Christian Wulff 2014

Ganz oben Ganz unten - Reaktionen auf das Buch von Ex Bundespräsident Christian Wulff

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Gestern stellte Christian Wulff, ehemaliger Bundespräsident, sein neues Buch vor. Der Titel "Ganz oben Ganz unten" deutet an, dass es um den steilen Auf- und Abstieg dieses Politikers geht. Aber wen interessiert schon der Inhalt. Heutzutage kann man schnell seine Meinung veröffentlichen, ohne eine Zeile gelesen zu haben. Das gilt auch und gerade für Medien. Wie oft schon wurden in Talkshows Bücher besprochen, auf die sich der Moderator wenig bis gar nicht vorbereitet hatte. Und keiner bremste ihn.

Freispruch vor Gericht, Verurteilung in den Medien

Christian Wulff wurde in allen gegen ihn vorgebrachten Punkten freigesprochen. Das gibt ihm eine Art Schutz seiner Persönlichkeit bzw. des Restes dieser Persönlichkeit. Weil ein großer Teil wurde eingerissen durch die Verurteilung in den Medien.
Egal wie man über ihn denkt oder zur Berichterstattung in der Causa Wulff: Am Ende bleibt ein Mann, der innerhalb kürzester Zeit fast alles verloren hat und sich von jedem Stammtisch noch einen Spruch dazu abholen darf. Wulff ist ein extremes und prominentes Negativbeispiel dafür, wenn die neue mediale Öffentlichkeit außer Kontrolle gerät.

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43 Kommentare

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Ob er sich mit dem Buch einen Gefallen tut? Aber man bleibt im Gespräch und der Rubel rollt!
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Christian Wulff ist für mich eine Person die über die eigene, selbstbezogene Vorstellung von Mensch, Gesellschaft und Umwelt gestolpert ist. Ein Karriere- Politiker der die Fühlung zum Volk über die Zeit verloren hat und dann von seines Gleichen abgearbeitet wurde. Die Werte die er als Bundespräsident vorgab konnte er selbst nie erfüllen. So reiht er sich in eine Spezie von selbtsbezogenen Turbo-Politikern ein auf die wir als Gesellschaft immer mehr verzichten können, denn sie lösen in komplexen Welten keine Probleme sondern sie behindern durch ihr selbstbezogenes Wirken werteorientierte gesellschaftliche Lösungen...
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Ich werde das Buch auf jeden Fall lesen. Wenn man sich einmal nicht von der Schmutzpresse beeinflussen lässt, dann erkennt man schnell, der Mann ist ein Opfer und nichts anderes. Nichts war dran, an den Verdächtigungen, Wulf wurde in der Presse zerrissen, allen voran die BILD. Es gibt und gab, nie einen Fall Wulf, traurig nur, dass er auch seine Familie verloren hat, von seiner Frau, ganz zu schweigen...die "Laufsteg Tussie", hat ihn im Stich gelassen, weil er ihrer eigenen Karriere im Weg stand. Und ob der nun blöde grinst, oder blass aussieht, oder falsch kackt, spielt keine Rolle. Der Mensch Wulf, hat seine Rechte wahrgenommen, wie jeder andere auch.
Zumindest, hat es Bettina Wulf, mit ihrem Buch, "Jenseits des Protokolls", 2012 auf die Bestseller Listen geschafft. Ich hätte einen anderen Titel gewählt, "Mein Leben, als verwöhnte Göre!"
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Da Herr Wulf immer auf es sei seine Privatsache argumentierte, war es sein fataler Fehler auf die Mailbox des vielzitierten Anruf beim Chefredakteur der Bild- Zeitung zu sprechen. So kam es wie es kommen musste: Ganz oben- ganz unten..denn ein Bundespräsident dürfe sich niemals auf ein solches Niveau herablassen und sich in Clinch mit der Presse begeben, schon gar nicht dürfe er eine harte Linie fahren. Herr Wulf ist ein Medienmann, aber aus dieser Nummer kommt er nicht mehr raus, sein Buch erfüllt nur seine Geschäftsstrategie, aber sein Ruf bleibt ruiniert.
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Das Buch als solches ist wohl bei objektiver Betrachtung überflüssig !
Interessant wäre es zu wissen, welche Beweggründe ihn dazu gebracht haben es dennoch zu verfassen ! Sollte der Publikation der ernsthafte Versuch zu Grunde liegen seine Ehre - was immer er darunter verstehen mag - wieder herzustellen, dann wäre dies m. E. zu respektieren !
Wenn er aber nur auf die Tantiemen aus dem Verkauf des Buches spekuliert haben sollte, dann hätte er sich mit dem Schreiben desselben einen Bärendienst erwiesen !
Jeder Schriftsteller weis, dass es schon hinreichend Geld kostet, sein Buch drucken zu lassen. Vielleicht hat Herr Wulf hier auch einen Gönner gefunden. Kann aber auch ein befreundeter Verlag sein, der noch Werbungskosten übrig hatte.
Die Entsorgung unliebsamer Politiker ist nichts Neues. Herr Wulff hat seinen verfassungsmäßigen Auftrag, als Bundespräsident Gesetze zu prüfen, wohl zu ernst genommen. Seine Reden ließen vermuten, dass er den ESM-Vertrag nicht würde unterschreiben. Und das ging gar nicht. Er mußte rechtzeitig vor der Vertragsunterzeichnung von der Bühne runter und, weil wir ja in einer "Demokratie" leben, muß da eine Sache aus dem Hut gezaubert werden, die die Bürger so recht aufregt. Und die Medien übernahmen die Aufgabe, tagtäglich diesen Prozess zu unterfüttern. Journalisten, die nicht gewillt sind, die Agenturberichte zu kopieren, mußten natürlich auch in die Versenkung. Und dann kam Gauck. Der unterschrieb so schnell, dass man zweifeln muß, ob er ihn gelesen hat. Andererseits: wenn er ihn gelesen und auch verstanden hat, na, um so schlimmer.
@ Waltraud
Das sind schwerwiegende Behauptungen, die man so nicht ohne Beleg aufstellen sollte ! Der Bundespräsident muss zwar jedem Bundesgesetz durch seine Unterschrift sozusagen das i-Tüpfelchen aufdrücken - aber eine echte Mitbestimmung hat er bei dessen Zustandekommen nicht ! Die Unterschrift kann er nicht mit der Begründung verweigern, dass er selbst als Abgeordneter dagegen gestimmt hätte !
Triftig sind nur 2 Begründungen: entweder Zweifel am ordnungsgemäßen Zustandekommen des Gesetzes oder die Befürchtung, dass dieses mit einer der Normen des Grundgesetzes nicht vereinbar sei ! In beiden Fällen wird der Sachverhalt vom Bundesverfassungsgericht überprüft; teilt dieses die Bedenken des Bundespräsidenten nicht, dann muss er entweder unterzeichnen oder von seinem Amt zurücktreten !
Wolfgang,
Du scheinst Dich ja in dieser Materie recht gut auszukennen. Trotzdem ist es doch oft so, dass es nicht so sehr darauf ankommt, was man sagt oder tut, sondern wie das von anderen verstanden (ggf. auch missverstanden) wird. Manches irritiert auch nur.
So weiß ich zwar, dass der Bundespräsident ein Bundesgesetz unterzeichnet. Seine Residenz ist aber in Berlin und nicht in Bonn.
Wäre auch traurig, wenn es anders wäre, lieber Peter; denn ich habe 12 Semester Politikwissenschaft studiert und das Fach über 30 Jahre lang in der Oberstufe des Gymnasiums unterrichtet !
Was den Amtssitz des Bundespräsidenten angeht, so ist dieser im Prinzip in Berlin, wo alle anderen Organe außer dem BVerfG auch sind; aber er hat auch eine "Filiale" in der Villa Hammerschmidt in der alten Bundeshauptstadt Bonn !
Danke Wolfgang, Frage vollständig beantwortet - wäre sonst auch schlimm für einen Lehrer und Politikwissenschafter.
Ich bin immer davon ausgegangen, wenn ich im Urlaub in Kleinposemuckel einen Brief schreibe, dann steht da auch nicht "Berlin, den". Man lernt eben nie aus, auch nicht als Rentner.
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der mann ist wahrlich nicht mein parteifreund ,aber wie man mit ihm umgegangen ist finde ich sehr verwerflich,eine zweite chance sei ihm gegönnt aber bitte nicht in der politik!
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Langweilig!!!!
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Leider sind Gesetze von Politikern gemacht worden --- für Politiker ... Drecksbrut ... Stehen ausserhalb des Gesetzes --- nur Frau Müller,Maier,etc. gehen in den Knast,wenn sie Essen für ihr Kind stehlen müssen ... Bahhhhh...
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der einzig wirklich große fehler war leute von der zeitung mit den vier großen buchstaben in sein haus zu lassen .... eine zeitung die sich damit rühmt dass sie politiker " groß" macht und auch wieder zu fall bringen kann weil das verehrte leserklientel ALLES bedingungslos glaubt was in der zeitung steht ..... das gericht hat ihn in allen punkten frei gesprochen , wer hat hier jetzt noch das recht den mann weiter zu verurteilen ..... ??
und verloren hat er etwas dass mit geld nicht zu ersetzen ist weil über die presse noch weiter rufmord betrieben wurde obwohl das gerichtsurteil schon feststand. jeder arbeiter der ungerechtfertigt entlassen wird hat ein recht auf wiedergutmachung ..... der fehler liegt nicht bei herrn wulff sondern im systhem
Absolut
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Demnächst sehen wir ihn wieder in gehobener Position. Angela macht's
möglich.Der hat doch aus Fehlern nichts gelernt.Da vergeht einem doch die Lust an der Wahl.
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