Soll die Deutsche Fußball-Liga für Polizeieinsätze bei Fußballspielen zahlen?

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randalierende FußballfansFoto-Quelle: nemar74 - Fotolia
News Team
Von News Team

In Bremen wurde ein neuer Beschluss im Senat verabschiedet. Die DFL (Deutsche Fußball-Liga) soll künftig finanziell an Polizeieinsätzen, die bei Fußballspielen im Weserstadion stattfinden, beteiligt sein. Ein Beschluss mit eventuell weitreichenden Folgen.

Besonders bei Nordderbys mit Hannover 96 oder dem Hamburger SV kommt es bei Bundesligaspielen im Weserstadion immer wieder zu kostenintensiven Polizeieinsätzen, die nach Schätzungen pro Einsatz ungefähr 300.000 Euro kosten. In der Saison 2013/14 sollen sich die Kosten für Polizeieinsätze rund um das Weserstadion auf ungefähr 1,4 Mio. Euro Steuergelder belaufen haben.

Künftige Folgen des Beschlusses

Der Beschluss könnte jedoch weitreichende Folgen nach sich ziehen: Die DFL haben juristische Maßnahmen angekündigt und drohen damit, keine Länderspiele mehr im Weserstadion auszutragen, da unvorhergesehene Kosten entstehen könnten. So könnte das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar am 14. November 2014 aufgrund des Beschlusses nicht im Weserstadion stattfinden.
Wenn auch andere Bundesländer ähnliche Regelungen treffen, könnte das für viele kleinere Fußballvereine, die über weniger finanzielle Mittel verfügen, schnell das Aus bedeuten.

Oberstes Ziel sollte vornehmlich ja sein, die Gewalt bei Fußball-Großereignissen einzudämmen. Mit der Bremer Gesetzesänderung werden allerdings keine Maßnahmen zur Gewalteindämmung gesetzt, sondern ein angespanntes Verhältnis zwischen Polizei und Fußballvereinen geschaffen, so die Aussage des Sprechers der Polizei-Gewerkschaft. Da die Vereine nicht selbst Verursacher der Ausschreitungen sind und das Gewährleisten von Sicherheit im Staat auch aus der Staatskasse bezahlt werden sollte, hat der Beschluss in Bremen viele Kritiker.

Was meint Ihr? Soll die Deutsche Fußball-Liga für kostenintensive Polizeieinsätze zahlen oder ist das bei Fußballspielen trotzdem Angelegenheit des Staates?

35 Kommentare

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Warum sollen unbeteiligte den Fussballern (Grossverdiener) in einer höheren Liga den Polizeieinsatz bezahlen,das schreibt jemand,der in der Familie nur Fussballer hat,die werden mich steinigen,kennen aber meine Sicht der Dinge,lach.....
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Ich hätte da einen anderen Vorschlag!
Für jeden Verein ist der Polizeieinsatz bis zu einer Obergrenze umsonst

Was der Polizeieinsatz mehr kostet
geht zu Lasten vom Verein! Das hätte den Voreil,
dass die Vereine sich bemühen würden, möglichst
wenig Polzeieinsätze erforderlich zu machen!
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ja sicher die solle nur zahlen nicht immer die anderen
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Wieso klaut ihr mein Thema?
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Für Millionen Spieler kaufen aber den Polizei Einsatz zahlt der kleine Steuerzahler geht gar nicht!!
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Sollte eigentlich selbstverständlich sein...
Weshalb soll das der Steuerzahler tun...?
Das eigentliche Problem ist ja die offensichtliche Gewaltbereitschaft vieler "Fans" (kommt nicht von ungefähr von Fanatiker).
Offensichtlich spricht dieser Sport die niedrigendsten Instinkte bei manchen an...
Andere, härtere Sportarten wie Eishockey oder American Football kennen solche Ausschreitungen seltsamerweise nicht...
Da feiern oft die Fans vor und nach den Spielen gemeinsam....
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da sollte nun den schon lange zu alten sepp blatter von der fifa den finger zum hintern heausnehmen und etwas international unternehmen aber der ist zum garnieren nur noch Maskottchen für mehr dient er nicht mehr.
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Man gucke Nachrichten und erkennt , wenn man nicht ganz blind ist , die Diktatur des DFB bzgl. des jetzigen Boykotts von Bremen seitens des DFB , einmalig , wie Fußball die Politik versucht zu regieren , unfassbar !!!
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Ich habe untenstehende Beiträge nicht gelesen,aber ich finde schon,dass Vereine diesen enormen Polizeieinsatz bezahlen sollten..Ich musste mich einschränken und Umwege machen,
um in ein Krankenhaus zu gelangen,wo ein lieber Mensch auf der Intensivstation war...der Polizeieinsatz war enorm,auf meinBedürfniss wurde keine Rücksicht genommen....grübel
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Ja, unbedingt ! DFB und FIFA mogeln sich schon genug an Steuerzahlungen vorbei, wie ein ARD Bericht zur WM in Brasilien vor kurzem eindeutig gezeigt hat . Transfers von Etlichen Millionen für Spieler, aber für Ausgaben weiterer Arten den Steuerzahler ständig bemühen , kann nicht angehen !
Stimme absolut zu !!!
Der Filz beginnt doch schon untereinander. Ständig nehmen Beckenbauer, Rummenigge & Co. Einfluss auf DFB Entscheidungen. Also ist der DFB erpressbar. Er ist nicht berechtigt, nur weil er ein mächtiger Verband ist, kostenlose Polizeieinsätze für die Vereine zu fordern. Da könnte jeder Großkonzern bei Preisabsprachen, von der EU Straffreiheit fordern. Der DFB sollte lieber seine Hausaufgaben bezüglich Transferobergrenze machen, dann hätten die Vereine noch einige Euro für Polizeieinsätze übrig.
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