Deutsche wollen die Umwelt retten - produzieren aber immer mehr Einweg-Plast ...

Immer mehr Einweg-Plastikflaschen im Umlauf - Das rät das Umweltbundesamt Verbrauchern jetzt

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Die Abfüllung von Getränken in Mehrwegflaschen hat in Deutschland mit 42 Prozent einen neuen Tiefstand erreicht. Die Zahlen für das Jahr 2017 gab das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch bekannt. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016. Damit liegt der Mehrweganteil nach wie vor deutlich unter den gesetzlich vorgegebenen 70 Prozent.

„Die meisten Getränke werden heute in Einwegkunststoffflaschen abgefüllt“, erklärt UBA-Verpackungsexperte Gerhard Kotschik. „52 Prozent werden insgesamt in diesen Einwegflaschen abgefüllt, die mit 25 Cent Pfand belegt sind.“ Auch Dosen nähmen in letzter Zeit wieder zu. Einwegglasflaschen hätten nur eine geringe Bedeutung mit unter einem Prozent.

Mindestens 25 Prozent des Hausmülls sind Flaschen

Für den Experten stellt das ein Problem dar: „Einwegverpackungen erzeugen sehr viel Müll. Mehr als 25 Prozent der Verpackungsabfälle von privaten Endverbrauchern sind von Getränken.“ Im Gegensatz zu Einwegflaschen, die sich nur einmal befüllen lassen, können Mehrweg-PET-Flaschen bis zu 20-mal verwendet werden und Glasflaschen sogar 50-mal.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Vermeidung von Abfällen steht vor dem Recycling

Deshalb fordert Kotschik, dass Verbraucher mehr Mehrwegverpackungen in die Einkaufstasche legen. „Man erkennt sie heute am Regal, es ist gekennzeichnet.“ Insbesondere Mehrwegflaschen aus der Region schneiden laut dem UBA-Experten gut ab, denn „dann vermeidet man auch unnötige Transportentfernungen“. Die Vermeidung von Abfällen stehe vor dem Recycling.

Verpackungsgesetz fördert Mehrwegsystem nicht

Kotschik kritisiert auch das neue Verpackungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. „Das [Gesetz] wurde mit dem Fokus erarbeitet, mehr Recycling aus Verpackungen aus dem gelben Sack und den gelben Tonnen zu etablieren.“ Das führe zwar zu mehr Transparenz beim Einkaufen, „effektiv auf die Mehrweganteile wird es sich wahrscheinlich nicht so stark auswirken.“

Nach Angaben des Umweltbundesamtes gibt es nur bei Bier einen hohen Mehrweganteil mit 82 Prozent an wiederverwendbaren Flaschen.

(feb)

8 Kommentare

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Wer Wasser oder andere Getränke aus Plastikflaschen trinkt hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Da kann man das Wasser gleich aus den Hahn trinken. Wisst ihr überhaupt noch wie geil Getränke aus Glasfraschen schmecken? Erinnert ihr euch noch an Cola direkt aus der Glasflasche oder Dose, wobei Dosen auch nicht toll sind. Cola gibt es in 0,5 Liter in Glas natürlich nicht beim Discounter, sondern im echten Supermarkt. Zwar teuer aber echt geil.
Wie doof ist das denn?
Schleppt mir dann auch jemand die Kisten mit Glasflaschen nach Hause?
Das kann man auch selbst machen.
Klar, ohne Auto, Mann im Rollstuhl, da ist Kisten mit Glasflaschen schleppen das Fitnesstraining, das man braucht. Ich müsste das so ca, 2 km schleppen.
Mein Rücken würde sich bedanken, zumal ich nicht besobnder kräftig bin.
Das Wasser aus dem Wasserhahn ist oftmals besser wie sein Ruf, nur dürfen keine altem Bleirohre verbaut sein.
In Afrika bauen sie mit Flaschen Häuser, die im Sommer kühle Räume bringen und im Winter warm sind. Die anderen Menschen auf anderen Kontinenten sind erfindungsreicher wie wir, sie denken über Ihre Wohnungssituation nach und verbauen unseren Abfall.
Peter Hilbert ich mag kein Wasser aus dem Wasserhahn in der Gegend in der wir jetzt wohnen. Mineralwasser ist ja wohl nicht so das Luxusprodukt ubnd was ich trinke, lass ich mir nicht vorschreiben.
Hallo Ingrid, kann ich verstehen - auch ich lasse mir ungern vorschreiben, was ich essen oder trinken darf.
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