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Senior, 50 plus… - Image ist, was wir draus machen!

Von Christine Kammerer - Donnerstag, 30.01.2014 - 09:49 Uhr

Ich persönlich verstehe das Theater um die Bezeichnung „Senior“ immer weniger. Wo liegt das Problem? Es liegt auf der Hand, dass übergreifende Kategorien notwendig sind, um Menschen mit bestimmten gemeinsamen Merkmalen - zum Beispiel dem Alter - in sinnvolle Gruppen einzuteilen und diese mit einem möglichst zutreffenden Etikett zu versehen.

Das geschieht weder rein willkürlich noch allein deswegen, um die Betroffenen zu Marketing-Zwecken auszubeuten, sondern auch darum, weil diese Menschen sehr spezielle Bedürfnisse haben, die umso besser befriedigt werden können, je klarer die Gruppe umrissen wird. Es ist also durchaus auch von Vorteil für viele Menschen in dieser Schublade.

Es gibt kein Blanko-Etikett
Das Etikett muss allerdings ein paar Bedingungen erfüllen: es darf die Betroffenen nicht abwerten oder diskriminieren. Nun ist es aber so eine Sache mit Worten und Menschen: einen neutralen Begriff gibt es nicht. So wie einer im Umlauf ist, verknüpfen wir ihn auch mit Bedeutungen. Negativ wie positiv, auf jeden Fall aber sehr subjektiv - eben so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn verwenden. Selbst wenn man also einen vollkommen neuen Begriff erfände, wäre der ebenso schnell wieder abgegriffen wie jeder andere auch.

Die Bedeutung haben wir selbst in der Hand!
Warum also nicht Senior? Der Begriff hat bei allem Ungemach, das dem armen Wort in jüngster Zeit zugefügt wurde, seit jeher eine ganz überwiegend positive Bedeutung – schon bei den alten Römern. Es steht für die Erfahrenen, für die am Leben gereiften, für kluge und manchmal sogar regelrecht weise, ältere Menschen - die wir nun einmal sind. Hoffentlich. Letztlich ist doch ganz allein die Bedeutung ausschlaggebend, die wir selbst dem Begriff geben. Für die Zukunft. Also haben wir es selbst in der Hand, ob auf dieser Schublade „albern, nutzlos, verbraucht und senil“ drauf steht oder „gereift, erfahren und weise“.

3 Kommentare

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Ich sehe den Begriff "Senior" nicht negativ.

Der Senior einer Firma wird und wurde zu Rate gezogen, wenn der "Junior" nicht mehr weiter wusste bzw. weiss.

Selbst Mercedes holt zur Zeit die Senioren (Rentner) stundenweise in den Betrieb, damit sie den jüngeren Arbeiter "Untericht über die EDV" geben können, die das Programm in ihrer Ausbildung nicht lernen.

Nehmt die Tierwelt:
Die älteste Elefantin bestimmt den Weg, den die Herde geht.
Der älteste Affe, Delphin usw. bestimmt, wo nach Nahrung und Wasser gesucht wird.

Auch meine Kinder fragen mich, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Ich bin die Älteste in der Familie. Alle anderen haben die Straßenseite gewechselt.

Senior hat für mich nur etwas mit Reife und Erfahrung zu tun.
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Wenn wir uns als "Vorreiter" sehen und unseren Erfahrungen gemäß verhalten, dann habe ich auch nichts dagegen "Seniorin" zu sein bzw. zu werden!
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Ich bin stolz, einen Junior zu haben, der vieles anders macht als ich.
Ich bin glücklich als Senior noch richtig anerkannt zu werden und vieles gutes und nichtso gutes weitergeben zu können. Und dann ein Danke dafür zu erhalten bestärkt mich immer wieder.
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