"Original Play": Wenn wildfremde Männer in Kitas mit Kindern spielen dürfen

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"Original Play": Wenn wildfremde Männer in Kitas mit Kindern "spielen" dürfen
News Team
Von News Team

Das umstrittene Spiel "Original Play" wird an Berliner Kitas verboten. In dem Pädagogikkonzept bekommen fremde Erwachsene und Kinder in Kindergärten die Möglichkeit zu engem Körperkontakt beim Rangeln und Raufen. Wie das ARD-Magazin "Kontraste" nun berichtet, könnte es dabei zum sexuellen Missbrauch einiger Kinder gekommen sein.


Gegenüber der Sendung berichtet ein Vater, wie die Erzieherin nach Angaben seiner Tochter sie und andere Kinder in einen Raum gebracht haben soll, wo sie mit einem unbekannten Mann gespielt hätten. "Ein anderes Mal hat mir meine Tochter auch gezeigt, wie der Haupterzieher die Nase in ihren Po gesteckt hat - und dass er das auch mit anderen Kindern gemacht hat."

Von den Kinderleitungen werde Original Play oft als pädagogisches Konzept verkauft, so "Kontraste". Was dahinter steckt, erfahren die Eltern aber nicht immer. Ein anderer Vater berichtet, die Kita hätte Eltern zwar über einen Vortrag mit dem Workshop-Leiter informiert. "Es kamen dann mindestens neun fremde Erwachsene, die wir nie zuvor gesehen hatten."

Aggression und Gewalt durch Liebe ersetzen

Original Play versucht, die Beziehungen zwischen Individuen und Gruppen zu verbessern, indem Aggression und Gewalt zwischen Menschen durch Freundlichkeit und Liebe ersetzt werden und jedes Kind sich sicher und geliebt fühlt", schreibt die zuständige "International Foundation for Original Play" aus den Vereinigten Staaten auf ihrer Webseite.

Kitas kontrollierten Personalien nicht

Mit den Vorwürfen konfrontiert, sollen viele Kitas abgewiegelt haben. Sie hätten stets auf das Wohl der Kinder geachtet. "Kontraste" machte eine andere Erfahrung: "Wie wir auf einem Workshop selbst [testeten], [wurden] Teilnehmern niemals Personalien, kein polizeiliches Führungszeugnis geprüft - wie gesetzlich vorgeschrieben -, nur das Geld genommen."

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wandte sich die Berliner Jugendsenatorin schließlich am Mittwoch mit einem Schreiben an die Kitas: "Original Play ist mit dem Bundeskinderschutzgesetz nicht vereinbar", heißt es darin. Es sei nicht auszuschließen, dass dabei zu Gefährdungen des Kinderwohls komme. Deshalb sei die Methode zu unterlassen.

Auch die Behörden in Hamburg und Bayern verurteilen inzwischen klar Original Play: "Das sogenannte Original Play hat in Kindertageseinrichtungen nichts zu suchen, weil es dem Missbrauch Tür und Tor öffnet", schreibt etwa das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales auf seiner Webseite.

4 Kommentare

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Absolut dagegen ! Liebe...vermittelt man nicht indem man sich am Boden herumwälzt...😡
Selbst wenn ich den Meisten einen guten Willen zubillige, so besteht immer die Gefahr das sich Pädophile einschleichen. In Kitas und an Schulen gehören ausgebildete Kräfte die den Eltern bekannt sind und keine Fremden.
Was ist das für ein Konzept! Wildfremde, egal aus welchem Motiv heraus, in Kitas zu lassen. Ist das überhaupt erlaubt? Ich frage mich allen Ernstes, was unsere Pädagogik noch für Blüten treibt. Es ist ungeheuerlich, so etwas zu dulden.
Warum wunderst du dich? Es ist doch bekannt das gerade im Erziehungsgewerbe viele Grüne sind. Das in dieser Partei Leute sitzen die selbst den Sex mit Kindern legalisieren wollen ist doch bekannt. Dieser Staat schützt seine Bürger nicht und die Politiker erkaufen sich mit unserem Geld die Nettigkeiten aller Despoten. Alles was zählt ist das Image, ob das faul und gekünstelt ist , scheißegal.
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