dazu geleistet haben oder aber nur geringen Anteil. Das Internet stellt bei entsprechender Recherche weitere "Nichtrenten-Zahlungen" bereit.
Aus dieser Misswirtschaft entstehende Kosten werden dann allerdings mit Steuermitteln "geflickt", mit was sonst?
Und genau das darf nicht sein
Diese misswirtschaft muss aufhören
Es kann nicht sein das immer nur der Arbeitnehmerinner/rinn das Geld aus der Tasche gezogen werden
Auch Rentner müssen ab 2019 eine Steuererklärung abgeben und entsprechend der Rente Steuern zahlen. Bei wenig Rente müssen sie natürlich keine Steuern bezahlen.
Da bin ich mir nicht sicher
Aber ich! Da wir Rentner sind, habe ich mich beim zuständigen Finanzamt erkundigt. Die genauen Summen weiß ich aber nicht.
Dann mal abwarten Frau Müller da kommt noch was.
Und was die AFD angeht da sollte man mal darüber nachdenken ob diese Politiker nicht eher recht haben bei dem was sie sagen
Nun warum sollen Rentner noch steuern zahlen da reicht es eh nicht mehr so wie zu D Mark Zeiten
Herr Moosmann es gibt bei den Servicestellen der Finanzämter oder bei den Gemeindeverwaltungen Broschüren für Rentner, mit den Besteuerungstabellen.
Lieber Herr wize.life-Nutzer,
Misswirtschaft eines Staates kann nur betrieben werden mit Steuern aus vorhandenem Kapital und Einkommen, solange es sich nicht um Banker handelt. Andere Einnahmequellen des Staates sind nur marginal. Insofern ist die Aussage, dass "immer nur der Arbeitnehmerinner/rinn das Geld aus der Tasche gezogen" wird, relativ. Den Ausgaben des Staates müssen entsprechende Einnahmen gegenüberstehen, egal wo die hingehen. Sind wir uns so weit einig, können wir Teilbereiche dieser Leistungsmenge beleuchten mit kritischem Hinterfragen. Allerdings auch hier nur der Verhältnismässigkeit geschuldet nicht kleine und kleinste Leistungen an den Pranger stellen und dabei die dicken Brocken aus den Augen verlieren. Das schürt sonst nur Neid und Missgunst, dient lediglich wie den früher von den Fürsten gestreuten Gerüchten mit der Folge des Bauernaufstandes. Ein Boulevardblatt hat sich dieser Methoden verschrieben, hier jedoch sollten wir wenn überhaupt zu diesem Themenkomplex rational und sachlich diskutieren - da bin ich dann gerne wieder dabei.
Und gegen die angesprochene Misswirtschaft uhnd deren Auswirkungen bleibt uns allen das stärkste demokratische Mittel: das Kreuzchen bei der Wahl, aber dazu muss man auch genügend mündige Bürger bringen.
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ich stelle aber die Frage, wer finanziert denn seine Beamten - - die manchmal sehr lange schlafen - - - doch der Normalbürger oder A r b e i t n e h m e r mit drastischer L o h n steuer !!!!!!!
Müssen Beamte keine Steuern zahlen? Geil
......müssen sie auch....Einkommenssteuer......Autosteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer.......vor dem Gesetz sind alle gleich - einige nur ein wenig Gleicher.....
Man muss bedenken das alle die tanken und einkaufen gehen gleich sind
Doch was Renten/ Pension angeht nicht.
Da werden unsere Beamten von Steuergeldern bezahlt.
sollten die gar nichts bekommen? haben die schon von vornherein genug? und was passiert mit deren Steuren?
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