Die Botschaft der Whisteblower - nur ein Pfeiffen im Wind?

Die Botschaft der Whisteblower - nur ein Pfeiffen im Wind?
Die Botschaft der Whisteblower - nur ein Pfeiffen im Wind?Foto-Quelle: © BlueSkyImages - www.Fotolia.com
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Mit der Kategorie der Whistleblower kommen Dinge ans Licht, die die Mehrheit der Bürger vorher nie gesehen hat. Und sie sind, Beispiel NSA Aktivitäten, so ungeheuerlich, dass man sie nicht mal glauben kann, wenn sie sichtbar und nachgewiesen sind. Davon gibt es eine Menge mehr bzw. ein ganzes System - wie Leute wie Annie Machon längst bestätigen...

Inszenierte Bedrohungen

In einem Interview auf der re:publica beschreibt Annie Machon, frühere Geheimdienstlerin in Großbritannien, das System: Regierungen inszenieren Drohlandschaften, formulieren daraus kreuzzugartige Missionen und begründen damit alle Maßnahmen ihrer Willkür:
"Diese Konzepte geben den Regierungen immer den Vorwand, die Freiheit der Zivilgesellschaft zu beschneiden, in unsere Privatsphäre einzudringen, Rechte abzubauen oder in andere Länder einzumarschieren– nur weil sie angeblich einen War On Drugs kämpfen. Und natürlich haben auch die Banken und die großen Firmen eine Menge davon. Viele Banken sind nur deshalb noch flüssig, weil sie Drogengeld verwalten und waschen. Und die Banken wiederum kontrollieren die Politiker. Es gibt das berühmte Zitat von Antonio Maria Costa, Chef der UN-Drogenfahndung: das Geld aus den Drogengeschäften sei der einzige Grund, warum die Banken in der Krise 2009 überhaupt noch flüssig waren. Und die Banken finanzieren dann die Politiker, vor allem im US-amerikanischen Wahlkampf. Die Politiker werden gewählt und die Banken haben dann bei ihnen einen gut."

Gefangen oder mündig?

Die Medien sind ein wichtiger Teil dieses Systems. Sie spülen Botschaften nach vorne, die hilfreich sind, und unterdrücken kritische Stimmen. Und diejenigen, die Kritik äußern oder fördern, werden gerne als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert.
Daher werden vor allem Whisteblower verfolgt und geächtet. Sie sind auf Dauer und in Verbindung mit der Verbreitung ihrer Botschaften über digitale Medien gefährlich für das System.

Und wir Whistle-Listener? Was passiert eigentlich, wenn uns die Botschaften erreichen. Wie reagieren wir? Hören wir zu? Brechen wir auf, um Dinge zu ändern?

Was können und wollen wir überhaupt tun als einzelne Bürger?

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1 Kommentar

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Der Whistleblower ist bei uns noch nicht sehr lange Teil unseres Wortschatzes. Anfangs konnte man sich ja noch darüber freuen, dass es ihn gab. Man kannte auch noch ihre Namen. Daniel Ellsberg ist vielleicht noch dem einen oder anderen in Erinnerung, weil er die geheimen Pentagon-Papiere an die Öffentlichkeit brachte und dadurch Täuschungen der US-Regierung überr den Vietnamkrieg enthüllte. Der US-Soldat Bradley Manning sorgte für einen Skandal, indem er WikiLeaks vertrauliche Dokumente über den Irak-Krieg zuspielte. Am bekanntesten wurde Edward Snowden durch seine Enthüllungen der Praktiken amerikanischer Geheimdienste.

Bei den Genannten handelt es sich - wenigstens dem Anschein nach - um Menschen, die ehrlich besorgt darum waren, Schaden von ihrem Land oder gar von der Menschheit insgesamt abzuwenden, dadurch, dass sie illegale oder moralisch verwerfliche Aktionen ihrer Regierungen oder Behörden offen legten.

Inzwischen hat es den Anschein, als ob das "Whistleblowing" zu einem wahren Volkssport geworden ist. Man hört nicht mehr einzelne Pfeiftöne, sondern ein regelrechtes Pfeifkonzert. Dass dabei keine wohlklingende Melodie entsteht, sondern eine echte und laute Kakophonie, ist nicht verwunderlich. Dabei findet aber jeder selbsternannte Whistleblower seine Fangemeinde, die jeweils nur noch nach seiner Pfeife tanzt. Und natürlich tanzen sie nicht alle im gleichen Takt, so dass sie sich gegenseitig nicht nur auf die Füße, sondern auch noch auf und in andere Körperteile treten. Wenn dabei der eine oder andere umgestoßen wird, zu Boden fällt und zertrampelt wird, nennt man das Kollateralschaden und nimmt es hin.
Am lautesten hört man in dem Getöse die Pfeifen, die von der drohenden Versklavung des "tumben" Volkes künden, von den Gemeinheiten der Regierenden, von der unstillbaren Gier der Besitzenden, von den böswilligen Praktiken einer geheimen verschwörerischen Clique, deren Ziel es ist, die Menscheit mit Hilfe von vergifteten Kondensstreifen (Chemtrails) zu minimieren. Alle diese Whistleblower verkleiden sich als "Aufklärer" und sind sich sicher, dass der Zug der Welt gegen die Wand fährt, wenn sie ihn nicht auf das richtige Gleis umleiten.

Niemand kann wirklich sagen, wie lange dieses dissonanate Konzert noch andauert. Wenn wir keinen Gehörschaden davontragen vollen, sollten wir uns rechtzeitig um einen wirksamen Hörschutz bemühen.
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