Wie du mir so ich dir: Griechenland erlebt eine Demütigung

Wie du mir so ich dir: Griechenland erlebt eine Demütigung
Wie du mir so ich dir: Griechenland erlebt eine DemütigungFoto-Quelle: Gerd Fischer / www.pixelio.de
Thomas Bily
Aktualisiert:

Die ohnehin angespannte Diskussion in der Griechenland Krise spitzt sich immer weiter zu. Die Medien hinter beiden Seiten des Verhandlungstisches sprechen mittlerweile von einer Demütigung Griechenlands. Die Positionen verhärten sich. Es scheint keine Lösung ohne Gesichtsverlust mehr möglich. Wie konnte es so weit kommen in der Europäischen Union?

Welten prallen aufeinander

Die deutsche Mentalität für Ordnung und Diszplin wäre auch in guten Zeiten schwer vereinbar mit der griechischen Seele. Abgesehen davon: am meisten scheinen aktuell die Potugiesen und Iren auf die Griechen einzuschlagen. Nach dem Motto: Wir mussten uns auch zusammenreissen. Diese unterschiedlichen nationalen Charaktere sind Fluch und Segen zugleich für Europa.
Für mich ist es, hochskaliert auf europäische Ebene, das gleiche Thema wie zwischen Preussen und Bayern, Berlinern und Münchnern - bloß dass die deutsche Identität stärker entwickelt ist als die europäische und den bundesdeutschen Laden (einigermaßen) zusammenhält. Stoiber und Wowereit beharkten sich genauso wie Tspiras und Schäuble. Stichwort: Länderfinanzausgleich.

Ungeschickte Verhandlung

Bei Verhandlungen sitzen einem schon mal Rüpel oder sture Ignoranten gegenüber. Aber das muss egal sein. Wichtig ist, dass man sein Verhandlungsziel erreicht. Der Erfolg schmeckt doch noch süßer, wenn man ihn gegen einen "schwierigen" Verhandlungspartner erzielt? Gerade bei schwierigen Verhandlungen ist es wichtig, dass kein Öl ins Feuer gegossen wird, dass der Gegenüber nicht vorgeführt oder provoziert wird. Das schafft zwar kurzfristig Befriedigung und man erhält Szenenapplaus von der aufgebrachten Masse. Aber zielführend ist so ein Verhalten nicht. Stichwort. Schäuble.

Öffentliche Medien-Schlacht

Wenn am Verhandlungstisch gezündelt wird: in der Öffentlichkeit brennt es lichterloh. Volkes Stimmungen sind am Kochen und die Medien drehen immer weiter auf. Noch eine Schlagzeile mehr, noch schnell eine Diffamierung hinterher geschickt. Ein jüngster Höhepunkt in dieser unsäglichen Reihe von Peinlichkeiten und Halbwahrheiten ist für mich der Bericht über Tspiras Frau in der Basler Zeitung.

Wie sieht die Zukunft von Griechenland aus?

Griechenland geht pleite und verarmt.
11.4 %
Griechenland wird unter europäischer Aufsicht geführt.
10.8 %
Griechenland wird sich berappeln. Die brauchen einfach mehr Zeit.
18.7 %
Griechenland wird auf Dauer subventioniert werden müssen.
21.4 %
Griechenland geht aus der EU und orientiert sich nach Russland.
29 %
Sonstiges - siehe Kommentar.
8.7 %
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Fatal wäre, wenn das griechische Volk aufgrund der ideologischen Verbohrheit seiner Führung in Chaos und Elend gestürzt würde. Das wäre nicht verdient, nicht nötig und auch heute noch gut zu korrigieren.

186 Kommentare

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Zum Glück ist meine Vorahnung nicht eingetreten! Glückwunsch, die Griechen haben Rückgrat gezeigt!
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Der Bericht war sachlich und gut!
Ich habe eine schlimme Vorahnung! 51 % zu 49 % wird es ja geben.
Das bedeutet aber ein Militärputsch.
Das war gewollt!
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wir haben hier in deutschland genug probleme. Imigranten ohne ende die durchgefüttert werden müssenm u. wohnraum benötigen. Hier in deutschland gibt es genügend arme FAMILIEN : mAN SOLLTE ERST MAL IM EIGENEN lAND SCHAUEN
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Die EU versucht die Griechen zu masregeln. Jedes Land hat seine eigenständigkeit was einigen Mitglieder nicht passt. die Schweiz hatte Jahrhunderte gebraucht um sich zusammen zu Raufen, in der EU sollte sich in kürzester Zeit bewerstelligt sein,aber das ist eine Illusion. Es ist immer das Landerdenken das dann aus den Köpfen muss.
Maßregeln lassen wollen sich die Griechen nicht, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können sie nicht ABER NOCH MEHR GELD WOLLEN SIE HABEN!!!
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Andrea, anscheinend magst Du die Frau Merkel nicht!!! War den Schröder/ Fischer besser?? (Freunde von Putin!)
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Oh Andrea, das kann man doch nicht so sagen. Denk daran Griechenland hatte schon mehrmals Staatsbankrott!! Ja und was ist denn mit all den andern südlichen EU Staaten und Irland, denen es finanziell sehr schlecht ging? Alle haben das irgendwie geschafft. Sollen die "Fleissigen" aus dem Norden für all die andern aufkommen???? Wir arbeiten bis 65 Jahre oder noch danach weiter, deshalb geht es uns heute gut. Und dann sollte man wohl mal die Mulitmillionäre aus Griechenland zur Kasse bitten. Viele von ihnen setzen sich halt ins Ausland ab!! Denkst Du wir aus den Norden sollen uns abschuften und Griechenland immer wieder unterstützen?? Ich mag Griechenland und es tut mir leid, was da geschieht. Aber der momentane Regierungschef und sein Finanzboss haben wohl nicht die klügsten Ideen, sind sehr ungehobelt und unstet mit ihren Gedanken. Mich stimmt es auch traurig, wenn ich an die Hitlerzeit denke. Doch soll man heute noch darauf herumhacken??? Die Leute der Gegenward können sicher nichts dafür Zipras sucht einfach einen Schuldigen!!!!! Zudem leben die beiden "auf breitem Fuss", wenn es auch vielen in der Bevölkerung schlecht geht. es würde mich nicht wundern, wenn sie ihr Schärfchen auch im Trockenen hätten irgendwo auf den Kanalinsel? Mich hat gerade ein Grieche kontaktiert und geschrieben, dass man absolut keinen Durchblick mehr haber was bei ihnen gespielt werde und was man abstimmen soll am Wochenende " nein-ja-nein"
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Die Mehrzahl der Kommentare über dieses Thema kann man verbrennen.Wohl zu sehr geimpft von Kipping,Gysi,Wagenknecht und Dr.Hofreiter.
Sie sind einer von den Guten
hans werner kreid
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Meiner Meinung nach war es ein Fehler die einheitliche EURO -Währung einzuführen in Europa ohne Wirtschafts und Sozialunion. Wie sonst kann eine einheitliche Währung funktionieren bei so sehr unterschiedlichen Volkswirtschaften. Es wird immer einen Finanzausgleich geben müssen zwischen den starken und schwachen Ländern in Europa um nicht ein riesiges Wohlstandsgefälle zu erzeugen und die schwachen Länder in die Verarmung zu treiben.
Das betrifft nicht nur Griechenland sondern den ganzen Süden Europas. Wenn man heut der Meinung ist die anderen, Portugal usw., hätten es geschafft dann wollen wir mal einige Jahre warten.

Und die Vorschläge der EU-Kommission können auch nur darauf hinauslaufen die Griechen zu noch größerer Sparsamkeit zu verdammen, niedrigere Löhne, niedrigere Renten, höhere Steuern und höhere Preise. Das bedeutet Armenhaus und Zug der arbeitsfähigen nach Deutschland. Und die werden kommen,wie alle kommen die nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Spanier , Portugiesen, Rumänen,Bulgaren.....In Deutschland streiten sich die Bundesländer um den Länderfinanzausgleich, die Reichen weigern sich zu zahlen. Kein Wunder wenn es in Europa gärt. Wenn fremde Länder unterstützt werden sollen ! Aber eine einheitliche Währung fordert Solidarität weil ein einzelnes Land bei gleicher Währung nicht abwerten kann.
Wenn man die Wirtschaftskraft Griechenlands der Deutschlands gegenüber stellt, so unterschiedlich die ist, so sehr müssten sich die Lebensverhältnisse und der Lebensstandard zwischen Deutschen und Griechen unterscheiden. Desgleichen gilt gegenüber allen anderen Ländern.
Das Griechenland weit über seine Verhältnisse gelebt hat steht wohl außer Frage,das hätte aber von europäischen Währungshütern besser beaufsichtigt werden müssen. Andererseits war man froh wenn das Land deutsche und amerikanische Waffen gekauft hat, man hat Kredite gegeben noch und nöcher ohne nach der Rückzahlung zu fragen.
Also sind wohl nicht nur die Griechen, und schon gar nicht das Volk an der jetzigen Misere Schuld.
Was Tsipras will, wofür er gewählt wurde ist das weitere Ausbluten des Landes ,eine weitere Verarmung der Bevölkerung zu verhindern.
Sollte sich das Volk bei der nun folgenden Abstimmung für das EU-Papier aussprechen dann muss Griechenland damit leben. Ich glaube es eher nicht.
Man sollte die Griechen aber nicht verteufeln und sämtlichen Schmutz über ihnen ausschütten. Diese 360 Milliarden die Griechenland angeblich an Schulden hat werden sowieso kaum zurückzuzahlen sein.
Die zirka 5 Millionen arbeitsfähigen Griechen müssten dafür sehr sehr lange stricken.
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bei mir erwecken Tsipras und Co. den Eindruck troziger Kinder, die ohne Rücksicht auf Verluste ihren Willen durchsetzen wollen............
Richtig, Herr Fiebig. GR ist die Wiege der Demokratie und die Regierung hat das nicht vergessen. Was haben WIR denn für eine Demokratie? Dürfen wir irgendetwas entscheiden?
manfred fiebig lg.
es hakt an ganz anderen dingen, peter.
hierzu sollte man vielleicht einmal einen Artikel aus der Basler Zeitung - Ausland - mit dem Titel "Frau Tsipras" oder die Möglichkeit einer Frau lesen
so ein dummer artikel!
finde ich absolut nicht, ein Körnchen Wahrheitwird wohl dran sein
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Ich habe noch einen Kredit bei meiner Bank abzubezahlen und möchte jetzt noch einen. Ich werde also gleich mal zur Bank gehen und diese Ausbeuter beschimpfen, die Raten für den letzten Kredit bezahle och erst einmal nicht. Ich werde dann meine Frau fragen, ob wir überhaupt noch etwas zurückbezahlen wollen. Ich denke, das ist eine gute Basis für die Verhandlungen über einen neien Kredit
Super gekontert
Stimmt alles Herr Jonke, aber es geht nicht um blöd oder nicht blöd. Sicher habendie Banken eine Verantwortung dafür, wem sie Kredite geben. , vor allem wenn diese an Menschen gehen, die die Folgen nicht überschauen können. Aber in den Staatsführungen sind doch die Eliten eines Landes vertreten, und die sollten sich ihrer Verantwortung bewusst.
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