Dem Forscher Björn Lomborg sind Gretas Forderungen zu radikal und alarmistis ...

Forscher warnt vor Gretas radikalem Kurs - Was die Klimaaktivistin außer Acht lässt

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Von News Team

Für die einen ist sie Ikone, die anderen können ihren Namen nicht mehr hören – oder machen sie sogar aktiv schlecht: Greta Thunberg. In der Regel wird die Schülerin von Leugnern des menschengemachten Klimawandels angegriffen. Jetzt allerdings warnt auch ein Forscher vor Gretas Forderungen, der die Erderwärmung durchaus für selbstproduziert hält.

Die Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg mobilisiert die Massen mit alarmistischen Worten. Der wohl berühmteste Ausspruch der 16-Jährigen „Unser Haus steht in Flammen“ steht exemplarisch dafür.

EU soll Emissionen um 80 Prozent senken

Ihr Ziel ist, die Weltgemeinschaft dazu zu bewegen, zumindest die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 einzulösen – nach derzeitigem Stand ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Die Schülerin fordert deshalb allein von der EU, den CO2-Ausstoß bis 2013 um 80 Prozent zu senken und diesem Ziel alles andere unterzuordnen.

"Greta entlarvt die Heuchelei ihrer eigenen Bewegung"

Genau hier setzt die Kritik des dänischen Politikwissenschaftlers und Buchautos Björn Lomborg an: Er hält die Absolutheit ihrer Forderungen für gefährlich und warnt davor, dass Gretas Radikalität im Endeffekt mehr Menschen in Gefahr bringt als rettet. „Greta entlarvt die Heuchelei ihrer eigenen Bewegung, die gerne große, leere Versprechungen macht“, sagte der 54-Jährige der „Bild“-Zeitung.

VIDEO: Greta Thunberg streikt mit New Yorker Jugendlichen


SEINE KRITIK: Lomborg hält es für kurzsichtig, alle Anstrengungen und erhebliche finanzielle Mittel in den massiven und sofortigen Abbau der CO2-Emmissionen zu stecken.

SEINE BEFÜRCHTUNGEN: Die Kosten-Nutzen-Rechnung wird außer Acht gelassen. Genauso wie andere Felder, die seines Erachtens den Menschen viel effektiver nutzen.
Seine Forderungen: Stärker in Innovationen und in nachhaltige Entwicklungshilfe (inklusive Bildung) investieren.

Seine Argumente:

  • Zur Entwicklungshilfe: „Wenn wir Menschen in den armen Ländern helfen, ihre Wellblechhütten zu verlassen, haben wir mehr für sie getan, als wenn wir den Klimawandel bekämpfen. Reiche Staaten, die armen Staaten vorschreiben, fossile Energie nicht zu nutzen zugunsten der Umwelt, handeln unmoralisch!“
  • Zur Innovationspolitik: „Im Moment werden weltweit etwa 15 Milliarden Euro jährlich in die Erforschung grüner Technologien gesteckt. Nach meiner Überzeugung müssten es aber 100 Milliarden sein. Wir reden also nicht über Unsummen. Das Geld wäre besser angelegt als für die Klimaschutzpolitik, die wir kennen.“
  • Zur Kosten-Nutzen-Rechnung I: Beispiel Deutschland: Lomborg hält die Klimapolitik hierzulande für gescheitert. Mit jährlichen Ausgaben in Höhe von 43 Milliarden Euro werde die Erderwärmung bis 2100 um allenfalls 0,001 Grad gedrosselt. „Die Energiewende hat sich als unglaublich kostspielig und unwirksam erwiesen.“
  • Kosten-Nutzen II: Die Fridays-for-Future-Bewegung sei es am liebsten, wenn alle finanziellen Mittel in den CO2-Abbau investiert würden. Nach Einschätzung von Nobelpreisträgern und anderen Experten werde der Klimawandel aber bis zum Jahr 2100 etwa 2 bis 4 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft kosten. „Und dabei gibt es so viele andere Probleme, die dann ungelöst bleiben.“
  • Zu radikalen Forderungen wie einem Flugverbot: „Wenn man die Menschen daran hindert, durch die Welt zu fliegen, wie Greta Thunberg es fordert, werden sie das Geld für etwas anderes ausgeben. Und auch dieser Konsum wird CO2-Emissionen verursachen. Der einzig sichere Weg, CO2-Emissionen zu reduzieren, ist es, die Menschen arm zu machen.“

Lomborg für Klimamaßnahmen - aber nicht an erster Stelle

Dabei spricht sich Lomborg nicht gegen Klimamaßnahmen aus. So empfiehlt er als effizientesten Weg, CO2-Emissionen zu reduzieren, eine CO2-Steuer zu erheben. Das Emissionshandelssystem sei dabei eine Variante der CO2-Steuer. „Gerade in reichen Ländern funktioniert dieses System ebenfalls gut. Aber der einzige Weg, das Problem auf lange Sicht zu lösen, ist eine verbesserte Technologie. Wir brauchen Innovationen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Das muss an erster Stelle stehen“, sagte der zum „Handelsblatt“.

"Ich beschuldige Greta nicht"

Bei allen Zweifeln an Greta Thunbergs radikalen Positionen gilt die Kritik weniger ihrer Person: „Ich beschuldige Greta nicht“, so der Forscher zur „Bild“-Zeitung. „Ich gebe den Erwachsenen die Schuld, die sie ängstigen, falsch informieren und sie dazu benutzen, eine Agenda durchzusetzen, die Billionen kostet, aber fast keine Vorteile bringt.“

Zitatquellen: Handelsblatt und "Bild"-Zeitung

10 Kommentare

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Ja Greta ich bin voll auf deiner Seite!
So kann es nicht mehr weiter gehen.
Mein Beitrag soll zum nachdenken anregen,wie wir ohne Heizung durch den Winter kommen.
Um CO2 zu reduzieren und damit die Umwelt zu entlasten, empfiehlt es sich ,schon im Herbst mit einem Vorrad von Wärmepflaster und Rheumasalbe ein zu decken. Die Menschen kommen sicher und ohne CO2 belastung der Umwelt damit durch den Winter. Vorsicht ist allerdings am Anfang mit der Rheumasalbe geboten, wenn man sie an den falschen Körperstellen aufträgt, kann aber im laufe der Zeit zur Gewohnheit werden und süchtig danach machen.
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So ist es doch mit allem, lange Zeit wird nichts getan, dann wird mit einer Hysterie versucht das Kind mit dem Bade auszuschütten. Wenn wir mehr Laubgehölze pflanzen, dann hätten wir das Theater mit dem CO² nicht. Kein anderes Land handelt so hysterisch wie Deutschland. Über uns lacht schon die ganze Welt, denn der deutsche Michel bekommt das Fell über die Ohren gezogen. Er schuftet und schuftet, zahlt fleißig Steuern - und am Ende wird er mit einer Rente von 850 bis 900 € abgespeißt. Da frägt man sich doch für wen sind die hohen Steuern? Für wen und was werden sie verbraten, die vielen Milliarden €?
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Die EU soll den CO"-Ausstoß um 80% reduzieren? Was soll das? Wir verursachen nur 2% und China und USA ingesamt 44%, da soll das Mädchen wohl erst in China und den USA anfangen mit ihren Forderungen.
Na in den USA ist sie ja. Die kann sie ja dann ganz klimafreundlich mit dem Fahrrad durchqueren. Von der Westküste der USA dann noch ein Segeltörn nach China, Dann hat das Mädchen auch was von der Welt gesehen auf kosten ihrer spendablen Unterstützer.
Mir tut das Mädchen leid, sie ist nur eine Marionette an der Strippe von ein paar
geschäftstüchtigen Erwachsenen.
Genau so sehe ich das auch, aber man wird da schnell in die Ecke der Neider gestellt, was bei mir überhaupt nicht zutrifft.
Es ist mir immer noch nicht klar, ob eine 16-Jährige überhaupt volljährig ist, bzw. bei den strengen Einreisekontrollen der Heimatschutzbehörde ohne Vitamin B in die USA einreisen durfte. In unserem Bekanntenkreis höre ich immer nur von abartigen Kontrollen bei der Einreise und zwar jeweils unabhängig voneinander.
Die Sponsoren der Aktion werden das sicher alles geregelt haben, ob mit Geld oder Einfluss bleibt offen.
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Die BLÖD zitiert einen Politikwissenschaftler, keinen Klimaforscher..... Ich weiß, wo ich mir zutreffendere Infos holen kann.
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In Deutschland gibt es Bäche und Flüsse die sind so rein, daß Fische abwandern weil sie kein Futter mehr finden. Wenn wir die Luft auch so rein machen wollen, haben wir bald keine Pflanzen und Wälder mehr. Was soll diese Hysterie? Die Autofahrer bzw. die Bevölkerung soll jetzt den Pfusch der Städteplaner und Politiker ausbaden? Früher gab es in allen Orten Bäume zwischen den Häusern, heute wir alles so eng bebaut nur noch 2,5 m vom Nachbar und der nächsten Mauer entfernt - wo soll da noch ein Baum wachsen können?
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